Traumdeutung: Wissenschaft oder Esoterik?

Das Hirn hat aber das riesige Problem, dass es auf Speicher nicht beliebig schreiben/zugreifen kann.
Warum reicht es nicht, Texte ein mal zu lesen um sie zu speichern?
Warum kann ich mich nicht an alles erinnern was ich je gehört/gelesen/gesehen habe?
Warum sind Erinnerungen oft temporär nicht verfügbar?
 

Alles was du beschreibst gibt es ja.
Meist aber zum Defizit einer anderen Fähigkeit.
Asperger und Autisten haben oft ziemlich krasse Talente, leider aber oft zu einem horrenden Preis

Das geht aber weg von Thema träumen.


Also halten wir bis jetzt mal Fest:
Träumen ist das Verarbeiten von Sinneseindrücken, Gefühlen und erlebten vom Tag.

Zwei Fakten sind:
Es gibt ein "Unterbewusstsein" Welches wesentlich mehr mit bekommt, als das Bewusstsein so wahrnimmt.
Das liegt daran, dass unser Gehirn vieles "unwichtige" zwar aufnimmt, aber erstmal Wegfiltert, da sie für den Augenblick keine Relevanz haben.

Im Traum werden diese Wahrnehmungen sortiert und ausgewertet.
Somit kann man durch träume durchaus Informationen bekommen.
Keine neuen, aber ausgewertete die man während des Wachzustandes aufgenommen hat.

Wie bei mir z.B.
Das ich unterbewusst weiß das ich den Wecker nicht gestellt habe.
Die Information erzeugt ein Angstgefühl, dass ich verschlafe.
Stress den ich deswegen haben werde.

Die Symboliken die im Traum auftauchen sind aber sehr variabel und sehr persönlich.
Wie ich unten schrieb, hab ich z.B. bestimmte Symboliken bei mir erkannt.
Diese gelten aber NUR für mich und NUR für meine Träume.
Vögel wenn ich den Wecker vergesse, warum Vögel?
Weil ich frühr vor meinem Fenster ein Baum hatte, auf dem IMMER Vögel gesessen haben.
Da ich normalerweise immer mit dem Sonnenlicht aufwache (wenn ich meinen Biorythmus nicht wieder so abfucke wie jetzt grade),
ist das die Zeit in der die Vögel zwitschern.
Somit sind diese Vögel in meinem Bewusstsein mit Aufstehen verbunden.
ergibt also irgendwie Sinn, ganz ohne Eso Schwachsinn.
 
Wenn man aufzeichnet, wann die Menschen die längsten Traumphasen haben, kommt man auf Freitag. Träume deuten ist Blödsinn.
 
Der Alptraum hat mich aufgeweckt und drekt an der Wand so 30 cm von meinem Kopf saß eine schwarze haarige 7cm Kellerspinne.

Ich fand das interessant, das mit der Traum quasi mitgeteilt hat, dass dort etwas ist.
Danach habe ich immer, wenn ich von Spinnen geträumt habe, den Raum um mein Bett abgesucht und fast immer eine unter/hinter/neben dem Bett gefunden.

Und da wo ich wohne, sind extrem wenig Spinnen.
Wenn ich die gegenprobe gemacht habe, also abgesucht ohne vorher davon zu träumen, hab ich nie eine Gefunden.

Wirklich erklären kann ich es nicht, aber es funktioniert empirisch zumindest.
So entstehen esoterische Überzeugungen. Jetzt nicht bei dir, aber generell.
Ein auslösendes eingeprägtes Ereignis und dann warst du biased und hast mit deinem Verhalten deine Überzeugung untermauert.

Weil ich frühr vor meinem Fenster ein Baum hatte, auf dem IMMER Vögel gesessen haben.
Da ich normalerweise immer mit dem Sonnenlicht aufwache (wenn ich meinen Biorythmus nicht wieder so abfucke wie jetzt grade),
ist das die Zeit in der die Vögel zwitschern.
Somit sind diese Vögel in meinem Bewusstsein mit Aufstehen verbunden.
Da das Gehirn sehr assoziatic arbeitet finde ich das sehr nachvolliehbar.
 
