28" und 50cm entfernung

mit klassischen "fernsehern" und ihrer unendlich trägen bedienung komme ich irgendwie nicht zurecht.. seit der ersten TV-karte um die jahrtausendwende kann ich mir einfach nichts mehr sorgenfrei angucken, ohne maus/tastatur griffbereit zu haben..
und natürlich gibt es eine grenze für pixel bzw. bildschirmgröße, definiert durch das blickfeld.. ich setz mich ja genau so vor den monitor, dass ich auf einen blick möglichst alles im auge habe - und hier wären etwas mehr pixel als fullHD bzw. WUXGA von vorteil, zumindest für normale sehstärke.. allerdings dürfte bei 4k dann wirklich schluss sein, weil damit praktisch das gesamte blickfeld bei höchstmöglicher winkelauflösung des auges ausgefüllt wäre.. wer sich 2m oder gar noch weiter weg von der kiste setzt, wird selbst bei 60" kaum einen unterschied zwischen fullHD und 720p sehen - jede steierung wären verschwendete pixel..
was bei der "diskussion" irgendwie untergeht, ist die verfügbare bandbreite.. es werden keine neuen frequenzbänder für TV aus dem nichts kommen, zumindest auf sehr sehr lange zeit - beim klassischen kabel sowieso nicht (bei ~2-nochwas GHz ist eben schluss), bei satellit nicht ohne austausch der satellitenflotte und beim terrestrischen funk schon garnicht.. gleichzeitig scheint es aber offenbar immer mehr sender zu geben

- wenn also nicht gerade mehrere SD-frequenzbänder zu einem HD-sender zusammengelegt werden, wird bei gleicher bandbreite nur die auflösung erhöht, was genau garkeinen sinn macht (das würde dann aussehen wie diese 1-2GB "fullHD"-rips von der piratebay

).. effizientere codecs helfen da natürlich weiter, aber das geht nicht unbegrenzt, irgendwann ist das entropielimit erreicht und die kompression geht auf kosten der bildqualität, was durch die höhere auflösung nicht kompensiert werden kann..
da also offenbar nur die wenigsten ihr ganzes blickfeld mit dem monitor ausfüllen (mit einem couchtisch zwischen dem betrachter und dem monitor geht das eben nicht in der <100" liga), macht es eher sinn, bandbreite in die bildqualität zu investieren als in die auflösung - jedenfalls was rundfunk angeht; aber der diktiert ja (leider) die standards, und zwar noch vehementer als die pornoindustrie

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