[Technik] Verschlüsselung: FBI kritisiert Apple und Google

Die IT-Konzerne Apple und Google haben beide angekündigt, die Daten ihrer Kunden künftig wirksamer zu verschlüsseln - und dies so, dass die Betreiber selbst keine Möglichkeit mehr zur Entschlüsselung der Daten haben. Sowohl das neue iOS 8 als auch zukünftige Android-Versionen sollen entsprechend abgesichert sein. Damit zogen Apple und Google nun den Unmut von FBI-Direktor James Comey auf sich. Comey befürchtet, dass legitime polizeiliche Ermittlungen durch die neuen Sicherheitsmaßnahmen behindert werden könnten.

"Der Gedanke, dass jemand einen Schrank vermarktet, der nie geöffnet werden kann – sogar, wenn es um einen Fall von Kindesentführung geht und ein Gerichtsbeschluss vorliegt – ergibt für mich keinen Sinn", so Comey im Rahmen einer Pressekonferenz. Die Privatsphäre der Bürger sei zwar wichtig, müsse aber bei schweren Verbrechen wie etwa Terrorismus hinten anstehen, um die Allgemeinheit zu schützen.

Quelle:
 
Ist aber immerhin ein guter PR Gag. Ich wett den Masterkey zum Entschlüsseln haben diverse amerikanische Geheimdienste schon seit über einem Jahr.
 
@The_Emperor: Sie schreiben ja auch nur, dass sie die Verschlüsselung so bauen wollen, dass sie selbst die Daten ihrer Kunden nicht entschlüsseln können. Wer spricht denn da von Geheimdiensten.
*Hups* jetzt ist mir der Zettel mit dem Masterkey aus der Tasche gefallen...so ein Unglück aber auch!
 
Auf den genauen Wortlaut der Aussage hab ich noch garnicht geachtet. Theoretisch könnten sie auch "1234" als Masterpasswort nehmen und dann Firmenweit alle 4er-Tasten bei den Tastaturen rausnehmen. Selbes Resultat.
 

Soweit mir bekannt ist, sind amerikanische Unternehmen gezwungen,
  • die Behörden in jeder möglichen Form zu unterstützen
  • darüber unbedingt Stillschweigen zu bewahren

Und dann ist noch die Frage, was der Geheimdienst als möglich ansieht - ein Masterpasswort oder eine geschützte PW-Datenbank vermutlich auf jeden Fall - und was aus der Weigerung konstruiert wird...
 
Nach den ganzen "Sandalen" der letzten Zeit und den daraus entstandenen Vertrauensverlust in die Unternehmen (insbesondere die US-Konzerne) sind sie dazu gezwungen um ihr Image wieder aufzubauen.
Wenn in den Verträgen auf einmal der Speicherort von Daten für einen Abschluss relevant bei dem es um Millionenbeträge geht, fangen selbst die großen dieser Welt an darüber nachzudenken. Datensicherheit derzeit ein wichtiges Verkaufsargument.

NSA-Skandal kostet USA bis zu 35 Milliarden Dollar


"Lieber Kunde, wir werden deine Daten auf Servern in deinem Land Speichern und mit aktuellen Techniken vor dem Zugriff von Fremden schützen",
verkauft sich halt besser als wenn man sagt
"Deine Daten schicken wir in die USA wo sie den Gesetzen der USA unterliegen. NSA, CIA und FBI werden die Einhaltung der US-Gesetze durch eine ständige Kontrolle der Daten Überwachen."

Wie Sicher das alles wirklich ist wird sich Zeigen. Genau wie in der Politik wir da viel versprochen aber nur wenig getan.
 
Die Enthüllungen durch den früheren NSA-Mitarbeiter Edward Snowden "haben großes Potenzial, der Wettbewerbsfähigkeit ernsthaft zu schaden", sagte Richard Salgado, Direktor für Informationssicherheit bei Google
Sehr interessante Aussage. Niemand sucht die Schuld bei denen, die die ganzen Verbrechen begangen haben.
 
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