Strukturierte Verkabelung

Zwiebelmett

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Hallo,

aktuell muss ich eine Aufgabe zum Thema strukturierte Verkabelung in der Berufsschule bearbeiten.
Mein Wissen zu dem Thema ist bis jetzt noch relativ dürftig. Nichtsdestotrotz habe ich aber schon mal einen Lösungsansatz entwickelt und wollte den hier einmal kurz vorstellen und nachfragen, ob ich evtl. etwas vergessen habe.

Aufgabe

Der Neubau soll mit dem Altgebäude verkabelt werden.
Erstellen Sie dazu ein Verkabelungskonzept und erläutern Sie die gewählte Topologie.

Zusätzlich wünscht man sich ein flächendeckendes WLAN.

Die beiden Gebäude liegen 150 m auseinander und das Neugebäude hat folgende Maße 192 m x 25 m, mit je 12 Räumen.

Konzept

Damit ich die beiden Gebäude miteinander verkabeln kann, würde ich erstmal eine Glasfaserleitung verlegen. Das Glasfaserkabel vom Altgebäude würden dann in den Geländeverteiler vom Neugebäude landen. Ist das so richtig, oder habe ich das falsch verstanden mit dem Geländeverteiler?

Danach würde ich den Geländeverteiler mit dem Gebäudeverteiler vernetzten und dann für die jeweiligen Etagen, ein Etagenverteiler einrichten.

Ich hab hier mal eine Liste der jeweiligen Komponenten für die Verteiler erstellt.

Geländeverkabelung-/verteiler

  • 12er Patchpanel
  • 12er Switch
  • Router
  • 200 m LWL-Glasfaserkabel
  • LWL zu Kupfer-Konverter


Gebäudeverkabelung-/verteiler

  • 24er Patchpanel
  • 24er Switch
  • Router
  • Kupferkabel Twisted-Pair max. 100 m


Etagenverkabelung-/verteiler

  • 24er Patchpanel
  • 24er Switch
  • Router
  • 24x Anschlussdosen (je zwei Stecker)

Als Topologie hätte ich jetzt für Gelände und Gebäudeverteiler, jeweils eine Sterntopologie und für die Etagen jeweils eine Bustopologie ausgewählt.

Damit ich je Etage ein flächendeckends WLAN habe, würde ich pro Raum ein AP einrichten, ist das zu viel oder zu wenig?

Hab ich was vergessen?
Ab wann brauch ich ein Backbone?

Im Unterricht haben wir noch nicht soviel dazu gemacht.

Das mit den Patchpanel und den unterschiedlichen CAT-Kabeln hab ich auch nocht nicht so geschnallt.
Mag mir da vielleicht wer helfen?

Gruß,

Zwiebelmett
 
Ein paar Fragen, über die du dir klar werden solltest:

  • Wenn du einen Switch mit 24 Ports hast und dein Patch Panel 24 Anschlüsse, du aber zusätzlich einen Router anschließen willst – was passiert, wenn das Panel voll belegt ist?
  • Warum brauchst du einen Router auf jeder Etage? Möchtest du in jeder Etage ein eigenes Subnetz einrichten?
  • Ist das Ganze eine Firma oder sind es mehrere logisch getrennte?
  • Was stellst du dir unter LWL zu Kupfer-Konverter vor?
  • Was ist in deinen Augen ein Backbone?
  • Welche Kategorie der Kupferverkabelung würdest du sinnvoll finden, insbesondere im Hinblick auf zukünftige Upgrades zu 2Gb/5Gb/10Gb?
  • Wie stellst du dir den Anschluss von Endgeräten an eine Bus-Topologie vor und mit welcher Geschwindigkeit?
  • Wie viele Netzwerkanschlüsse benötigst du pro Raum? Soll nur eine Buchse vorhanden sein? ;)

Damit ich je Etage ein flächendeckends WLAN habe, würde ich pro Raum ein AP einrichten, ist das zu viel oder zu wenig?

  • Wie groß ist denn ein Raum, wenn 12 Räume 192x25m haben und alle Räume exakt gleich groß sind?
  • Wie viele Netzwerkgeräte sind in einem Raum anzuschließen?
  • Sollen alle Geräte per WLAN ins Netz?
  • Wie groß ist die Reichweite eines APs?
  • Welche Funktechnologie (a/b/g/n/ac/ah/ad) soll eingesetzt werden?
  • Welches Material haben die Wände und Decken?
  • Muss das Werksgelände zwischen den Gebäuden ebenfalls mit WLAN versorgt werden?
  • In welchen der Räume muss ein AP?

Im Unterricht haben wir noch nicht soviel dazu gemacht.
Was habt ihr denn im Unterricht gemacht?

Das mit den Patchpanel und den unterschiedlichen CAT-Kabeln hab ich auch nocht nicht so geschnallt.
Was genau?





