Suche Lötstation

Wenn es schon unbedingt eine gebrauchte Weller sein soll, dann bitte mit mindestens 80W. Die 50W Bruzzler findet man nicht umsonst so häufig bei Ebay...
 
Ich arbeite seit Jahren beruflich mit einem 25W MLR-21 Weller Lötkolben.
Für SMD, bedrahtete Bauteile usw. völlig ok.
nen 50W LR-21 habe ich auch hier für schwerere Geschütze.
80W brauchst du nie und nimmer für normale Platinen...

50W Station reicht sowas von aus.
Früher (und auch noch heute) wurden die 50W WECP-20 und andere mit 20W von vielen Profis eingesetzt.
Das dürfte dann auch der Grund sein warum viele der 50W Stationen bei ebay landen (weit verbreitet, geht nie kaputt, Geschäftsauflösung usw.)
Die Anforderung an die Heizleistung dürfte im Gegenteil in den letzen 30 Jahren eher gesunken sein.

Sorry, aber deine Schlussfolgerung warum es so viele 50W auf dem Markt gibt, und dass man nur 80W kaufen soll, ist wirklich nicht richtig...

80W wäre für ne Entlötstation besser, ok. Aber zum normalen Löten reichen 50W dicke...
 
nein, dank Miniaturisierung der Bauteile und Platinen.
Aber lassen wir das, jeder der professionell lötet wird mir zustimmen können dass für 99% aller normalen Anwendungen (und für das Einsatzgebiet des TS sowieso!) ein geregelter 50W Kolben reicht. Zumindest bei Weller-Kolben ist das so. Wie gesagt, für andere kann ich nicht sprechen.

Ich weiß nicht was und wie du lötest, aber für das was ich bisher gemacht habe war sogar der 25W MLR21 ausreichend.
Im groben war das, Bestückung von kleinere Platinen, SMD-Bestückung + Reparatur, Handyreparatur, Reparatur von allen möglichen Elektronikplatinen usw.

Klar, zum aus- oder einlöten von diversen Bauteilen braucht man zusätzlich noch Heißluft.
Aber für das Anforderungsprofil des TS reicht ein 50W Kolben dicke, und darum geht es hier in dem thread.
Keinen Grund eine teure 80W Weller-Station zu kaufen wie du es empfiehlst.

Zum bleifreien Lot:
Für das Anwendungsgebiet des TS auch egal, es sollte sowieso besser mit bleihaltigem Lot gelötet werden wenn es um solche Basteleien geht.
 
Warum kann man bei einer gut geregelten Lötstation zu viel Leistung haben?
Und wer glaubt, 50W ist für alles genug, hat noch nie in der Leistungselektronik gearbeitet.

Und wenn 50W Weller analog gebraucht, 10 Jahre alt teurer ist als 80/100W digital neu von anderem Hersteller, dann sollte man vielleicht mal über den Tellerrand glotzen.

Irgendwie erinnert der Thread hier stark an die ewigen ATi vs nVidia/AMD vs Intel-Threads, wo es wenig Fakten aber umso mehr Fanboy-geflame gibt.
 
Meine nächste hat auch 80 besser 100Watt.
Meine jetzige ist von btg (Falls die Firma noch einer kennen sollte) und mehr als 20 Jahre alt.
Habe erst zu Weihnachten das Glück gehabt an einer LapTop-Platine an der Netzbuchse löten zu dürfen. War nen Kraftakt.
 
womöglich ist es aber auch so, dass qualitativ hochwertige Stationen von Ersa oder Weller einfach mehr von der aufgedruckten Leistung als Wärme an die Lötspitze bekommen.
Ich habe wie gesagt mit nem 50W Weller Kolben noch nie so ein von dir beschriebenes Problem gehabt. Und da waren heftigere Sachen dabei als Netzteilbuchsen von Lappies.

Und wenn 50W Weller analog gebraucht, 10 Jahre alt teurer ist als 80/100W digital neu von anderem Hersteller, dann sollte man vielleicht mal über den Tellerrand glotzen.

was willst du da glotzen?
1. ob analog oder digitale Anzeige ist doch juck. Spielerei. Hauptsache regelbar.
2. Weller/Ersa geht nicht kaputt, und wenn doch wird es noch auf Jahrzehnte hinweg Ersatzteile geben. Genauso wie Verschleissteile.
Bei vielen neuen Stationen die für um die 100€ angeboten werden dürfte das nicht so sein und die Qualität wird nicht vergleichbar sein mit Weller/Ersa.

Aber jedem das seine.
Ich habe gerne gutes Werkzeug das auch lange hält.
 
Hi :)

Beruflich: Ne Weller. Muss nochmal nachschauen, was für eine. Nachtrag: Ne WSD 81. Feines Gerät :).
Ich geb den Vorpostern recht. Gerade die Möglichkeit, dass man die Kolben wechseln kann und du nahezu jede mögliche Spitze dafür bekommst ist reizvoll. Im Profi-Bereich kommt kaum was anderes in Frage.

Privat:
Preis: 39,95 EUR

Ist Temperatur geregelt, ausreichend schnell eingeregelt (aber nicht zu vergleichen mit Weller) und es gibt auch die gängigen Spitzen (Bleistift usw.).
Ich bin RC-Modellbau-mäßig unterwegs. Kabel und bedrahtete BEs, kein Ding. Bis SMD 0805 kommt man damit auch. Will man noch kleinere BEs machen braucht man m.M. nach nen leichteren & handlicheren Kolben, also z.B. ne Weller. Also wie immer beim (Hand-)Löten, alles ne Frage der Anwendung.

