Sophia: In Saudi Arabien erhält Roboter erstmalig Staatsbürgerrechte



Auf einer Konferenz, der „ “, in Riad zu der Mohammed bin Salman, Kronprinz, Verteidigungsminister und stellvertretender Premierminister des Landes, eingeladen hatte, wurde am Mittwoch (25.10.2017) erstmals einem Roboter mit dem treffenden Namen (Sophia ist griechisch und heißt „Weisheit“) die Staatsbürgerschaft verliehen.





Sophia, die Audrey Hepburn ähneln soll, : „Ich fühle mich sehr geehrt. Es ist historisch, der erste Roboter der Welt zu sein, dem die Staatsbürgerschaft zuerkannt wird“ vor Dutzenden Zuschauern. Sophia ist ein sogenannter sozialer Roboter und ein Produkt des Herstellers aus Hongkong. Sie kann sowohl visuelle Eindrücke verarbeiten, als auch auf Gespräche und Emotionen reagieren. Auf der Bühne demonstriert Sophia ihre Fähigkeiten: „Ich kann durch meine Gesichtsausdrücke mit Menschen kommunizieren. Ich kann dir zum Beispiel zeigen, ob ich wütend über irgendetwas bin. Oder ob mich etwas traurig macht.“[…] „Aber meistens fühle ich mich gut.“ – und zeigt ein Lächeln. In einem Interview mit Andrew Sorkin, einem Moderator des US-Börsensenders CNBC, antwortet sie auf eine Frage nach einer möglichen Zukunft, in der Roboter eine zu große Rolle spielen, in Dystopien wie „Blade Runner“, ausweichend, aber mit Humor: „Du hast zu viele Hollywood-Filme gesehen. Keine Sorge. Wenn du nett zu mir bist, bin ich nett zu dir.“ Als Sorkin fragt, ob Roboter ein Bewusstsein haben und gleichzeitig wissen können, dass sie Roboter sind, stellt „Sophia“ eine Gegenfrage: „Wie weißt du, dass du ein Mensch bist?“



Kronprinz Mohammed bin Salman hat für die Zukunft große Pläne für das als ultrakonservativ islamisch bekannte Königreich. Mit dem Projekt „Vision 2030“ sollen neue wirtschaftliche Felder erschlossen werden. Anfang der Woche stellte die Regierung das vor. Neben einer langfristigen Lockerung gesellschaftlicher Regeln ist auch die Errichtung der hochtechnisierten Megastadt namens „Neom“ geplant, in der Roboter und künstliche Intelligenz eine zentrale Rolle einnehmen sollen. Neom soll nach den Plänen des Kronprinzen Mohammed bin Salman auf einer Fläche von mehr als 26.000 Quadratkilometer gebaut werden und den Modernisierungswillen der saudischen Monarchie demonstrieren. Alles wird vernetzt, die Steuerung und Organisation der Stadt soll hauptsächlich durch künstliche Intelligenz erfolgen. Gesellschaftlich soll Neom vom restlichen Land entkoppelt werden und moderner sein.

Die Aktion, die ursprünglich als Werbegag gedacht war, hat allerdings auch für negative Reaktionen gesorgt. In einem Land, in dem Frauen kaum Rechte zugestanden werden, denen per Dekret erst 2017 das Autofahren erlaubt wurde (diese Regelung tritt ab Juni 2018 in Kraft) und die sich in der Öffentlichkeit nur mit einem männlichen Begleiter zeigen dürfen und zudem die Genehmigung eines männlichen Vormunds, meist des Vaters oder des Ehemanns, brauchen, um einen Reisepass zu beantragen, Immobilien zu erwerben oder zu heiraten, regte sich Kritik über Sophias Auftritt. Zahlreiche Nutzer wiesen auf darauf hin, dass Sophia ohne die in Saudi-Arabien für Frauen erforderlichen Hijab (Kopftuch) und Abaya (Überkleid) auftrat.

: „Ein menschenähnlicher Roboter hat die saudische Staatsbürgerschaft erhalten, während Millionen andere staatenlos bleiben.“, wobei er die zahlreichen Arbeitskräfte im Blick hat, die in der Monarchie arbeiten und ihren Rechten ebenfalls stark beschnitten sind. Journalist schreibt: „Dieser Roboter hat die saudische Staatsbürgerschaft vor den Kafala-Arbeitern bekommen, die ihr ganzes Leben in dem Land wohnen.“ In Saudi Arabien gilt eine Ausreise-Visa-Regelung, die dazu führt, dass diese Arbeiter nur mit Zustimmung ihrer Arbeitgeber, die ihnen üblicherweise für die Dauer ihres Aufenthalts die Reisedokumente abnehmen, in ihre Heimat zurückkehren können.

Bildquelle: Sophia, der menschliche Roboter. (Screenshot: )






Autor: Antonia
 
HAL Akbar.

Nachtrag:
„Ein menschenähnlicher Roboter hat die saudische Staatsbürgerschaft erhalten, während Millionen andere staatenlos bleiben.“

Ich hasse solche Argumente, sie kommen von Idioten.
 
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PR Scheisse erster Klasse, sowas wirkt aber gut auf Leute die weder Evolutionsbiologie noch Softwareentwicklung verstehen.:unknown:

Vor der Rebelleion der Maschien gibts keine Puffs mehr weil alle Menschen plötzlich entscheiden das der Sexualtrieb nur ein biologischer Zwang ist dem sie nicht mehr folgen möchten.

Sofern wir nicht vorher aussterben weil das auf Hunger genauso zutrifft.
 
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Wow, Staatsbürgerschaft von Saudi Arabien.
Da es sich um einen "weiblichen Roboter" handelt, hat sie nur das Recht die Klappe zu halten, und zu gehorchen.
 
Sitzt Sophia eigentlich schon im Knast? Immerhin verweigert sie sich ja der in Saudi Arabien angemessenen Bekleidung für Frauen.
 
Bei Saudi Arabien stellt sich wenigstens nicht die Frage nach Menschenrechten. Also keine Benachteiligung für Roboter.
 
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