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So entstehen esoterische Überzeugungen. Jetzt nicht bei dir, aber generell.
Ein auslösendes eingeprägtes Ereignis und dann warst du biased und hast mit deinem Verhalten deine Überzeugung untermauert.
Nun, ich neige absolut nicht zu Spiritualität und auch nicht zu Esoterik.
Ich geh davon aus, dass es dafür eine Sinnvolle, Logische und haltbare Erklärung gibt.

Was ich auch weis ist, das Esoterik oft funktioniert.
Aber mehr durch den Placebo effekt, als durch wirkliches Wirken.

Woran ich aber glaube ist, dass unser Gehirn ein ziemlich Mächtiges Instrument ist.
Es hapert nur ab und an, an der internen Kommunikation zwischen bestimmten Teilen des Gehirns.
So geht viel verloren, während man es sich selber mitteilt.

Wie ich sagte, ich glaube habe die Spinne irgendwie wahrgenommen, vermutlich gesehen oder vorm schlafen frische Spinnenweben oder sowas.
Und bau das einfach in den Traum ein.

Da man im Schlaf ja auch die Augen aufmacht, riecht und hört und diese Sinneseindrücke auch aufgenommen werden.

Mein Vater schläft z.B. mit nem Block neben dem Bett.
Der hat ab und an, wenn er Fachliche Probleme auf der Arbeit hatte, die Probleme faktisch im Schlaf gelöst und sich dann nachts Notizen aufgeschrieben.
 
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Das ist es, was ich mit unserem Unterbewusstsein meinte. Denn dieses schützt uns davor, auf alles zugreifen zu können, denn wir könnten alle Sinneseindrücke, die wir in einer Sekunde wahrnehmen, sonst gar nicht verarbeiten. Geschweige denn die Datenmengen, die noch in unserer Erinnerung liegen.
 
Ich hab jetzt aus Zeit- bzw. Nicht-Zeitgründen nicht alle Beiträge gelesen. Allerdings habe ich mich vor ein paar Jahren mal selbst ein wenig mit dem Thema befasst. Dazu habe ich ein .

Ich halte auch nichts von der Traumdeutung im Sinne von Freud. Dort bedeutet einfach alles etwas mit Sex. Das mag für denn guten Herrn Freud gestimmt haben, bei mir passt das aber zumindest so nicht ganz. Die Sache ist hier aber einfach, dass man Traumsymbolik nicht verallgemeinern kann. Das bedeutet, dass ein Symbol nicht für zwei Menschen die gleiche Bedeutung haben muss und es bedeutet auch, dass ein Symbol für den gleichen Menschen in zwei verschiedenen Lebenssituationen nicht die gleiche Bedeutung haben muss.

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich auf jeden Fall zwei Dinge sagen:
1.) Wenn man versucht, sich an Träume zu erinnern (ich habe sie mal ein paar Jahre lang regelmäßig aufgeschrieben), dann erinnert man sich auf Dauer auch an mehr. Habe mich mal zeitweise jede Nacht an 1 bis drei Träume erinnert, während ich andere Zeiten hatte, zu denen ich mich auch mehrere Tage am Stück an keine Träume erinnern konnte.
2.) Ich konnte in meinen Träumen bisher keine wiederkehrende Symbolik erkennen und bin auch an der tatsächlichen Deutung gescheitert. Darum habe ich das auch irgendwann wieder aufgegeben. Im Moment träume ich einfach gerne, weil man da manchmal so unglaublich frei ist und einfach so wunderbare Sachen passieren :D

Jedenfalls schreibt besagte Forscherin, dass jeder seine Träume selbst deuten muss. Niemand drittes weiß so viel über dein Leben oder die eigene Gefühlswelt, dass er deine Träume für dich deuten kann. Das heißt natürlich nicht, dass es sich nicht lohnt, mit jemand anderem darüber zu sprechen. Oftmals bringen fremde Sichtweisen ja ganz neue Erkenntnisse. Aber ob eine Deutung passt oder nicht, das muss man letztlich selbst entscheiden.

Falls du interessiert an dem Thema bist, kann ich dir dieses Buch jedenfalls nur empfehlen. Und wenn es für dich noch keine befriedigenden Antworten bereit hält, dann kann es immer noch als Einstiegslektüre herhalten und dich auf weitere Spuren stoßen.
 