Wenn du Retro-Konsolen löten willst bist du bestückungs-technisch so grob zwischen den 1980ern und 1990ern unterwegs. Damals war Mischbestückung (Bedrahtet und SO-* SMD) üblich. Das bekommst du noch mit der Pollin-Lötsation gut hin. Bei ner PS2 stößt du da aber schon an Grenzen.

Noch'n Tipp am Rande:
Fürs Hand-Elektronik-Löten klassiches Sn60Pb Elektronik-Lot verwenden (Durchmesser 0,5mm mit Flussmittel-Seele). Damit kommt jede Lötstation klar. Das Lot ist auch sehr "gutmütig" in der Anwendung.
Nur in industrieller Großserien-Herstellung darf bleihaltiges Lot nicht mehr verwendet werden. Für den gemeinen Bastler daheim sollte das aber kein Problem sein.


LG,
EDi
 
Zuletzt bearbeitet:
Fürs Hand-Elektronik-Löten klassiches Sn60Pb Elektronik-Lot verwenden (Durchmesser 0,5mm mit Flussmittel-Seele).
Kann ich nur unterschreiben. Ich habe einige Zeit mal eine Rolle bleifreies Lötzinn benutzt, bin aber dann wieder zurück auf das "gute" Zinn. Geht imho einfach viel schöner zu Löten damit.


Grüße
Thomas
 
wichtig ist auch Zinn mit gescheitem Anteil an Flußmittel zu nehmen. das macht auch sehr viel aus.
Ich nutze hauptsächlich das hier:



in 0.5mm mit SN60PB40 und 2.5% Flussmittel


oder das HS-10 mit SN60PB39CU1
 
Ich habe einst Nachrichtentechnik studiert, noch weitgehend analog.
Neben meinem guten alten verhältnismäßig simplen Weller bin ich in der Folge mit vielen Lötstationen in allen Ausstattungsvarianten in Verbindung gekommen.
Einiges davon war durchaus brauchbar.
Aber zu Hause, wenn es nicht an die ganz feinen Sachen geht, ist die alte kampferprobte Wellergurke immer noch mein erster Griff. Radiolot und Lötlutsche immer dabei.
Radiolot nutze ich, weil ich noch eine uralte größere Rolle davon habe.

Die Unterschiede zum heutigen Elektroniklot erggogelt:
Auszug:
....Radiolot ist mit einem Flussmittel nach der alten F-SW Klasse 26 gefüllt (Basis Kolophonium mit halogenhaltigen Zusätzen - Flussmitteltyp=HS10).

Elektroniklot ist mit einem recht milden Flussmittel nach F-SW32 (Basis Kolophonium halogenfrei aktiviert - Flussmitteltyp HF32) gefüllt.
Das Bastlerlot ist mit einem recht aggressiven Flussmittel gefüllt. Dieses eignet sich eher für Metallarbeiten.....


Irgendwann war ich mal ohne Löt- Werkzeug unterwegs im Ausland, und wollte einem befreundeten Elektronik- Dau ein wenig sein betagtes Hifi- Equipment auf Vordermann bringen. Kurzerhand habe ich in einem Kaufhaus eine Billig- Kramtisch Lötstation Marke XY?- Craft ? incl. Platinenfixierklammern für sagenhafte unter 20 € inkl. 25 cm "Elektroniklot" gekauft.
Ich habe in meiner gesamten Karriere nicht so miserabel anzuschauende Lötstellen gebastelt (fast so übel wie die Not-Nachlötungen an einer Boombox mit Wackelkontakt, unterwegs am Baggerloch, mittels im Partygrill erhitzten Nagel und von den Kontakten eines Reiseföns zusammen-gekratztem Lötzinn ohne jegliches Flussmittel:D )

Also Finger weg von Billig- Chinakrempel!!!

:)
 
Es gibt auch Leute, die mit viel einfacheren Lötkolben zufrieden sind(ab post 5 oder 6 wird's lustig):

Ja, is offtopic, aber ich musste den einfach mal wieder raussuchen, weils grad so schön zum Thema passt...

Bin auch Jahrelang mit so nem Feuerhaken ausgekommen(nicht ganz so schlimm wie der im verlinkten Thread). Ging auch, man muss nur die Spitze ordentlich pflegen...
 
Ich hab mir eine Löt-/Entlötstation für knapp € 300,-- gegönnt. Preis/Leistung finde ich unschlagbar.
(Hersteller ist anscheinend Xytronic)
Ich kann bisher nichts negatives berichten.
 
für den Preis hätte ich mir wohl eher ein gebrauchtes Markengerät von Ersa oder Weller gekauft.
Das wäre dann auch noch in 10 Jahren 300€ wert gewesen und es hätte dafür auch noch in 20 Jahren Ersatzteile gegeben.

Klar, für 300€ neu ist das Teil sicher ok.
Wie die Qualität und die Ersatzteilversorgung ist wird dann aber halt die Zeit zeigen.

Wenn man sich preislich in solchen Größenordnungen bewegt, dann würde ich immer eine gebrauchte Weller oder Ersa in Betracht ziehen.
Das ist dann ne Anschaffung fürs Leben, hat fast keinen Wertverlust falls man das mal wieder verkaufen muss/will und man bekommt immer Ersatzteile + Zubehör.
 
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