Weitere Ressourcen, die dir eventuell helfen könnten:




[… Fortsetzung folgt]
 
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  • #3
Danke @phrek4, für die Anregungen ..

1) Wenn das Panel voll belegt ist, werde ich keinen Router anschließen können? :D
2) Ja, ich hätte jetzt für jede Etage ein eigenes Subnetz eingerichtet
3) Öffentliches Gebäude
4) Durch mein Glasfaserkabel gehen doch optische Signale und durch mein Kupferkabel gehen elektrische und daher der Konvert, oder argumentiere ich an der Stelle falsch?.
5) Nach Wikipedia würde ich jetzt behaupten, das mein Gebäudeverteiler, quasi der Backbone ist
6) CAT7
7) Okay, vielleicht macht hier eine Stern-Topologie auch sinn, damit ich eine schnelle Datenübertragung habe
8) Pro Raum soll es zwei, Netzwerkdosen mit je zwei Anschlüssen geben

Die Aufgabe ist unser Einstieg in das Thema.

Okay, die unterschiedlichen CAT-Kategorien sind für unterschiedliche Übertragungsgeschwindigkeiten bzw. für die jeweiligen Normen?!
Patchpanel brauche ich doch, damit ich die Kabel in den Switch packen kann?

Wir haben dazu wirklich noch nichts gemacht und sollen uns das erstmal selbst beibringen.

Edit:

Bzgl. WLAN, dazu gibt es keine Angaben, außer das es flächendeckend sein soll.
Daher war meine Idee, einfach in jeden Raum ein AP, da ich am Ende auch nicht weiß wie viele Leute sich auf einer Etage aufhalten.

Damit sich die AP nicht in die quere kommen hätte ich jeden auf einen anderen Kanal senden lassen.

Für die Räume gibt es eine Angabe, die sind 24 m x 12 m.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke @phrek4, für die Anregungen ..
1) Wenn das Panel voll belegt ist, werde ich keinen Router anschließen können? :D
Haha :D vielleicht denken wir darüber noch mal nach :D

2) Ja, ich hätte jetzt für jede Etage ein eigenes Subnetz eingerichtet
Warum? Auf welche gemeinsamen Netzwerkkomponenten (Server) wird zugegriffen und ist es da sinnvoll, zu routen, oder sollte das im selben Subnetz (switched) sein?

4) Durch mein Glasfaserkabel gehen doch optische Signale und durch mein Kupferkabel gehen elektrische und daher der Konvert, oder argumentiere ich an der Stelle falsch?
Nein, das war nur eine Frage.

Musst du klären, wie das technisch aussieht, also welche Technologien man dafür nutzen sollte?

Eventuell ist ein Coreswitch mit OF-200-LWL im SFP+ schon ausreichend.

5) Nach Wikipedia würde ich jetzt behaupten, das mein Gebäudeverteiler, quasi der Backbone ist
Klingt nach einer guten Behauptung ;)

Und warum? Welche Art von Dosen und Steckern würdest du für Cat.7-Verkabelung nutzen? Sind die Endgeräte schon für diese Art von Verkabelung ausgelegt?

7) Okay, vielleicht macht hier eine Stern-Topologie auch sinn, damit ich eine schnelle Datenübertragung habe
:T

8) Pro Raum soll es zwei, Netzwerkdosen mit je zwei Anschlüssen geben
Also sind das nur zwei Arbeitsplätze in jedem Raum á 288m²? Was ist das für ein Laden? :D

Die Aufgabe ist unser Einstieg in das Thema.
Dann musst du vielleicht gar nicht so ins Detail gehen. Geht wohl eher um erste Überlegungen.

Okay, die unterschiedlichen CAT-Kategorien sind für unterschiedliche Übertragungsgeschwindigkeiten bzw. für die jeweiligen Normen?!
Na ja, du kannst auch 10Mbit/s über Cat.7 übertragen… Das Ding ist, dass höhere Übertragungsgeschwindigkeiten andere Anforderungen an die Verkabelung stellen. Cat.6 hat bspw. max. 500MHz Übertragungsbandbreite und bietet so die Basis für 10GBase-T, Cat.7 bietet bis zu 1GHz aber bisher gibt's noch nicht viel mehr als 10GBase-T über Kupfer (außer in Labors oder bei ISPs, Stichwort Vectoring). Besonderes Augenmerk würde ich hier auf die weiter oben bereits angesprochenen Steckverbinder legen, bei Cat.7 nutzt man GG45 oder TERA, von denen nur einer halbwegs abwärtskompatibel ist.

Warum nutzt man denn heute noch keine 10GBit/s flächendeckend, wenn höhere Geschwindigkeiten "geil" sind?

