The Bridge (US) / The Killing

Tourgott

für immer™
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Ich mache mal für beide Serien einen gemeinsamen Thread auf. Man kann sie zwar nicht wirklich vergleichen, aber sie haben zumindest ganz grob das gleiche Thema.

Beide Serien sind schon etwas älter. Ich hatte sie aufgrund von zu vielen anderen Serien allerdings immer nach hinten geschoben.


The Bridge (US)

Hat mir am Anfang (ca. die ersten 7 Episoden) sehr gut gefallen. Ohne zu viel zu verraten, driftete die Story dann meiner Meinung nach aber zu weit ab.
Als man den Mörder kannte, wurde mir die "persönliche Rachefeldzug-Sache" irgendwie ein wenig zu albern und auch langweilig.
Habe trotzdem zu Ende geschaut und werde auch Staffel 2 schauen.

Fazit: Leichte Zwischenkost, dennoch interessante und relativ frische Story (kein Einheitsbrei a la CSI). Perfekt als Sommerserie für Zwischendurch.

The Killing (Season 1)

The Killing ist genau nach meinem Geschmack. Interessante Story, gepaart mit politischen Intrigen und Machtspielen. Düsteres Setting (regnet es in Seattle eigentlich wirklich so viel? ;)), das perfekt zur Thematik passt.

Fazit: Hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Ebenfalls perfekt als Sommerserie, die man an einem Stück schauen kann. Freue mich schon auf die weiteren Staffeln, daher will ich an dieser Stelle nicht spoilern.
 
Schon nicht verkehrt so..
Beide Serien haben ja ein W/M Ermittlungsduo als Protagonisten und beides sind Remakes von recht erfolgreichen skandinavischen Krimi-Serien.

Ich finde auch beide deutlich besser als das Original. Die Besetzung ist einfach um einiges stärker, auch dank großartiger europaischer SchauspielerInnen (Kruger, Kinnaman). Das Setting ist wesentlich authentischer für eine Crime-Serie (US-Mexiko-Grenze/Seattle), von den vielen schrecklichen Verbrechen an der dänisch-schwedischen Grenze hört man ja eher wenig.. ;)

Dass es in The Killing fast die ganze Zeit regnet ist mir auch nach einer Weile aufgefallen. Das gibt der Serie aber auch eine sehr passende Atmosphäre. Als Duo sind mir Eno und Kinnaman auch sehr ans Herz gewachsen und beide legen eine mitreißende Darbietung hin. Der Fall der ersten 2 Staffeln ist schon ziemlich komplex und langwierig. Diesen so facettenreich ausgearbeitet darzustellen ist für eine Serie wirklich mutig. Mir hat es so gefallen, aber vielen Mainstream Zuschauern wohl eher wenig, weswegen die Serie ja nach der 2. und 3. Staffel fast eingestellt wurde. Erst die 3. Staffel hat mich dann aber so richtig geflasht und meine Nerven übel beansprucht. Das Ende war abermals sehr unerwartet. The Killing ist auf jeden Fall der Typ Crime-Serie bei der man sich mit "Mörder raten" schwer tut.
The Bridge hebt sich von anderen Crime Serien vorallem durch den Charakter von Detective Sonya Cross ab, die an einer leichten Form von Autismus leidet und dadurch in sozialen Interaktionen wirklich sehr irritierend auf andere Personen wirkt. Dieses ist aber zum Glück nicht irgendwie billig oder belustigend inszeniert.. man wird als Zuschauer durch Krugers Performance eher so involviert, dass man bei solchen Szenen eigentlich wegschauen will, weil die Irritation so schwer zu ertragen ist, doch natürlich tut man das nicht, lieber hört man kurz auf zu atmen oder schluckt einen Kloß den Hals runter. Die Story der ersten Staffel ist auch ziemlich breit angelegt. Neben der eigentlichen Mordserie im Mittelpunkt, gibt es noch drei weitere Geschichten die zunächst mit den Ermittlungen nur am Rande zu tun haben und wohl die Geschichte der zweiten Staffel vorbereiten.

Beide Serien sind jedenfalls für Krimi Fans ein absolutes MUSS!
 
Die 4. und letzte Staffel von The Killing ist vor kurzem gelaufen und bringt der Serie das erhoffte grandiose Finale!

In der nur 6 Episoden langen letzten Staffel ermitteln Linden und Holder in einem neuen Mordfall, während sie gleichzeitig die Ereignisse vom Ende der 3.Staffel verarbeiten müssen. Diese werden zur Zerreißprobe für die Freundschaft der beiden..

 
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