TV-Mitschnitte haben einen sehr großen Speicherbedarf.

simpliziss

gelangweilt
Registriert
14 Juli 2013
Beiträge
1.958
Ich hätte da mal eine Frage. :D

Ich wundere mich, daß das Mitschneiden von TV-Sendungen mit meiner TV-Karte 2 GB für 45 Minuten umfassen während ein entsprechender Youtube-Download derselben Sendung mit dem Download-Helper des FF (mp4) nur 200 MB groß ist.

Und nun die Frage:

Liegt das daran, daß die mitgeschnittenen TV-Sendungen unkomprimiert sind und der Download-Helper eine hohe Kompressionsrate anwendet?
 
Gegenfrage: welche Formate werden aufgezeichnet? Welche Auflösung?
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #3
Ich vermute mal, daß die TV-Karte die empfangenen Signale von der Sat-Schüssel 1 zu 1 an die Grafikkarte weiterreicht.

Der TV-Mitschnitt nennt sich ".mpg" und der Youtube Download ".mp4"
 
Das Wichtigste hast du nicht beantwortet: die Auflösung... zu sehen in den Dateieigenschaften afaik.
 
Genau: die Auflösung SOLLTE schon identisch sein, damit ein Vergleich Sinn macht. Ansonsten:

Liegt das daran, daß die mitgeschnittenen TV-Sendungen unkomprimiert sind und der Download-Helper eine hohe Kompressionsrate anwendet?
Wenn du eine analoge TV-Karte benutzt, KÖNNTE es daran liegen.

Wenn du hingegen eine DVB-S-, DVB-C- oder DVB-T-Karte verwendest, sieht die Sache anders aus. Bei digitalem TV-Empfang wird komprimiertes Video und Audio ausgestrahlt (bei HD-Kanälen üblicherweise: -Video + - oder -Audio / bei SD-Kanälen üblicherweise: -Video + MP2- oder AC3-Audio), welches bei der Aufnahme unverändert (eben: komprimiert) auf der Festplatte abgelegt wird.

Der Download-Helper komprimiert übrigens auch nicht (es sei denn, man wählt statt "Herunterladen" den Punkt "Herunterladen & Konvertieren"). Zwar nutzt auch YouTube H.264 für die Videokomprimierung (+ für die Audiokomprimierung), allerdings mit einem Rausch-Filter davor und extrem hoher Kompressionsrate. Das sieht man dann auch im direkten Vergleich -> ein YouTube-Video in 1080p sieht im Vergleich zum selben Video als 1080p HDTV-Mitschnitt üblicherweise sehr viel "glattgebügelter" aus und zeigt häufig auch Kompressionsartfakte wie z.B. (= ein Hinweis darauf, dass die Datenrate viel zu niedrig war, um das Bild in adäquater Qualität festzuhalten).


Der TV-Mitschnitt nennt sich ".mpg" und der Youtube Download ".mp4"
Dateiendungen sagen rein gar nichts aus. Bestenfalls erfährt man auf die Art das Containerformat - aber das Containerformat sagt ungefähr so viel über seinen Inhalt aus, wie die Farbe eines Kartons über dessen Inhalt verrät... nämlich: gar nichts ;) .
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #6
@ besterwosgibt

die Dateieigenschaften geben keine Auflösung an.

@ RickDalton,

es ist eine (uralte :D) DVBS-Karte von Hauppauge; die Nexus.

Das sind die "normalen" Sat-Programme von Astra ARD, ZDF etc etc
 
Über welche Technik nimmst du denn auf? DVB-S, DVB-T oder DVB-C? Bei jeder einzelnen werden unterschiedliche Kompressionsverfahren und Qualitätsstufen eingesetzt, Bei DVB-S mit SD-TV wird z.B. MPEG2 eingesetzt, wie sie auch bei DVDs vorkommt, was auf deine 2 GB bei 45 Minuten passt.

Bei Youtube wird eine wesentlich modernere Komprimierung eingesetzt, h.264, was eine sehr viel größere Datendichte bei gleicher Qualität bedeutet. Davon ab wird die Qualität bei Youtubevideos meist noch heruntergeschraubt, so das man gar nicht an die Qualität von DVB-S oder DVB-S2 heran kommt, was auch wiederum Platz spart.

Edit: Ich brauch zu lang...
 
Ohne Auflösung kann man dir nicht wirklich weiterhelfen - zumindest der VLC sollte das rausfinden können. ;)
 
es ist eine (uralte :D) DVBS-Karte von Hauppauge; die Nexus.
Die Nexus gab es als DVB-S- (Nexus-S) und als DVB-C- (Nexus-CA) Variante. So oder so kann sie nur nur SD-Kanäle empfangen... also MPEG2-Video mit MP2- oder AC3-Ton. MPEG2 komprimiert nicht besonders effektiv. Abgesehen davon, hast du selbst bei DVB-Aufzeichnungen keinen Einfluss auf die Aufnahmequalität, da (wie gesagt) der Datenstrom GENAU SO WIE IHN DER SENDER ÜBER DEN ÄTHER SCHICKT auf die Platte geschrieben wird.

YouTube benutzt hingegen (wie schon mehrfach erwähnt) H.264 für die Videokompression - und das arbeitet deutlich effektiver. Außerdem übertreibt es YouTube sowieso mit der Komprimierung (was sich in der Qualität bemerkbar macht, aber halt auch Bandbreite spart).
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #10
Wie ich schrieb ist es die S-Variante.

Aber mittlerweile ist mir der Zusammenhang einigermaßen klar. Ich will ja auch nicht allzu tief in die Technik einsteigen. Jeder hat eben seine eigenen Prioritäten; aber manchmal braucht man eben eine Erklärung, wenn man sich über etwas wundert.

Vielen Dank also für die Antworten.
 
Zurück
Oben