[Politik und Gesellschaft] Um Kinderwagen auszusperren: Café in Berlin errichtet Poller vor Eingang

baby-carriage-337698_640.jpg Die Besitzerin eines Cafés in Berlin hat vor dem Eingang zwei Poller errichten lassen, um so Kinderwägen aus den Räumlichkeiten fernzuhalten. In der Vergangenheit wurden durch diese immer wieder Schäden verursacht. Damit sorgte sie jedoch für einen Shitstorm in den sozialen Medien, allen voran Twitter. Da durch die Poller auch keine Rollstühle mehr ins Café fahren können, bezeichneten sie viele als kinder- und behindertenfeindlich.

Die Besitzerin rechtfertigt die drastische Maßnahme damit, dass Kinderwägen in der Vergangenheit immer wieder Schäden, zum Beispiel an den Wänden, verursacht haben. Bevor die Poller vor etwa zwei Monaten angebracht wurde, hat man mit Schildern versucht, die Besucher dazu zu bringen, Kinderwägen nicht mit ins Café zu bringen. Diese wurden jedoch meistens ignoriert.
Die Besitzerin bezeichnet sich keineswegs als kinderfeindlich. Sie selbst sei Mutter und habe Kinder, wie sie zu ihrer Verteidigung sagte. Und Rollstuhlfahrer konnten den Eingang schon zuvor nicht nutzen, da dazu auch eine Stufe überwunden werden müsse. Für diese gibt und gab es nach wie vor einen barrierefreien Seiteneingang.

Im Internet wurde die Maßnahme erstmals von dem Schriftsteller Albrecht Selge über Twitter . Nach seiner Auffassung seien die Poller "unmöglich".
Mittlerweile hat sich auch das Bezirksamt Mitte von Berlin über Twitter dazu geäußert. "Wir haben das bereits an die Beauftragte für Menschen mit Behinderung weitergeleitet", heißt es in einer auf Selges Tweet.


Bild: Symboldbild (via )
Quelle:
 
In der Gratiszeitung stand außerdem dass mit den Kinderwägen das Lokal regelrecht verbarrikadiert und zu Stolperfallen für Kellner wurde, ganz abgesehen von blockierten Fluchtwegen. Was am Ende viel wichtiger ist: Privates Lokal, ergo Hausrecht.
 
Da es jetzt auf Twitter war gilt kein Hausrecht mehr, jetzt gilt Mobrecht.
 
Wollte ich keine Kinder in meinem Laden würde ich einfach eine laute Schallquelle installieren, mit einer Frequenz, die Erwachsene nicht mehr im Stande sind zu hören. :coffee:
 
Hier in den Philippinen können sich Eltern nichtmal einen Kinderwagen leisten...
 


Alles eine Frage des Bedarfs und der Prioritäten.



So alt keine Moskitos mehr zu hören , wird niemand.
 
@c1i:
Meine Antwort bezog sich auf den zitierten Teil, nicht mehr und nicht weniger.

1. es ist kein privates Lokal, sondern ein öffentliches.
2. gelten für das Betreiben von öffentlichen Diensten vorschrifften, die das Hausrecht übersteuern.
-> Du kannst zum Beispiel trotz Hausrecht keine "nur für Weiße" politik betreiben.
 
1. es ist kein privates Lokal, sondern ein öffentliches.

Es ist ein Lokal das einer Privatperson gehört, es ist lediglich öffentlich zugänglich. Ob du über den Eingang eines Lokals nun ein "No colored people allowed" Schild hängst oder nicht hat auch keinen Einfluss auf Brandschutzverordnungen. Man könnte allerdings aus Gründen des Brandschutzes ein "No feminists allowed" Schild anbringen, denn wenn 250 Kilo im Eingang stehen ist auch nicht so ganz im Sinne der allgemeinen Sicherheit.
 
Eigentlich spielt das alles keine Rolle. Da sollen keine Kinderwagen mehr in das Cafe. Das ist ungefähr so wie ein Schild "Inlineskaten verboten".

Die Kommentare sind übrigens hervorragend.

Ich kann es nicht mehr hören. Der Kinderwagen bleibt einfach vor der Tür stehen, man nimmt das Kind auf den Schoss oder vor die Brust und setzt sich an den Tisch und verweilt. So benutzt man ein Café oder ein Restaurant. Wie es sich unter zivilisierten Mitmenschen gehört. So habe ich es immer gemacht, als meine Kinder noch Kinder waren.
 
Abgesehen davon, daß c1i vollkommen Recht hat, daß es hier um Sachgegenstände geht, nicht um Kinder, wäre es egal, daß es sich bei der Betreiberin um eine Privatperson handelt, da seit über 10 Jahren das Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz das Hausrecht schlägt.
 
Hey, wir leben im Jahr 2019! Wenn du dich nicht durch 9 von 10 Hinweisschildern beleidigt oder angegriffen fühlst bist du zu konservativ und für viele schon ein Nazi.
 
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