Telis Finanz- ich bin skeptisch

Howard

NGBler
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30 Juli 2013
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561
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Hessisch Sibirien
Moin,

ich war letztens beruflich bei einem Berater der Telis Finanz. Der hat mir ein großes Einsparpotential bei Versicherungen etc vorgerechnet, indem das firmeneigene Rechenzentrum meine Verträge überprüft und mich beim jeweils günstigsten Anbieter neu versichert inkl. Kündigung des Altvertrages. Das gleiche gilt für Bankkoten und Vorsorgegeschichten.

Nun bin ich bei solchen Leuten allgemein ziemlich skeptisch und auch über die Telis liest man sowohl positives als auch negatives. Habt ihr da evtl. mehr Ahnung/erfahrungen? Aktuell werde ich da kein Kunde....

Danke
H

€dit:
 
Zuletzt bearbeitet:
Das kommt immer auf den Einzelfall an. Ich kann da auch nicht wirklich viel sagen, aber da sollte man sehr vorsichtig sein.

Ich hab da letztens was von einem Fall gelesen, wo ein alter Mann eine Versicherung geändert hat, nachdem man ihm massive Einsparungen versprach. Das Ende vom Lied war, dass er auf Dauer deutlich teurer kam und irgendwelche Vorteile, die er sich angespart hat, nicht mitnehmen konnte.

Also bevor du was unternimmst, auf jeden Fall alles Kleingedruckte lesen.
 
Unbedingt!

Telis ist so eine Bude wie AWD oder Deutsche Vermögensberatung. Alles unheimlich seriös. :rolleyes:

Die Telis Finanz ist insofern kein unabhängiges Beratungsunternehmen, als dass sie ihre Provisionen weitgehend durch Absprachen mit den Anbietern verdient. Dieses provisionsgetriebene Modell verführt leicht zu einer Kundenberatung, die sich mehr an den Provisionsinteressen des Unternehmens als an den Interessen des Kunden orientiert.



Gruß
Baer
 
Meine bessere Hälfte hatte vor ein paar Jahren mal bei so nem Verein ein Vorstellungsgespräch. Nachdem man ihr gesagt hatte wie die bezahlt werden (Schneeballprinzip) hat sie dankend abgelehnt.
Solche Unternehmen sind mit Vorsicht zu genießen. Egal ob nun als Angestellter oder als Kunde. :coffee:
 
Nun ja - davon abgesehen das die Firmen natürlich nur an Provisionen von Neuverträgen verdienen - das heißt egal was du später daran besser oder schlechter hast - die Firma hat in jedem Fall "gewonnen". Und die Firma verdient mehr umso mehr Verträge sie Umbucht.

Das "Problem" dürfte unter anderem sein das jeder Mensch auf andere dinge Wert legt und die billigste Versicherung bei weitem nicht immer das Beste ist.
ganz simples Beispiel ist die Privat-Haftpflicht - das einfachste und Billigste hat dann evtl. wesentlich weniger Denkungssummer, Schlüsselverlust meist nicht eingeschlossen - keine Ausfalldenkung wenn ein Schaden passiert und der Gegenüber leider keine Haftpflicht hat.
Alle Punkte finde ich persönlich sehr wichtig - wird aber vermutlich das automatisiert billigste Produkt nicht haben.

Daher halte ich so eine Automatisierung für nicht Sinnvoll.
 
Ich hab auch schon für Provisionen in zwielichtigen Bereichen gearbeitet, aber ich muss sagen, auch da gibts Leute, die durchaus das beste für den Kunden wollen. Nicht jeder ist nur auf reinen Profit aus, wenngleich die Chance sicher sehr hoch ist, solche Menschen zu erwischen. Abhilfe könnte ein persönlicher Berater schaffen, den man schon länger kennt und dem man vertrauen kann. Es gibt ja auch viele so private Versicherungstypen.

Vielleicht kann man sich auch rechtlich bindend zusichern lassen, dass die Konditionen und Leistungen, die man bisher hatte, auch weiterhin enthalten sind, bzw. gelten. Dazu könnte man sie aufschreiben und dann soll er das unterschreiben. Weigert er sich, ist er imho unseriös. Allerdings hat man natürlich auch von einem seriösen, bindenden "Vertrag" in dieser Form nichts, wenn der Typ dann insolvent ist, wenn man irgendwann darauf zurückkommen muss.

Nur so meine paar Gedanken dazu. ;-)
 
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