Versorgungsspannung selber bauen.

Roin

Freier Denker
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22 Juli 2013
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Hey Leute,

ich habe eine kleine Idee für eine Maschine.
Allerdings bin ich elektrisch gerade noch in der Ausbildung (Elektriker für Automatisierungstechnik - demendsprechend kein typischer Elektroniker).

Für meine Maschine muss ich diverse Schrittmotoren nacheinander und auch teilweise gleichzeitig betreiben und dazu ein paar Gleichstrommotoren, die sich konstant drehen.
Ich benötige keine sehr hohen Drehzahlen - vielleicht 10-100 Umdrehungen pro Minute, allerdings benötige ich halt regelmäßig genaue Positionen meiner Bauteile, für diverse Messvorgänge usw. .

Ich wollte mir mal für diverse Testzwecke eine Art "Netzteil" bauen.
Möchte halt ganz normal nen Stecker in die Steckdose stecken können (natürlich achte ich auf entsprechende Isolierung usw.) und dann verschiedene Versorgungsspannungen abgreifen können.
Ich habe mir auch schon ein paar Artikel im Internet dazu durchgelesen und habe dran gedacht Bauteile wie den 7805 7812 und 7824 zu nutzen.
Allerdings haben die ja maximale Eingangsspannungen von 35V und erzeugen sehr viel Abwärme.
Wie kriege ich am sinnvollsten da meine Spannungen mit möglichst geringem Verlust raus - aber natürlich auch relativ günstig.
Derzeit finde ich diverse Ringkerntrafos doch ziemlich teuer.

Leider weiß ich nicht genau, wie hoch die Ströme sind, die ich benötige - Hätte da einfach gedacht, dass ich mehrere von den Dingern parallel schalte und somit höhere Ströme ermögliche.

Oder wären Spannungs-Schaltregler sinnvoller? Die haben ja auch keinen wesentlich höheren Stromoutput und sind dazu noch teurer. Dafür allerdings verlustarmer.

Zudem muss ich ja auch diverse Kondensatoren usw. dazuschalten.

Könnte mir jemand eine Beispielschaltung mal geben, wo ich "einfach" von 230V~ auf zB. 24V- komme?

Mein Gedankengang: 230V aus der Steckdose --> Gleichrichter --> großer Kondensator --> 2x 7824 --> Kondensator --> 3x 7812 --> kleiner Kondensator --> 1 x 7805 hintereinanderschalten (die gleichen Regler immer parallel).
Und dahinter dann meine Schaltungen.


So nu nochmal alle Fragen in einer kurzen Liste:
  • Festspannungsregler oder Schaltspannungsregler?
    • Zum Beispiel die 78xx oder lieber andere?
    • Kühlung dann einfach mit nem kleinen Lüfter oder wie am besten? Ist Kühlung überhaupt notwendig?
  • Benötige ich zwingend einen Trafo, um auf geringere Spannungen bei unbekannten Strömen zu kommen? Kann mir da jemand vielleicht auch einen günstigen (halbwegs guten) Vorschlagen?
  • Welchen Gleichrichter nimmt man am besten? Die kosten ja alle relativ wenig, aber mich verwirren die Spannungsangaben - > Welcher kann denn nun von 230 Wechsel auf ungefähr 230 Gleich?
  • Wie sollte meine Schaltung dafür ungefähr aussehen?

Vielen Dank schonmal im Vorfeld für eure Hilfe :)

LG
 
Rechne doch erstmal aus über wie viel Gesamtstrom wir hier reden.

24V ist blöd, bei 3,3, 5 und 12V liefert dir ein PC-Netzteil bei sehr gutem Wirkungsgrad Ströme, die man sonst nur schwer hinbekommt. Außerdem werden einem solche Dinger mit <400W fast nachgeworfen.

Hochwertige haben auch sehr gute Schutzschaltungen, diese schalten bei einem Kurzschluss sofort ab ohne dass eine Schmelzsicherung o.Ä. auslöst.
 
