[Politik und Gesellschaft] Sicherheitsforscher warnen vor Angriffen auf westliche Energieversorger

Sicherheitsforscher des Unternehmens Symantec deckten einen groß angelegten Angriff einer internationale Kriminellenvereinigung auf die westliche Energiewirtschaft auf. Angriffsziele seien Betreiber von Energienetzen und Pipelines, Stromerzeuger und Anbieter von Technik für die Branche gewesen, so Symantec. Entsprechende Schadsoftware war bereits an Ort und Stelle und an einigen Stellen wurden bereits Sabotageakte durchgeführt.

Die Sicherheitsexperten konnten die gefundene Schadsoftware bereits neutralisieren. Die Angreifer, eine Gruppe, die unter dem Namen "Dragonfly" (Englisch für "Libelle") bekannt ist und mutmaßlich aus Osteuropa stammt, könnten im Besitz sensibler Passwörter sein, warnte Symantec-Analyst Candid Wüest der Nachrichtenagentur dpa.

Die Angreifer hätten die Energieversorgung der betroffenen Länder erheblich stören können, betonte Symantec. Die meisten erfolgreichen Attacken gab es in Spanien mit einem Anteil von 27 Prozent der Fälle, US-Unternehmen liegen dicht dahinter mit 24 Prozent. Auf Deutschland entfielen 7 Prozent der Vorfälle.

Die zunehmende Vernetzung der Energiebranche sei ein grundsätzliches Problem, sagte Wüest. Auf viele Systeme kann über das Internet zugegriffen werden, um sie aus der Ferne zu warten. Damit könnten Systeme und Netze zwar effizienter unterhalten werden, es eröffne aber auch neue Möglichkeiten für Angriffe.

Die "Dragonfly"-Attacke sei ein Anlass darüber nachzudenken, wie man die Systeme besser gegen Angriffe schützen könne. Das betreffe auch die verwendeten Geräte und Computer. "Viele Hardware-Komponenten wurden nicht mit einem Fokus auf Sicherheit entworfen", sagte Wüest. So sei in vielen Fälle keine verschlüsselte Übermittlung der Daten möglich. Hier wünscht er sich wie viele Sicherheitsexperten nun ein Umdenken.

Quelle:
 
Manche Daten werden da ähnlich Powerline über das Stromnetz übertragen. Die kann man theoretisch unverschlüsselt abgreifen.

Würde man "einfach" Glasfaserleitungen mit Verschlüsselung und fail-deadly ziehen, könnte man ein Intranet/WAN aufziehen und müsste das nicht öffentlich oder gekoppelt an das Stromnetz machen...

Ich bin für ein staatlich finanziertes Audit.
 
Irgendwie müssen die Daten, die "intelligente" Stromzähler liefern (Internet), ja zum Kraftwerk kommen.
Das ist schon klar. Das könnte man aber auch bequem über ein System mitgeteilt bekommen das nicht direkt mit dem eigentlichen Stromerzeuger (Atom, Kohle, Wasser o.Ä.) in Verbindung steht. Und wenn es nur eine extra Anzeige ist. Sowas automatisiert zu machen halte ich bei einem so wichtigen System für Unfug. Heutzutage würde das Sterben doch schon nach 2 Tagen ohne Strom anfangen :coffee:
 
Größtenteils sind diese Anlagen doch garnichts ans Internet gekoppelt und fangen sich solche Viren auf anderem wege ein.

Wie schon geschrieben, was ist mit dem Techniker, der diese Anlage Programmiert.
Der Entwickelt ja nicht die Software selber an seinem Rechner innerhalb der anlage, sondern greift auf Fertige Lösungen von außen zu.

Dabei kann es schon passieren das Unbekannte Schadsoftware in das System eindringt.
Was z.b. über das Laptop oder den Stick des Technikers passieren kann.

Das hat nichts damit zu tun, ob jemand Online Pizza Bestellt oder nicht, da solche system wie schon geschrieben oftmals garnicht am netz hängen.
Der fehler liegt wohl eher darin, das auf fertige Software lösungen zurück gegriffen wird, bei denen niemand genau sagen kann was jetzt gut ist oder nicht.
Und wenn sich dort ein Unerwünschtes programm befindet, bekommt das dadurch halt niemand mit.

Und wenn es sich bei der ganzen sache noch um eine groß angelegte Spionage Aktion ala NSA Handelt,
dann ist solche Software schon Entwicklerseitig in die Steuerung reinprogrammiert.
 
Dann war "Stirb Langsam 4.0" gar nicht mal so abwegig wie angenommen.

Stuxnet war ja schon damals ein nettes Beispiel.
 
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