Trocknet ein nasses Handtuch im Weltall?

Duden schrieb:
nass: von Feuchtigkeit, besonders Wasser, durchtränkt oder von außen, an der Oberfläche damit benetzt, bedeckt
Niemand würde Eis als "nass" bezeichnen, insofern hast du Recht. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist Wasser nicht Eis.
 
die frage heißt aber nicht 'trocknet ein gefrorenes handtuch im weltraum?'
 
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  • #23
Ob der TS so tief in die Materie gehen will?

Ganz klar spricht der TS aber übrigens von einem Vakuum und einer angenommenen extrem tiefen Temperatur. Und das beantwortet ja schon viele deiner Fragen bezüglich Teilchendichte etc.
Ich möchte überhaupt nicht tief in die Materie gehen, weil ich in Physik ganz und gar nicht gut war ;)


technisch gesehen hast du recht, ich glaube aber das es für das Experiment des TS schon ausreichen müsste)
Jap, reicht mir persönlich vollkommen aus.


Es ist auf jeden Fall interessant, die Diskussion hier zu verfolgen, weil man sich ja doch nicht so einig ist.
Meine eigentliche Frage wollte ich wirklich komplett simpel halten, ohne großartig viele Parameter mit einzubeziehen. Eben ein Handtuch, mit dem man sich ordentlich abgetrocknet hat und nicht ins Wasser gelegt hat. Der Weltraum ist für mich grob einfach als ein Raum, welcher ein Vakuum hat, das gegen Null geht, eine extrem niedrige Temperatur (so 20K oder so..) und halt resultiert durch das Vakuum kaum andere Atome rumschwirren, wo eben die Energie auch abgegeben werden kann.
Reicht diese Definition aus? :)
 
Ist eigentlich recht simpel, denn es wurden auch schon mehrere vereiste Kometen im Vorbeiflug an der Erde beobachtet. Der Schlüssel dazu liegt in den Grundregeln der Sublimation. Die Sublimation ergibt sich aus der Mischung von atmosphärischen Druck und Temperatur. Je höher die Temperatur und je höher der Druck desto stärker die Sublimation. Für diese Berechnung brauchts keinen Taschenrechner denn im Weltraum herrscht nahrzu der Nullpunkt (Laut Wikipedia ungefähr minus 270 Celsius) und ein Druck von 0 Bar. Im Klartext: Das Handtuch friert sofort ein und bleibt es auch da keine Sublimation stattfinden kann.
 
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  • #25
Aber durch den Druck von 0 Bar will sich das Wasser doch ausbreiten, was heißt, dass es gasförmig wird oder?
Oder spielt da die Anomalie des Wassers ein Strich durch die Rechnung, da es bei +4°C die höchste Dichte hat?
 
Die extrem niedrige Temperatur nahe des Nullpunktes verhindert Teilchenbewegungen auf molekularer Ebene. Da kann sich nichts ausbreiten.
 
Aber während das Handtuch abkühlt, was ja nicht schlagartig eintritt, gibts schon noch Bewegung auf molekularer Ebene.
 
Interessant finde ich da .

Zusammengefasst herrscht im Weltraum eine Temperatur zwischen -270°C und +100°C abhängig von Sonneneinstrahlung. In 19km Höhe beträgt der Siedepunkt von Wasser 37°C.
Wenn also das nasse Handtuch Sonnenstrahlung ausgesetzt ist, würde das Wasser sehr schnell verdampfen und das Handtuch wäre trocken. Wenn es aber keine Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, würde es fast augenblicklich gefrieren.

Das sollte auch erklären, warum Kometen in Sonnennähe einen Schweif haben, die Sonne schmilzt das darin gefrorene Eis.
 
Wenn also das nasse Handtuch Sonnenstrahlung ausgesetzt ist, würde das Wasser sehr schnell verdampfen und das Handtuch wäre trocken. Wenn es aber keine Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, würde es fast augenblicklich gefrieren.
D’accord! Es geht um dieses fast, es ist abhängig von der Wassermenge und der Ausgangstemperatur. Je weniger und desto heißer das Wasser ist (und je höher die Ausgangsgeschwindigkeit, aber das ist eine andere Geschichte), umso trockener wird das Handtuch am Ende, wenn alle Energie verbraucht ist, sein.
 
Es gibt aber keine Luft, an die der Dampf abgegeben werden kann. Was soll jetzt verhindern, daß (das Wasser kondensiert/friert und) und das Tuch naß bleibt?
 
Ich frag dann mal ganz Laienhaft: Wird denn nicht Energie abgegeben? Wo geht die hin bzw. in was umgewandelt?
 
Das ist wie bei einem Kometenschweif, der "verdampft" ja auch ins All.

In kinetische Energie. Die Wassermoleküle verlassen das Handtuch.
 
Das ist wie bei einem Kometenschweif, der "verdampft" ja auch ins All.

rein von der Wahrscheinlichkeit her sollte es in den unendlichen Weiten des Universums ja sicher auch einen Kometen aus nassen Handtüchern geben.
Vielleicht können wir die Wahrscheinlichkeit auf einen "Frottierschen Kometen" sogar berechnen?
 
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