[Politik und Gesellschaft] Udo Ulfkotte ist tot

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Der Publizist Udo Ulfkotte ist gestern an einem Herzinfarkt gestorben. Er war früher Redakteur für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) und bis zuletzt als Buchautor tätig. Seine Werke Verschlusssache BND (1997), Der Krieg in unseren Städten (2003) und Gekaufte Journalisten (2014) waren Bestseller. Ulfkotte vertrat rechtspopulistische sowie islamfeindliche Positionen und verbreitete Verschwörungstheorien. Außerdem war er Redner auf Pegida-Demonstrationen. Seine Werke erschienen unter anderem im rechten Kopp-Verlag, für dessen Webseite er zusätzlich als Autor tätig war.
Der Publizist hatte schon länger mit seiner Gesundheit zu kämpfen: Mehrere Herzinfarkte, eine Malaria Tropica und ein Skiunfall setzten ihm zu. Außerdem hat er eine Krebserkrankung überstanden. Udo Ulfkotte wurde 56 Jahre alt.


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Ulfkotte vertrat rechtspopulistische sowie islamfeindliche Positionen und verbreitete Verschwörungstheorien. Außerdem war er Redner auf Pegida-Demonstrationen. Seine Werke erschienen unter anderem im rechten Kopp-Verlag, für dessen Webseite er zusätzlich als Autor tätig war.

Dann verstehe ich nicht so recht, warum hierfür noch eine finale Bühne gegeben werden muss.
 


Damit du dich darüber aufregen kannst. :D

Abgesehen davon, dass ihr auch eine Bühne geboten wurde. Warum also bei dem Typen nicht. Der eine oder andere wird den Typen vielleicht kennen - und sei es von Negativschlagzeilen.
 
Ich rege mich nicht wirklich auf. Ich bin nur der Meinung, man sollte jeden in Frieden gehen lassen, muss allerdings auch nicht jedem gedenken. ;)
 
Wenn eine Person sich ins öffentliche Leben drängt, kann man sie auch öffentlich verabschieden.
Bügle wegen Ulfkotte auch nicht das kleine Schwarze auf. Für Roman Herzog hätte ich es gemacht.
 
Falls es einige nicht verstehen:
Das hier sind "News", also die platte Information das jemand tot ist.
Um es in die News zu schaffen braucht man folgende Qualifikation:

hinreichende Bekanntheit.
erfolgreiches überwinden des Lebens.

Das hier sind kein Nachruf und keine Würdigung in irgendeiner Form.
(Das wird es nur, oder eben nicht durch die Reaktionen der Schreiber)


Ich selber konnte Ulfkotte nie ausstehen, empfehle aber seine Texte über Journalismus.
Die sind recht interessant, man darf halt nur beim Lesen den Kontext seiner Person nicht vergessen.
 
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  • #9
@foesenMurz: Auch Leute wie Ulfkotte sterben und das ist eben eine Nachricht wert.

@Seedy: Seine Texte über Journalismus fand ich unbrauchbar. Die Kritik, die da drinsteckt, haben andere sachlicher und besser aufgeschrieben, ohne seine ständigen Übertreibungen und den Alarmismus. Und wenn er von seinen eigenen Erfahrungen berichtet hat, war das sehr unglaubwürdig.
 
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Ein Mensch ist früh gestorben.
Wenn man über einen Toten nichts Gutes zu berichten weiß, sollte man schweigen.
 
@KaPiTN: "Über die Toten nur Gutes" ist die hohlste und dämlichste Phrase, die je aufgestellt wurde:

1. Wird beliebig aufgehoben oder hochgehalten, ist daher ungerecht.
2. Der Tod ist keine Leistung, die Respekt abnötigt.
3. Ein Mensch, der im Leben keinen Respekt verdient hat, verdient ihn auch nicht nach dem Tod.
4. Die Vergangenheit steht (nach derzeitiger Lehrmeinung) fest - sie zu ignorieren ist sträflich, weil sie sich so wiederholt.

Wenn du das also gerne so siehst, will ich von dir NIE WIEDER ein schlechtes Wort über Adolf Hitler hören. Ich glaube, damit hab ich dir im Mindesten Punkt 1 bewiesen.
 
Ich persönlich war überrascht und erfreut über seinen Tod. Seine Bücher im KOPP Verlag haben maßgeblich zur Realitätsverzerrung in den Köpfen so mancher besorgter (Reichs)Bürger beigetragen. Der Mann war ein heimtückischer Demagoge und liebte es Öl in alle Feuer zu gießen denen er begegnete. Oh und für jene die solche Äußerungen geschmacklos finden: im Gegenzug bin ich niemandem böse der sich freut wenn mich mal ein natürlicher Tod ereilt. Das ist doch sehr fair von mir, oder?
 
@KaPiTN: "Über die Toten nur Gutes" ist die hohlste und dämlichste Phrase, die je aufgestellt wurde:
...

stimmt.
Wenn man aber zu Lebzeiten nichts über einen Menschen sagen konnte bzw. zu Lebzeiten keine Kritik anbringen konnte, dann ist das nach dem Tod einfach nur ekelhaftes und feiges Nachtreten.
Daher ist sowas einfach nur überflüssig:

Hui, "geh sterben" scheint zu helfen.

Dann einfach lieber mal dezent den Mund halten.
Dann müsste ich auch nicht meine Zeit vergeuden in einem thread zu posten zu einem Menschen der mich nicht interessierte, sowohl zu Lebzeiten als auch nicht nach seinem Tod.

Ich habe aber nicht "de mortuis nullum nisi bonum" zitiert

sondern

"de mortuis nil nisi bene"
ei ei ei.
Wenn du schon höchst gebildet erscheinen willst, dann solltest du aber auch die Phrasen richtig nutzen.

Wenn man über einen Toten nichts Gutes zu berichten weiß, sollte man schweigen ist gleichzusetzen mit "de mortuis nullum nisi bonum":rolleyes:
Also hast du sehr wohl das zitiert:
...
Wenn man über einen Toten nichts Gutes zu berichten weiß, sollte man schweigen.

Ein "de mortuis nil nisi bene" (über Tote (redet man) nur gut) kann ich in deinem Beitrag nicht lesen:
...
Wenn man über einen Toten nichts Gutes zu berichten weiß, sollte man schweigen.

Also bitte, wenn du das nächste mal altklug erscheinen willst, recherchier vorher richtig.
 
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Ja, sind wir.

Edit: Da nachgefragt wurde: Es geht mir nicht um den Verstorbenen, der Ton hier untereinander ist das Problem.
 
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