[Schnäppchen] Schufa IdentSafe 100 Tage kostenlos

So sehr ich deine Beiträge sonst schätze, warum empfiehlst du soetwas?

(youtube)

Weißt du eigentlich, was die Schufa macht?
Man muss denen nicht noch freiwillig mehr Daten geben, als sie ohnehin schon sammeln.
 
Kann mir das system mal jemand erläutern? Identitätsdiebstahl kann in verschiedenen Formen durchgeführt werden, wie z.b.durch den email "Klaus" ( wie vor kurzem in den Schlagzeilen).

Was will da so ein Anbieter dagegen machen?
 
IdentSafe-Monitor = Crawler, der im Web nach deinen Daten sucht
IdentSafe-Hotline = Beratungshotline, wenn deine Daten im Internet auftauchen (= "Lassen Sie Ihre Kreditkarte/ Bankkarte/ Krankenkarte/ blablabla sperren, erstatten Sie Anzeige bla bla bla. Hier sind die Nummern dafür: ....")
IdentSafe-Cleaner = Anwalt, der Unternehmen, Hoster, Suchmaschinenbetreiber anschreibt und die Löschung deiner Daten fordert
IdentSafe-Schlüsselservice = Anhänger für deinen Schlüssel mit einer Postadresse der Schufa/ einem Drittdienstleister sowie einer ID. Wenn du deinen Schlüssel verlierst und ein ehrlicher Finder ihn dann an die Schufa (bzw den Dienstleister) schickt, kann dieser anhand der ID zuordnen, wem (dir) der Schlüssel gehört und ihn dir noch mal zuschicken.

SCHUFA-UpdateService = Sobald ein Dienstleister eine Schufa-Auskunft zu dir einholt, informiert dich die Schufa und fragt quasi nach, ob du wirklich einen Vertrag mit diesem Dienstleister schließen wolltest. Falls das nicht der Fall ist, kann man davon ausgehen, dass jemand sich deiner Identität bemächtigt hat und auf deinen Namen einen Vertrag schließen wollte. Dann kann die Schufa im Voraus dem Dienstleister mitteilen, dass du gar nichts von dem Vertrag weißt und der Dienstleister wird eben keinen Vertrag mit diesem Identitätsdieb schließen. Das funktioniert natürlich nur bei den Dienstleistern, die dann wirklich eine Schufaauskunft einholen.

SCHUFA-Auskunft online = Schufa-Auskunft, also das, was der deutsche Datenschutz dir 1x pro Jahr kostenlos zusichert, kannst du quasi beliebig oft direkt online durchführen.
 
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  • #5
@acc Nun ja welche Daten man dem Laden zusätzlich gibt muss jeder selber wissen - wie bekannt ist haben diese ja schon sehr viele Daten - warum sollte man das nicht mal für sich selber nutzen statt das nur Firmen einen zugegeben sehr subjektiven Nutzen davon haben?

Ich habe bisher nur einen lebenslangen Auskunft-Zugang - und den finde ich durchaus praktisch um den Laden zu kontrollieren... - Je nachdem welche Daten die Schufa schon von einem hat kann das Angebot für den ein oder anderen ja trotzdem recht Sinnvoll sein.
 
Nunja, erstens, weil du dem Konzern damit noch mehr Geld und Daten in den Hintern bläßt, was ich für sehr beunruhigend halte. Denn du zahlst schon (zwangsweise) mit deinen Daten, damit die überhaupt existieren können und dann zahlst du nochmal, damit du Zugriff auf deine Daten erhältst?

Zweitens hast du ohnehin lebenslangen Zugriff auf die Daten, da der Gesetzgeber dir dazu explizit das Recht einräumt. Zusätzlich, wie ich das aus dem Video von Wilde Beuger Solmecke entnehme müssen sie dir sogar sagen, welche dieser Daten für dein Rating verwendet wurden.

Rechtsgrundlage ist §34 Bundesdatenschutzgesetz:

Im Übrigen ist auch das aktuelle Bestellformular der Schufa wieder einmal im Wesentlichen darauf ausgelegt die Schufa zu füttern.

Selbst bei der nach §34 verpflichtenden Auskunft fordert die Schufa Daten, die sie weder zum Bearbeiten des Bestellprozesses benötigt, noch für deren Erhebung sie ein Recht hat:



Wichtige Informationen für diejenigen, die über das verlinkte Formular bestellen wollen:
Die Angaben zur Person sind tatsächlich notwendig um eindeutig zu identifizieren um zu identifizieren, für wen man die Daten heraus geben muss und um den korrekten Empfänger ermitteln zu können. Im Bereicht Sonstige Angaben muss die Unterschrift gesetzt werden, sowie "Bestellung Datenübersicht nach §34 BDSG" angekreuzt werden. Mehr ist allerdings nicht nötig. Alle weiteren Daten sind also euer persönliches Geschenk an die Schufa.
Eine Bankverbindung ist bezüglich §34 BDSG definitiv nicht notwendig, dieser Bereich kann und sollte also ebenfalls ausgelassen werden. [Anm. selbst wenn die Schufa (wohl nur zum Teil) Kenntniss von euren Konten hat, braucht ihr diese Daten nicht anzugeben.]

Die Anweisung 1 ist demnach also nur halb-richtig. Man müsste eher sagen: "Füllen sie die relevanten Teile des Formulars aus."
Die Anweisung 2, die die Forderung nach Ausweisdokumenten enthält ist nicht nur dreist sondern schlicht nicht erlaubt. Zumindest im Bezug auf §34 BDSG (an andere Auskunftsersuche können beliebige Forderungen geknüpft sein) darf diese Forderung nicht geknüpft werden. Um genauer zu sein, stellt die Forderung nach einer Ausweiskopie eine Ordnungswidrigkeit nach §14 PAuswG dar.

Bei meinem jährlichen Auskunftsersuchen sende ich jeweils das nach oben beschriebener Weise ausgefüllte Bestellformular, sowie ein formloses Schreiben, mit dem Hinweis, dass ich der Beilage einer Ausweiskopie widerspreche und dass ich ggf. rechtliche Schritte einleite, sofern mir keine Auskunft erteilt wird.
 
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