Sucht

Zivil-Isolation

out of order
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9 Feb. 2014
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BRD
Hab gestern ein Video gesehen und konnte danach kaum mehr schlafen. In wie weit entspricht das der Wahrheit, weil ich selbst emotional so abgestumpft und enttäuscht worden bin, dass ich nur vereinzelt an das Gute im Menschen glaube kann und auch ein enormes Suchtpotential besitze (stark untertrieben, versuche mich eigentlich kontinuierlich aus dem Leben zu "schießen") welches laut diesem Video kaum mehr zu ändern ist, solange sich die Welt bzw. mein Umfeld nicht grundlegend ändert. Ausserdem fällt es mir sehr schwer Bindungen einzugehen wenn ich weiß der/diejenige hatte bis dahin ein unbeschwertes Leben und denke die Leute können sich nicht in meine Situation hineinversetzen.
 
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Ich habe Deinen Thread mal vom P&G ins Zwischenmenschliche verschoben.

Trotzdem habe ich ein wenig Bedenken.
Vielleicht ist es Dir ja möglich, uns Dein Anliegen - Deine Frage - Dein Begehr näher zu beschreiben.
Möchtest Du nur darüber reden oder benötigst Du Hilfe, einen Ansporn oder geht's Dir um etwas anderes?

Du hast Deinen Thread auch direkt hier https://ngb.to/threads/1251-Drogenpolitik drüber gesetzt.
Vielleicht möchtest Du dort auch weiterschreiben. Dann würden wir hier zumachen/löschen/whatever.
 
Ich habe das jetzt 5 mal gelesen und das Video angeschaut. Ich verstehe nicht was du willst.

Bist du süchtig oder nutzt du Drogen, weil du unglücklich bist und willst darüber Reden?
Willst du eine Bestätigung, Dementierung des Videos?
Willst du ein paar Gedanken, wie du dein Leben wieder in die Bahn bekommst?

Kannst du das wirre Geschreibsel ein wenig aufschlüsseln?
 
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Das ist eine Möglichkeit. Die andere ist, dass du dich änderst, dir wieder positive Erlebnisse erarbeitest, um so zu einer optimistischeren Weltanschauung zu kommen.
Das ist allerdings mit Arbeit verbunden, als das Umfeld zu ändern.
 
Ob jemand süchtig wird, hängt von mehreren Faktoren ab. Ausser der im Video angesprochenen Umwelt gibt es eine genetische Disposition, was zumindest für Alkohol auch schon nachgewiesen wurde. Ich vermute, auch andere soziale Faktoren könnten bedeutsam sein, wie etwa Elternhaus und Erziehung.
 
Abhängigkeit und Suchtverhalten ist eine Form emotionaler Kompensation aus Unzufriedenheit und allg. Defiziten und/oder auch ein Resultat der Verdrängung von emotionalen Traumatas. Sucht ist u.a ein kontraproduktiver Selbstheilungsversuch, Selbstmedikation.

Wer anfängt die Sucht zu kompensieren durch Suchtverhalten ist im Zyklus gefangen. Das erfordert das freiwillige Eingreiffen von aussen um ausbrechen zu können.

Ich glaube, wer süchtig ist aber funktioniert dem kann es egal sein, ob er süchtig ist. Es muss nur funktionieren, wenn es das nicht mehr tut, der hat dann ein ''Sucht''-Problem.
 
Du hast auch während der Sucht schon assoziierte Probleme: Gesundheit, Beschaffung und Finanzen, möglicherweise auch soziale.
 
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  • #8
Naja Fuck, hab echt oft versucht das alles zu vergessen auch mit Drogen. Heute bei der Therapiestunde gehört, das meine Familie eigentlich keine ist, dazu noch die Trennung von der Frau die ich wirklich sehr ins Herz geschlossen habe. Aber Drogen und auch Alkohol sind keine Lösung, es bringt einem zu verdrängen und danach ist das Gefühl noch schlimmer. Und 12h täglich arbeiten ist eigentlich auch nur eine Art es zu verdrängen.
 
Naja, Menschen sind nicht perfekt und auch nicht immer in idealen Situationen um genau das zu geben oder zu tun, was andere von ihnen erwarten, weil dies "normal sei" - und nur weil es bei allen so ist, muß es nicht bei einem anderen so sein. Auch wenn das Idealbilder gibt..., es ist nicht immer alles nur "ideal".

Aber welche Erwartungshaltung bzw. Ansprüche hast du denn? - Willst du "Party machen" und oder willst du glückliche soziale Bindungen, willst du Rückhalt bzw. Zusammenhalt in deiner Familie.... ? Oder auch anders gesagt, woran fehlt es dir deiner Meinung nach? Kannst du positiv auf etwas Einwirken oder sind einfach die Erwartungen an eine Sache oder Menschen zu hoch wenn man überlegt wie die Situation des anderen ist und kann man das Verhalten nicht vielleicht nachvollziehen?

Du brauchst nicht darauf eingehen..., soll dir nur vielleicht ein paar Gedanken geben...
 
Soweit ich mich entsinne ist das soziale Umfeld auch in Bezug auf Rückfälligkeit ganz wesentlich. Wenn du also aufhören willst -> nicht mehr mit Drogenkumpels abhängen.
 
Es ist kein Geheimnisse, dass man mit zB Liebe sehr vieles heilen kann. Eine Depression, einen Suizidgedanken oder auch Verhaltensstörungen.

Was geben dir Drogen? Wenn dies wegfällt, dann müsste diese Lücke mit etwas gefüllt werden. Bau dir einen Lückenfüller auf.
 
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