Unbekanntes Bauteil - Widerstand?

thom53281

SYS64738
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Hallo zusammen,

sind ja auch ein paar Elektronikspezialisten hier unterwegs. Ich bin mir aktuell mit einem Bauteil etwas unschlüssig.



Die Platine ist leider ziemlich gut in einem Gerät verbaut, das regelmäßig gebraucht wird (und aktuell noch funktioniert, wenn auch eher solala). Da das Zerlegen nicht besonders trivial ist, möchte ich die Platine erst dann ausbauen, wenn ich das Ersatzteil bereits da habe. Daher kann ich es jetzt schlecht z. B. vorab auslöten und untersuchen.

Das Bauteil scheint ganz offensichtlich etwas abbekommen zu haben. Auch die Platine ist an der Stelle verschmort. Aber was könnte das für ein Bauteil sein? Ich hätte ja spontan gesagt, ein Widerstand. Auch die Tatsache, dass ein Farbcode darauf aufgedruckt ist, spräche dafür. Aber mich stört die Metallkappe, denn bislang hab ich noch nie im Leben einen Widerstand mit Metallkappe gesehen. Oder liegt das daran, dass die darüberliegende Schicht bereits abgeplatzt ist? Diode wird es wohl eher nicht sein, die würde es wohl eher sprengen wenn sie heiß wird. Gibt es solche Widerstände oder hab ich da gerade irgendein Bauteil nicht auf dem Schirm?


Danke! :)
 
Ich würde auch auf Widerstand tippen. Die grüne Farbe rechts ist vermutlich die ursprüngliche, der Rest hat sich wohl durch abblättern/überhitzen verändert.
Ansonsten gibt es noch Induktivitäten in solcher Bauform mit Farbringen, sonst ist mir nichts bekannt.


Da das Teil offenbar unzureichend dimensioniert war, würde ich es durch eines mit höherer Leistung ersetzen
 
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  • #3
Dass ich da dann was größeres einlöten werde, sollte klar sein. :D

Wenn das ein Widerstand sein sollte und da dann im Prinzip ein Teil fehlt, dürfte es aber schwer werden, den noch anhand des Farbcodes noch zu identifizieren. Weil ich mich nicht drauf verlassen kann, dass ich alle Ringe sehe und sie noch die richtige Farbe haben.
 
Stimmt. Eine Messung ist auch nicht unbedingt verlässlich da sich durch Überhitzung der Wert geändert haben könnte...
 
Wie Pleitgengeier schon sagt.
Ist es ein Widerstand ist es kaum mehr möglich den richtigen Wert zu ermitteln.
Wenn du aber beim nachmessen einen Wert von unter einem Ohm hast, könnte es sich auch um eine Induktivität handeln. Das lässt sich immer noch nachmessen.
Wenn du die exakte Bezeichnung der Platine ermitteln kannst (Modellnummer/Revision) sind immer auf der Bauteilseite aufgedruckt oder auf Lötseite eingeätzt.
Dann kann man die Google-Bildersuche bemühen. Da wurde ich auch schon fündig und habe die richtige Platine gefunden. Bzw. ein gutes Foto davon. :cool:
 
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  • #6
Ok, nachdem ihr meine These mit dem Widerstand ebenfalls geteilt habt, habe ich mir gedacht, Widerstände hab ich in nahezu allen Größen da. Also in den sauren Apfel gebissen und das Gerät... nicht zerlegt. :D

Das Teil hatte sich quasi schon selbst freigebrannt. Bisschen mit dem Lötkolben hingefasst, schon ist es herausgefallen. Musste die Platine daher nicht ausbauen, sondern nur den Widerstand rausschütteln. Der Widerstand war dabei wohlgemerkt noch durchgängig. Gemessen habe ich 760kOhm. Da das Gerät noch funktionierte, dachte ich mir, so falsch kann der Wert nicht sein. 760kOhm hatte ich aber nicht da, daher 750kOhm genommen.

Der eigentliche Fehler entpuppte sich dann beim Einlöten. Die Leiterbahnen waren abgebrannt und daher ein Wackelkontakt. Daher etwas improvisiert. So wie fast immer.

 
Kann ein Mod das bitte mal in den Pfuscher-Thread verschieben. :D
Mach noch ne Lage Isolierband drunter.

Wenn das wirklich "ursprünnglich" 760kOhm waren, was muss da für eine Spannung anliegen damit ein Strom fließen kann der den weg brennen lässt?
Irgendwie kommt mir das etwas suspekt vor.
 
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wenn ich den Widerstand direkt an 230 Volt klemmen würde, würden da gerade mal 0,0003A fließen. (wenn ich mich nicht verrechnet habe)
 
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  • #11
Mea culpa, Ohm nicht kOhm. :m

Flüchtigeitsfehler weil ich die kOhm-Skala vom Ohmmeter wegen dem Messbereich brauchte. Hab natürlich trotzdem den richtigen Wert eingelötet weil ich beide mit dem Ohmmeter verglichen habe.


Die Platine ist von einem Schweißgerät, wo man die letzten Wochen immer zu zweit schweißen musste. Einer schweißen und einer die ganze Zeit dagegen treten.

Kann ein Mod das bitte mal in den Pfuscher-Thread verschieben. :D
Mach noch ne Lage Isolierband drunter.
Der Widerstand kann nicht viel aus, Berührungen ausgeschlossen. Aufgrund der kaputten Leiterbahnen hatte ich nicht viel Alternativen.
 
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  • #13
Keine Ahnung was der genau macht. Sehe ja nicht mal die ganzen Bauteile. Dazu müsste ich einiges zerlegen.

Die Prüfplakette auf der Platine ist von 1983. Nehme daher an, dass es ungefähr so alt oder älter ist. Da darf dann auch mal ein Widerstand abbrennen. ;)
 
Da das Teil offenbar unzureichend dimensioniert war, würde ich es durch eines mit höherer Leistung ersetzen

Größter Fehler ever...

Möglich wäre es daß es ein Vorwiderstand ist, der für irgend ein Bauteil oder -gruppe die Eingangsspannung reduziert. Aus diesem Grunde muß er sehr warm werden. Wenn er aber in dieser Art abbrennt liegt die Ursache dafür meist an anderer Stelle. Bei älteren Schaltnetzteilen läuft gerne mal die Spannung hoch, daher sollte man vielleicht die relevanten Spannungen nachmessen.

Sinnvollerweise ist der auch nur durch einen gleichwertigen Widerstand zu ersetzen und nicht durch eine x-beliebige Ausführung.
 
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  • #15
Das ist in dem Fall jetzt kein Teil eines Netzteils. Auch dürfte es schwierig werden, ohne irgendwelche Schaltpläne und Infos entsprechende Messungen durchzuführen. Schaltnetzteile dürften bei dem Baujahr sowieso eher nicht zum Einsatz gekommen sein, da mach ich mir jetzt wenig Sorgen ohne überhaupt nachschauen zu müssen. :D

Ich vermute, dass der Widerstand irgendwann mal schon ersetzt wurde. Daher war er nicht mehr zu 100% auf der selben Position wie die anderen, auch die vorgefundene Lötung spricht dafür. Womöglich war damals keiner in der ausreichenden Größe verfügbar, weswegen man den nächstkleineren nahm und sich nichts dabei dachte. Das Gerät funktionierte auch einwandfrei. Nur die abgebrannte Leiterbahn sorgte eben dann irgendwann für einen Wackelkontakt. Daher halte ich das jetzt schon für vertretbar, hier einen etwas größeren Typ einzulöten. Wir werden sehen, was passiert.
 
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