Seitenbesuche im Internet "Protokollieren"

T_Low_Benz

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Guten Tag
Ich würde gerne mal wissen ob es eine Möglichkeit gibt, wenn 2 Leute ein Wlan Netz nutzen nachzuvollziehen wer dort welche Seiten besucht hat. Nicht um zu gucken was die andere Person macht, sondern im Falle das der Anschlussinhaber für irgendwas belangt werden sollte. So das man sagen könnte:" das war ich nicht."

Kenne mich da nicht so aus ob das möglich ist das zu "filtern"

LG
 
Dazu gibt es zwei Möglichkeiten: Ein DNS-Server der alle Anfragen mitprotokolliert oder einen Proxyserver. Der DNS-Server würde dir zwar verraten welche Domains aufgerufen werden, der Proxy-Server kennt jedoch den genauen Seitenaufruf sofern keine verschlüsselten Verbindungen verwendet werden. Für den schnellen unkomplizierten Check unter Windows kannst du in der Kommandozeile auch den Befehl "ipconfig /displaydns" benutzen. Mit diesem Befehl kannst du dir den lokalen DNS-Cache vom Rechner ansehen. Dabei sind jedoch nicht nur die Adressen von direkt besuchten Webseiten zu finden, sondern auch alle 3rd Party Seiten wie Tracker und Werbedienste. Halt alles was eine Seite von sich aus so weiterverlinkt (Facebook-Likebutton usw.).
 
Kann man, ist aber u.U. rein rechtlich nicht gestattet.
Block halt entsprechende Inhalte, Ports, Protokolle, dann solltest du auf der sichereren Seite sein.
Ansonsten informier dich über Freifunk etc. Man haftet als Anschlussinhaber seit letztem Jahr ja nicht mehr zwangsläufig.
(Was aber nichts ändert, dass man Stress und Laufereien haben kann, wenn man Mitsurfer bei illegalen Handlungen erwischt.)
 
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  • #4
Ja wenn man nicht mehr zwangsläufig haftet, muss man aber doch beweisen das man es selbst nicht war.

Wenn ich in dem Protokoll alle Seiten sehe, wäre das ja nicht schlimm nur wie erkennt man wer diese Seite besucht hat?

Das mit dem Seiten blockieren klingt gut, nur wie funktioniert das? Bzw sagen wir mal ich blockieren Kinox.to . Was Ports etc muss ich dann noch blockieren? Und bei Kinox zb gibt es ja direkt bei der Startseite noch 10 Alternative Adressen. Die müsste ich dann alle einzeln blocken oder?
Und ich müsste ja dann quasi eine Unmenge an streamingseiten Google und sperren wenn ich das richtig verstehe.

Aber warum wäre das protokollieren nicht gestattet? Ich kann doch mit meinem Anschluss machen was ich will oder sehe ich das falsch?

LG

//Edit: habe auch keine Fritzbox sondern den unitymedia receiver. Hoffe das geht damit trotzdem

//Edit2: das sperren von Seiten geht wohl bei dem receiver nur mit Mac Adresse. Ist es nicht möglich das auch ohne zu machen? Kann ja nicht jeden nach der Mac Adresse fragen um die einzugeben
 
Zuletzt bearbeitet:
Bzw sagen wir mal ich blockieren Kinox.to . Was Ports etc muss ich dann noch blockieren?

Keine, Portsperren sind ein ganz anderes Thema. Zum Sperren bestimmter Seiten braucht es einen konfigurierbaren DNS-Server oder einen Proxy mit Blacklist. Als Alternative könnte man zu einem Programm greifen das am Host installiert wird und bestimmte Seiten erlaubt oder Sperrt (zB. Kindersicherungs-Programme).
 
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  • #6
Könntest du mir eventuell sagen wie ich das machen müsste? Denn in meinen Router Einstellungen geht es wohl nur mit einer Mac Adresse. Und ich will die Seiten ja komplett sperren und nicht nur bei bestimmten Geräten
 
Oder wenn Dir das alles zu kompliziert ist, du allerdings bereit sein solltest, ein paar Taler zu investieren, kauf dir eine günstige (gebraucht reicht ja für den Zweck) Fritzbox und setz die Kindersicherung für alle auf aktiv. Die hat Filter, die weitestgehend aktuell gehalten werden. Wenn es dir nur um Gäste geht, die nur beschränkt was nutzen können sollen, kannst du das auch darüber steuern, ohne groß was können zu müssen.
 
Imho wirst du da womöglich mit dem Router an eine Grenze stoßen. Ob und wie das unity Media Gerät explizit Seiten sperren kann steht in dessen Anleitung oder du findest das mit einer kurzen google Suche.
Ansonsten wirst du einen Server (min. die erwähnte fritz.box) brauchen der den Netzwerk Verkehr filtert.
Zumindest für den Fall das du nicht auf den "gast-geräten" eine Software installieren kannst...
 
