USA-Einreise künftig nur noch möglich gegen Passwort-Herausgabe?



Wer in die USA einreisen will, muss künftg möglicherweise noch mehr persönliche Daten preisgeben. Es wird in Betracht gezogen, dass Reisende mit Visum ihre Passwörter für Facebook und andere soziale Netzwerke herausgeben müssen. Der Heimatschutzminister prüft derzeit Maßnahmen.



In einer am Dienstg äußerte der neue Minister für Heimatschutz in den USA, John Kelly, Visa-Bewerber für die USA und Einreisende könnten möglicherweise künftig nach Passwörtern ihrer Profile in sozialen Netzwerken gefragt werden. Dabei gehe es vorwiegend, aber nicht ausschließlich, um Staatsangehörige der sieben Länder mit vorherrschend islamischer Bevölkerung, gegen die Präsident Trump einen Einreisestopp verhängt hat, so Kelly. Er gab bekannt, dass die bisherigen Einreisebestimmungen zu unsicher und ineffektiv sind, wobei die Frage nach den Passwörtern Teil eines Maßnahmenpakets für die schärfere Überprüfung von Besuchern wären, mit der auf mögliche Bedrohungen reagiert werden solle.

Kelly teilte bei der Anhörung mit: „Wir suchen nach erweiterten oder zusätzlichen Überprüfungen. Wir könnten uns ihre sozialen Netzwerke anschauen wollen, über die Passwörter.“ Es sei „wirklich schwierig, die Menschen aus diesen sieben Ländern zu überprüfen. Wenn jemand in unser Land möchte, wollen wir ihn etwa fragen: Was für Webseiten besuchen Sie? Geben Sie uns das Passwort. So können wir sehen, was sie im Internet machen. Wenn sie nicht kooperieren wollen, kommen sie nicht rein.“

Allerdings sei noch keine endgültige Entscheidung darüber gefallen. Sicher ist nur, dass die Überprüfungen verstärkt werden, auch wenn dies zu Verzögerungen bei den Grenzkontrollen führen werde. Demnach ist die Abfrage von Passwörtern nur eine von mehreren Massnahmen, die erwogen werden. Die Aussage, dass es sich bei dem Einreiseverbot um einen „Muslim Ban“ handle, wies Kelly zurück. Einige der sieben Staaten nannte er unter anderem Failed States, zwei der sieben würden Terrorismus finanzieren. In vier dieser Staaten unterhielten die USA keine Botschaften, weshalb Einreisewillige gar nicht richtig überprüft werden könnten.

Dass er eine strengere Überprüfung der Einreisewilligen in die Wege leiten möchte, hatte US-Präsident Donald Trump bereits im Wahlkampf angekündigt und verfügte zunächst einen Einreisestopp per Dekret, mit dem er die Einreise von Bürgern aus Iran, Irak, Jemen, Libyen, Somalia, Sudan und Syrien für 90 Tage stoppte. Dieser wurde jedoch per Einstweiliger Verfügung durch einen Bundesrichter in Seattle außer Kraft gesetzt. Das Verfahren ist derzeit in der Berufung und könnte noch bis vor das Oberste Gericht kommen.

Nach ihren Konten, wie Facebook, Youtube, Twitter, Github, Google+, werden seit Ende 2016 Reisende, die per Visum oder Esta (Electronic System for Travel Authorization) in die USA einreisen wollen, aktuell schon gefragt, jedoch nicht nach den Passwörtern. Auch wenn die Kontenangaben auf bisher noch freiwilliger Basis erfolgen, dürfte sich dennoch ein Großteil der Einreisewilligen zur Auskunft genötigt fühlen.

Bildquelle: , thx! (CC0 Public Domain)




Autor: Antonia
 
Bild berichtete bereits. Zwei Spalten unter den Tittenbildern.

Aber warum brauchen die USA überhaupt Passwörter wenn die NSA sowieso angeblich alles mitliest?
 
Test auf Kooperationsbereitschaft.
Keine Kooperation, keine Einreise. Die werden nicht vor der Einreise die gesamte Tmeline durchgehen.
 
*Die werden doch wohl nicht einen Hitzkopf ohne Feingefühl und mit komplett Weltfremden Ansichten zum Präsidenten wählen*
 
Mich überrascht wirklich dass US-Behörden keinen Zugriff auf die Profile von US-Seiten haben :unknown:

ich denke diese "idee" hat wirklich nur rein handwerkliche gründe.. die NSA hat zwar theoretisch zugriff auf (fast) alles, aber es ist immernoch recht aufwendig und kostspielig, mit den daten was anzufangen, und ein anderer punkt ist die priorität.. für einen "echten" mutmaßlichen terroristen oder "promi" (bürgerrechtsaktivist, journalist etc.) lohnt sich der aufwand, cyber-stalking mit den NSA-tools zu machen, aber für jeden 0815-touristen ist das logistisch einfach noch nicht machbar.. allein schon die person zuverlässsig mit öffentlichen profilen zu verknüpfen ist relativ schwer zu automatisieren, ganz zu schweigen vom nicht-öffentlichen teil, für den sie ja das passwort brauchen - dazu kommt, dass natürlich nicht jede behörde zugriff auf die NSA-daten und -tools bekommt (sicher nicht die dicken grabscher von der TSA ;)) und die NSA selbst hat weder die kapazitäten noch die ressourcen, um massenhaft touristen abzufertigen (stell dir vor, die müssten jedem TSA-grapscher ein snowden-gehalt zahlen ;))..

eine "fast freiwillige" herausgabe der zugangsdaten durch die reisenden "für alle fälle" würde hier einfach enorm viel zeit und geld sparen, weil man sich eben garnicht mehr an die NSA wenden müsste..
 
Gut das ich eh nie freiwillig in ein dritte Welt Land reisen würde. Nachher krieg ich da noch Ebola. Nach allem was ich übers dortige Gesundheitssystem weiss könnte mich da ein Obdachloser beissen und ich bekomme Tollwut, Pocken, die Pest und AIDS. Oder die Brut von einem Anti-Vacc Unterschichtler. Die wilden sind ja im Schnitt schlechter versichert als Haustiere hier.

Ekelhaft.

Beruflich wärs was anderes, dann bekäme ich ja ein Hotel und kämnme nicht mit dem Pöbel in Kontakt. Politisch stabil ist es ja fast wie Deutschland.
 
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