@Seedy und @alter_bekannter:
Ihr beiden sprecht von Fingerprinting anhand der Datei-Kodierung?
Naja, das Prinzip ist wie bei einem Drucker... damit wurden auch schon Fälle gelüftet, anhand von Druckerfarbe/Papier. Aber bei reinen Pixeldaten ist das eher marginal...
Aber im Grunde ist es genau so mit einer Datei - jedoch wird auch bei einer Datenübertragung von einem Ort zum anderen, nichts an der Datei verändert - die Abfolge wie die Informationen durch die Leitung übertragen werden, sind eigentlich "bitgenau", und wer natürlich CRC Fehler in seiner Internetleitung hat, bekommt manchmal auch defekte Daten zurück. Aber deswegen gibt es ja auch Fehlerkorrekturverfahren und Checksums/Prüfsummen, um Inhalte so gut wie möglich zu verifizieren und sicher zu stellen, dass das was reingekommen ist, auch dem entspricht, was rausgegangen ist.
Wo ihr beiden aber Recht habt - wenn ich eine Grafikdatei durch etwas neu kodieren lasse bzw. ein Hoster - wird man, so fern keine Metadaten enthalten sind - niemand direkt herleiten könnten aus welchem Tool das Bild stammt. Da vermutlich noch eine "Optimierung" durch Imagemagick oder andere Tools vorgenommen wird und das Bild sich verändert, je nach Kodierungseinstellungen bzw. Qualität oder ob Pixel "weichgezeichnet werden" oder "Jitter"/"Artefakte" erzeugt werden. Und wenn auch nur ein Byte verändert wird, fehlt theoretisch die Eindeutigkeit.
Und man darf nicht vergessen, ich kann die Pixelwerte ja auch bearbeiten, so das ich mir Artefakte "rausrechnen" lasse - jetzt habe ich das Bild vielleicht dann in eine "optisch" bessere Qualität gebracht, heißt das dann automatisch das ich der Autor des Bildes sein muß. Ich denke nicht.
Aber natürlich kann man es auch so sehen, man kann bei gewissen Abfolgen der Kodierung noch etwas herleiten - weil jede Programm/Bildbibliotheksversion ja einen eigenen bzw. gemeinsamem Kodierungsalgorithmus verweden um ein Bild "effizent" abzuspeichern. Kommt auf die Implementierung an. Aber wie die Datenstruktur aufgebaut ist "Header" mit Dateityp, eventuell Breite, Höhe oder ähnlichem und Metadaten"blocks", ist festgelegt - da sonst gar nicht gewährleistet werden kann, das ein Bild von Firefox dargestellt werden kann, das mit Gimp oder Photoshop abgespeichert wurde. Jedoch wendet jedes Tool andere Optimierungen an - das wäre eindeutig, hier gibt es ja keinen Zufall - sondern nur einen Algorithmus.
Man könnte jetzt noch andere Parameter hinzuziehen, wie zum Beispiel Erstellungszeit auf dem Quellrechner und Uploadzeit bei einem Hoster - aber das wäre blanke Mutmaßung zu sagen, "2 Minuten Differenz" - das IST die Person. Es liegt nahe, aber ist eine sehr wage Behauptung weil theoretisch auch jeder andere dafür in Frage kommen könnte, bei einer großen Anzahl von Usern.
Was einen jedoch auch verraten kann, eine Farbprofil Angabe - das ist ja häufig bei Kameras so, das diese solche "Metadaten" mit einbinden. Ändert nichts am Bild/Pixeln, soll aber wohl für die "korrekte" Farbdarstellung an einem Monitor sorgen und wie die Farben durch das Gerät bei möglichen Abweichungen bei der Farbdarstellung eines Monitors, ausgeglichen werden sollen.
Oder ein Copyright Metatag in Photoshop oder EXIF Informationen (sind ja auch Metadaten).