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  • #9
Ja dann den ich das ich mir die Fritzbox für 5€ im Monat dazu buchen sollte. Weil selbst wenn ich die gebraucht kaufe, bräuchte ich eine andere Kabeldose weil an der jetzigen wohl nur der receiver dran geht. Und da sind 5€ im Monat billiger FALLS unitymedia die Dose tauschen würde.

Geht halt darum das der Nachbar das wlan mit nutzt und sich auch an den Kosten beteiligt, aber eine andere Ansicht von dem illegalen streamen hat als ich...Und ich fühle mich da unwohl. Gesagt habe ich es schon aber kann ja nicht wissen was er halt im Internet macht
 
und was hast du dann davon einige Seiten zu blockieren?
Das ist doch nur ein Szenario von vielen in denen du (eigentlich er) sich strafbar machen kann.
Womöglich reicht es auch einfach irgendeinen "Vertrag" aufzusetzen und ihn das gegenzeichnen zu lassen.
Wenn dann ne Abmahnung ins Hause flattert einfach pauschal den Nachbarn zahlen lassen.

Naja, auch nicht optimal.
 
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  • #11
Naja wenn ich die Seiten blockiere senke ich das Risiko das überhaupt etwas ins Haus flattert.
Gut dann hätte ich ein Schriftstück das er das WLAN nutzt. Und im Fall der Fälle müsste ich ja beweisen das ich es nicht war oder nicht?

Deswegen wollte ich es ja eigentlich irgendwie protokollieren
 
Naja wenn ich die Seiten blockiere senke ich das Risiko das überhaupt etwas ins Haus flattert.

was sind denn "die Seiten"?
Du müsstest auch z.B. Torrent sperren.
Dann halt wohl diverse Streamingseiten.
Am besten dann auch noch alle Kipo-Seiten.

Protokoll ist da vielleicht echt einfacher.

Die Frage ob man nach der neuen Störerhaftung als Anschlussinhaber selbst beweisen muss (und wie?) das "man es nicht war", muss ich an unsere Rechtsabteilung weiterleiten.
Vielleicht äußert sich ja einer von den Kollegen hier zeitnah.
 
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  • #13
Recht hast du schon.
Wäre halt interessant ob bei dem Fall der Fälle die Mac Adressen bekannt sind. Dann wäre ich eigentlich abgesichert.

Aber wenn jetzt was kommen würde von wegen "Sie haben das und das illegal gemacht" und ich sage "war ich nicht der Nachbar nutzt das WLAN auch" . Was passiert dann? Müssen die Behörden/Anwälte beweisen wer es war?
Denn das sie das auf sich beruhen lassen bezweifel ich.
 
Ich frag mal nicht, warum du Dir das überhaupt antust, wenn Du ihm eigentlich nicht traust und Stress mit offiziellen Stellen und/oder Abmahnanwälten befürchtest. Ich unterstelle mal, dass Du keine zig hundert Euro teure, synchrone Firmenleitung hast, sodass Du die Summe, die Du durch die Beteiligung des Nachbarn wieder rein holst, sich wahrscheinlich nicht wirklich lohnt. Insbesondere nicht, wenn Du bereit bist, 5 € pro Monat on top für die Miete zu packen....

Zurück zum Thema. Eine Fritzbox kannst Du auch einfach hinter Deinen aktuellen Router klemmen. Die Büchse von UM ist dann lediglich als Modem da und die FB als Dein Filter.

Bei den Kleinanzeigen geht das gebraucht ab ca 20 € los. Viel günstiger wird Dein Plan nicht halbwegs zuverlässig funktionieren. Musst halt nur schauen, dass das ggf. gewählte Modell besagte Kindersicherungsfeatures und ggf. den Gastzugang unterstützt.

Übrigens, den Gastzugang kann man sich auch per "Mach keinen Scheiß"-Mail reglementierten und. "Ja, verstanden!" quittieren lassen. Bei Bedarf kann man das auch soweit einschränken, dass fast nichts mehr geht.

Letzteres bedeutet aber nicht, dass man das mit genügend Energie nicht dennoch überwinden könnte. Die Sicherheit, dass maximal Du Blödsinn mit Deiner Leitung anstellen kannst, hast Du letztendlich nur, wenn Du die Leitung alleine nutzt und zuverlässig dafür sorgst, dass sich niemand Zutritt zu Deiner Leitung verschafft.

Bei falscher Verwendung von Brain.exe könnte die eigene Verbindung schließlich auch anderweitig kompromittiert sein. Nur so als kleine Sensibilisierung am Rande.
 
Afaik muss man seine eigene Unschuld eben nicht beweisen.
Vor allem, wenn die zusätzlichen Nutzer informiert wurden, dass sie keine Straftaten begehen dürfen. Dazu gibts auch Vorlagen:


Außerdem gab es doch letztens erst nen Artikel (glaube sogar bei der Tarnkappe?), von wegen "Sohn haftet nicht für pöse Pornodownloads seiner Mutter" oder sowas. :unknown:
Von der Kanzlei WBS gab es zu der Thematik auch viele Videos aber googlen schaffst du denke ich selbst wenn deine Bedenken groß genug sind. Ist schon spät heute für mich
 
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