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  • #3
Ach stimmt ja - ich sollte auch die 400W nicht durch 230V teilen sondern durch die Ausgangsspannungen. Da sind ja bei 520Watt bereits weit über 10A möglich.

Da schau ich mal, ob ich da noch ein altes Netzteil finde, von dem ich die Stecke mal abnehmen kann und womit ich dann etwas ausprobieren kann.

Sollte ich dennoch hinter das Netzteil einen Kondensator schalten, um die Spannung weiter zu stabilisieren?

Es heißt ja, man sollte ein Netzteil nie ohne Last betreiben - für Versuchszwecke wäre das natürlich suboptimal. Zudem könnte ein "Abrutschen" mit einer Messspitze bereits meine komplette Schaltung grillen wenn da einfach mal die 10+ Ampere direkt reingehauen werden. Kann man da noch irgendwas machen?
 
Sollte ich dennoch hinter das Netzteil einen Kondensator schalten, um die Spannung weiter zu stabilisieren?

Je nach Qualität des PC-Netzteils sollte die Spannung schon gut Stabilisiert sein, PC-Komponenten benötigen ja eine konstante Spannung.

Es heißt ja, man sollte ein Netzteil nie ohne Last betreiben - für Versuchszwecke wäre das natürlich suboptimal.
Mit der Midestlast...das hängt von deinem Netzteil ab. Manche haben die Mindestlast schon intern durch Lastwiderstände oder spannungsabhängige Lasten "verbaut".
Die Netzteile mögen es meist nicht unsymmetrisch belastet zu werden. Wenn du jetzt an der 12V Schiene 10A ziehst, sakt die 12V-Spannung ein und die anderen Spannungen steigen an, bis evtl. eine Schutzschaltung greift.


Zudem könnte ein "Abrutschen" mit einer Messspitze bereits meine komplette Schaltung grillen wenn da einfach mal die 10+ Ampere direkt reingehauen werden. Kann man da noch irgendwas machen?
Beschäftige dich nochmal mit Strom und Spannung...Wenn du mit deiner Messspitze abrutscht und ein 1k Widerstand zwischen deine Spitzen gerät, wie viel Strom fließt dann? Genau!
Gefährlich wird es bei Kurzschluss, da können dann natürlich mal die Strippen heiß werden, je nachdem wie gut die verbaute Sicherung ist.

Und natürlich kann dich das teuerste Netzteil nicht davor schützen, den falschen Teil deiner Schaltung unter Strom zu setzen. Da hilft nur ruhige Hand und vorher Nachdenken, bevor man den Strom einschaltet;)
 
Eigentlich sollte man für die Entwicklung ja Labornetzteile benutzen...

Es gibt auch durchaus bezahlbare Labornetzteile für die Leistungselektronik, MRGN900 zB.
Die sind nur für die übliche Mikroelektronik unbrauchbar, aber dafür sollte man ohnehin was eigenes haben.
Noch dazu ergänzt sich das erwähnte gut mit den meisten Labornetzteilen, weil das Minimum seiner Strombegrenzung genau da liegt, wo die meisten Labornetzteile anstehen :D
 
Das was Pleitgengeier sagt,
aber zum mal schnell was ausprobieren/rumspielen kann man durchaus mal auf so ne Lösung zurückgreifen.

Und als kleiner Tipp: Wenn du dir was selber bauen willst, bau was Anderes als ein Labornetzteil.
Für das Geld, was du beim Selbstbau ausgibst(und sogar weniger) liegt ein fertiges, getestetes mit Garantie im Karton...
 
mit 2 PC Netzteilen sollte man auch 24V hinbekommen, oder?
 
12+12=24?
Oder sind die Ausgangsspannungen eines PC-Netzteils nicht potentialfrei?
 
12+12=24?
Oder sind die Ausgangsspannungen eines PC-Netzteils nicht potentialfrei?
Die Masse hängt auf der Erdung.
Wäre aber wirklich interessant, ob man das trennen könnte...

Die Trennung vom Netz haben sie ja durch einen "richtigen" HF-Trafo, aber gut möglich dass dann irgendwas schwingt oder sonst was schiefgeht.
 
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