Patchpanel brauche ich doch, damit ich die Kabel in den Switch packen kann?
Also ein Patch Panel ist einfach nur eine nette Variante, um die Anschlussdosen in den jeweiligen Räumen mit einem Netzwerkschrank zu verbinden. Dort kannst du dann die einzelnen Anschlüsse flexibel "patchen".

Meine Fragen weiter oben zielten u.A. darauf ab, dass bei 24 Anschlüssen für Endgeräte ein 24er-Switch definitiv zu wenig ist – du brauchst ja auch noch einen Uplink.

In der Praxis haben die Elektriker übrigens mindestens eine Dose im Stockwerk falsch verdrahtet, die dann mit einem X markiert ist, dann kann man sich mehr Ports sparen. Kleiner Tipp für die Zukunft: Immer schön durchtesten und bei nicht bestandener Prüfung des Anschlusses reklamieren ;)

Wir haben dazu wirklich noch nichts gemacht und sollen uns das erstmal selbst beibringen.
Habt ihr denn schon Bücher zu dem Thema kaufen müssen? Oder Arbeitsblätter kopiert bekommen? Was steht da drin?

einfach in jeden Raum ein AP, da ich am Ende auch nicht weiß wie viele Leute sich auf einer Etage aufhalten.
Sollte man das nicht vorher klären? Willst du dann, da du auf jedem Stockwerk ein eigenes Subnetz hast, auch eine eigene SSID anlegen? Was passiert, wenn der Mitarbeiter aus dem 3. Stock plötzlich ein Meeting im 1. Stock hat? Roaming, IP-Wechsel, Netzwerkkabel? Was passiert, wenn der Typ ein Macbook ohne Ethernet-Buchse hat?

Damit sich die AP nicht in die quere kommen hätte ich jeden auf einen anderen Kanal senden lassen.
  • Wie viele Access Points gibt es insgesamt? Wie breiten sich deren Funkwellen ungefähr aus?
  • Wie breit (in MHz) Überlappen sich die Kanäle und auf welche Kanäle sollte man die APs dann idealerweise einstellen?
  • Wo werden die APs positioniert (insbes. im Hinblick auf die verschiedenen Stockwerke)? Alle über die Tür, alle ans Fenster, alle an die linke oder die rechte Wand?

EDIT: Damit das klar ist, was wir hier gerade machen, geht über die Vorüberlegungen zur strukturierten Verkabelung im Hinblick auf den Ausbildungsinhalt in der ersten Stunde deutlich zu weit, es ist aber schön, das zu wissen ;)
 
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  • #5
Danke @phrek4k!
Hab hier was gelernt :)

Jetzt würde ich mein Netz zumindest schon mal anders planen :D
 
Hab damals mal nen StudentenWohnheim in HH "verkabelt" 500 Wohneinheiten a 3 Raum in Jeden Raum 4 Dosen JEDE Dose ne eigene IP und Kabel zum VerteilerKeller 5 Stockwerke 4 Häuser 1 ServerRaum dann könnt Ihr euch den Serverraum vorstellen an der KabelMasse :D Brauchte 4 Monate für den Kram .. wenn Ich das Foto noch finde vom Serverraum.. Poste Ich das mal in Fun Pics :D
 
Bei Patchpanels moechte man in der Regel min. 50% Reserve einplanen, eher mehr. Wenn du also 24 Ports "brauchst", planst du 2x nen 24 Port Panel ein.

Weiterhin wuerde ich Angaben zur Verkabelung zwischen den Etagen und von Gebaeudenverteiler und Etagenverteiler machen. Glas? Kupfer? Warum das Eine und warum nicht das Andere?

Zu CAT 7 hat phreak ja bereits was gesagt.

aber bisher gibt's noch nicht viel mehr als 10GBase-T über Kupfer
Doch, 25G oder auch 40G oder auch 100G

Warum? Auf welche gemeinsamen Netzwerkkomponenten (Server) wird zugegriffen und ist es da sinnvoll, zu routen, oder sollte das im selben Subnetz (switched) sein?
Ersteres. Man moechte seine Broadcastdomaenen so klein wie moeglich halten, darum wuerde ich sogar ein Subnet je Raum einplanen.

Warum nutzt man denn heute noch keine 10GBit/s flächendeckend, wenn höhere Geschwindigkeiten "geil" sind?
Weil Kosten vs. Nutzen.
 
Doch, 25G oder auch 40G oder auch 100G
Okay, hätte vielleicht "im alltäglichen Einsatz" ergänzen sollen.

Ersteres. Man moechte seine Broadcastdomaenen so klein wie moeglich halten, darum wuerde ich sogar ein Subnet je Raum einplanen.
Frage an den TS: Welche Subnetgröße nimmt man in dem Falle pro Raum? /16, /24, /32?

Weil Kosten vs. Nutzen.
Beantworte doch nicht die Fragen, über die sich der TS Gedanken machen soll, du Spielverderber!
 
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