Sehr große 3D-Modelle visualisieren

Roin

Freier Denker
Registriert
22 Juli 2013
Beiträge
581
Hallo Leute,

Erstmal ein paar Informationen zu meiner Situation, weiter unten dann die Frage dazu.

ich habe eine ganze Reihe von mittelgroßen DWG-Dateien (jeweils bis zu 350MB).
In jedem dieser Modelle sind einzelne Stationen einer Produktionsstraße abgespeichert.
Ich bin derzeit nicht in der lage mit "geringem" Zeitaufwand die Komplexität der Modelle zu vereinfachen. Der Hersteller hat die Modelle, die ich von ihm bekommen habe mit jeder einzelnen Schraube usw. modelliert. Diese einzeln aus dem Modell zu entfernen würde für die komplette Anlage einige Wochen dauern...

Diese Daten Daten habe ich nun verwendet, um in pCon Planner die Modelle einzufügen. Ich möchte ein schönes 3D-Bild aus verschiedenen Ansichten und mit verschiedenen Anordnungen von dem Raum erstellen, wo die Anlage drinstehen wird. Wenn ich nun einige dieser Modelle einfüge, wird die Speicherdatei (ebenfalls DWG) schnell größer als 1 GB.
Solang das Projekt geladen ist, kann ich weitere Modelle darin laden, verschieben usw. und auch speichern. Wenn ich an einem anderen Tag die gespeicherten Dateien jedoch öffnen möchte, wird mir nach wenigen Sekunden ein Fehler an den Kopf geworfen, dass die Datei nicht geöffnet werden kann und nur im Wiederherstellungsmodus funktioniert. Dieser Wiederherstellungsmodus läd zwar einen Teil der Datei, jedoch fehlt mehr oder minder alles von meinen Modellen.

Ich habe auch versucht mit AutoDesk DWG Viewer die Dateien zwischen DWG-13 und DWG-18 zu konvertieren. Sobald die zu konvertierende Datei größer als 1GB ist, scheint es generell zu einem Fehler zu kommen und die Konvertierung funktioniert nicht.

Hat jemand von euch eine Idee, wie ich mein Vorhaben umsetzen kann? Weitere "freie" Software wie beispielsweise Sweet Home 3D oder DreamPlan Hausplaner lassen Modelle entweder gar nicht importieren oder nur in der Premium Version. Da ich auf Probleme mit pCon gestoßen bin, bin ich aktuell nicht bereit Geld auszugeben, um etwas auszuprobieren.
Vielleicht weiß ja jemand, wie ich damit weiterkomme.

Ich habe die Originaldateien im Step-Format und sie alle in AutoDesk Inventor als .iam vorliegen, sodass ich in die meisten anderen 3D-Formate konverteiren kann, falls das mir weiterhelfen würde. Alle Bestandteile der Fertigungsanlage sind zusammen in einzelnen DWG-Dateien ca. 4 GB groß. Dazu sollen dann natürlich noch Wände, ein paar "Menschen" und Tische usw. kommen.

Ich bin für jeden Hinweis dankbar!
 
Sers Roin,

das "Problem" bei (3D)DWG, IAM und Co. dürfte die enthaltene Historie sein (Macht die Dateien teils übelst groß). Je nach Größe der Anlage stoßen viele/die meisten CAD-Systeme dann auch gerne mal an die Grenzen des (berechenbaren) Modellier-Raums.

Mit freier Software kann ich zwar leider nicht dienen, weiß aber aus ziemlich sicherer Quelle ;), dass es beim historienfreien PTC Creo Elements/Direct Modeling schon einiges braucht um das an seine Grenzen (oder darüber hinaus) zu bringen.
Die Version für den Privatgebrauch (PE) macht allerdings schon bei 60 Einzelteilen dicht. Außerdem sind die möglichen Austausch-Datenformate extremst begrenzt.
Evtl. könntest du aber versuchen bei einem der Vertriebspartner eine 30-Tage-Testlizenz davon zu erhalten. (Auf die schnelle fallen mir da z.B. 'Inneo' und 'TdW-Soft' ein)

LG
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #3

Danke schonmal für den Hinweis. Bei Gelegenheit schaue ich danach mal, auch wenn freie Software natürlich bevorzugt wird.

pCon besitzt eine Funktion namens "Bereinigen", welche die DWG-Dateien deutlich an Dateigröße reduziert, ich denke damit wird unnötige Historie entfernt. Das reicht leider nicht. Die enorme Größe der Datei entsteht wirklich durch die vielen kleinen Objekte, jede einzelne Schraube usw. ist modelliert. Bei dieser Komplexität an Modell habe ich derzeit keine Ahnung, wie ich sie mit wenig Aufwand verbessern kann.
Beispielsweise gibt es in AutoDesk Inventor etwas wie Konturoptimierung (oder so ähnlich, den genauen Namen habe ich vergessen). Damit sollen nicht sichtbare Elemente entfernt werden und Hohlräume gefüllt werden, wodurch die Geometrie deutlich vereinfacht wird.
Das Problem dabei: Die durchsichten "Glasscheiben" und ähnliches werden automatisch nicht mehr transparent und die Umwandlung dauert für ein einzelnes Modell (davon habe ich ca. 20) fast eine Stunde. Mein Computer ist gestern zu dem Zeitpunkt leider abgestürzt, ansonsten hätte ich davon berichten können, ob diese Konturvereinfachung oder wie es genau heißt überhaupt was bringt...
 
Zurück
Oben