Hi,

ich führe ein Traumtagebuch, jeden morgen nach dem aufwachen google ich meinen Traum, und deren bedeutung, ich habe dadurch schon einige Situationen besser meistern können, da ich "vorbereiteter war" ich denke das was wir im alltag erleben mehr oder weniger bewusst oder nicht, kann im Traum zu einem "Bild" verarbeitet werden. Hatte natürlich auch schon etwas ähnliches wie glück in der Liebe das ist leider ausgeblieben :D
 
Ich glaube Träume besitzen schon einen Hang zur Realität und stelle mir das auch wie eine Art Gedankenreise vor bei der Mann in den Rückspiegel eines sehr intensiven Erlebnisses hineinblickt und dieses fortführt und (nach)bearbeitet bzw. verarbeitet.

Es gibt so Situation da träumt man von dem sprichwörtlich letzten das einem kurz vor dem wirklich Schlafen durch den Kopf gegagen ist, andererseits sind es Dinge die irgendwann mal passiert sind und vielleicht auch sogar verkettet zu einem aktuellen Ereignis gesehen werden können bzw. könnten die Eindrücke bzw. Nervenbahnen dicht beieinander liegen und die Synapsen als Träger feuern/reizen sich "quer" an so das man in Situation kommen kann die einen Fremd sind weil das Muster im Kopf nicht so abgelaufen ist. Letzteres könnte aber auch totaler Quatsch sein, ich bin kein Neurologe ;)

Traumdeutung hat schon etwas für sich, aber das es quatsch ist würde ich pauschal so nicht sagen - wenn man sich an etwas festbeist und sich im Traum nicht rühren kann zeugt das erstmal von einer Art Unfähigkeit eine Handlung oder Situation zu kontrollieren - man kommt sprichtwörtlich nicht vom Fleck und ist starr. Ich stelle mir hier vor das unser Gehirn an eine eine Grenze oder Mauer stößt die uns quasi wie aus Angst lähmt.

Andere "Ängste" die ich so kenne, man läuft vor etwas davon, kommt aber auch hier nicht vom Fleck, oder umgekehrt, man will etwas erreichen und kommt einfach nicht dazu hin und tappt auf der Stelle. Hier könnte man sich vorstellen das ein Reiz keinen anderen "Daten"strang gefunden hat der ein Muster besitzt das uns weiterkommen lässt?

Was mir persönlich allerdings eine Rätsel ist, die Situation das man im gewissen Maße fliegt. Ein komisches Gefühl von Freiheit, die mich aber aufgrund von akuter Höhenangst auch gleichzeitig verängstigt. Das ist geteilt schön aber auch etwas unangenehm, jedenfalls kann man aber daran gut sehen das wir diese Gedankenspiele schon "real" durchleben und unser Körper darauf reagiert. Das erkennt man am besten bei wirklichen Alpträumen wo man schwitzend bzw. total geschockt heraus aufwacht.


Eine andere Geschichte:
Ich habe im Traum an einer Software weitergearbeitet an der ich vor 3-4 Monaten mal gewerkelt hatte, am Ende kam im Traum eine Verbesserung heraus die im realen Leben verwendet werden kann. In dem Fall war es eine simple Zufallssteuerung einer Abspielsequenz, anstelle dessen von einem fixem Punkt (ab Eintrag 1) zu starten. Simple aber effektiv. Sehr :unknown:

Andere male, viel in Steam gespielt und vor allem mit guten Gefühl (man kann damit intensiver aufnehmen) habe ich an einer Art RPG mit Civ5 Elementen im Traum gebastelt, es wahren zwar nur Bruchteile - aber daraus habe ich mir dann im Traum etwas gebastelt, aus den letzten Eindrücken meine ich damit. Und bin aufgewacht und habe mir gleich Notizen dazu angefertigt wie und ob man das überhaupt so aufgreifen kann. Natürlich bedarf das noch Arbeit, aber ich erhoffte mir damit weiterzuträumen, bzw. den Impuls des Gehirns vom Schlaf fortzuführen.
 
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