Schnell wachsene Pflanzen für Innenhof

KaPiTN

Boomer ♪♪♫♪♫♫♪
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14 Juli 2013
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Hallo, liebe Botaniker und Gründäumlinge,

wir beabsichtigen einen kleinen Innenhof, sobald da ein Terrassenholzboden verlegt ist, zu begrünen. Das bedeutet dann also, die Pflanzen stehen in Gefäßen. Blumenkästen sind noch vorhanden, wenn unbedingt nötig, könnte man noch Kübel besorgen.

Was uns dabei wichtig ist, daß das möglichst zügig vonstatten geht, also nicht das Pflanzen, sondern die Begrünung, ohne aber, daß das irgendwelche vorgezogene Pflanzen sind. Es darf auch gerne günstig sein.

Die erste Frage wäre also, was wächst schnell und pflegeleicht a) als Kletterpflanze und b) freistehend?

Gefühlsmäßig haben wir uns das selber mit Wein und Bambus beantwortet.

Aber das ohne die geringste Ahnung von der Materie , nicht einmal Google habe ich bemüht, damit ich Euren zahlreichen Erfahrungsberichten völlig unvoreingenommen sein kann. ;)

Sich anschließenden Fragen wäre dann z.B. , wo bekommt man das günstig, wie schnell wächst das und wann pflanzt man es.Im Frühjahr oder noch dieses Jahr?

Solange das schnell wächst, darf das auch gerne von anderen Leuten als Unkraut bezeichnet werden, es sollte nur keine Eigenschaften haben, wie z.B. zu stinken oder giftig sein.

Ich hoffe auf fachmännischen Rat. :)

PS: Der Hof hat, außer zur Nordseite, Wände unter 3 Meter, bekommt also für einen kleinen Hof von um die 20 qm ordentlich Licht.
 
Hanf stinkt? Also ohne Feuer? :unknown:

Reicht denn da Sonne? Ich habe da was von Lampen gelesen. Ist das nicht so ein Ernteding? Das ist doch nicht, wie sagt man, frostresistent.
Damit macht man sich doch keinen Garten.
 
Die ersten Fragen sind:
kannst du ggf. Kübel im Winter im Keller oder so überwintern?
Und kannst, bzw. darfst du Rankgitter an den Wänden anbringen?

Für Blumenkästen empfiehlt sich eher, dass man in jedem Frühjahr neu einsät. Bei so wenig Erde sind die Nährstoffe schnell verbraucht.
Da kann man dann Kapuzinerkresse oder sogar essbare Bohnen nehmen. Die brauchen aber Stangen oder ein Gerüst.

Wenn du was in Kübeln möchtest, dann nach hinten , der ist mega-pflegeleicht und riecht abends gut.

Nach weiter vorne dann die üblichen . Die Auswahl ist riesig, die sind auch recht preiswert.
Es gibt auch Kletterhortensien. Die wachsen schnell, brauchen aber ein kräftiges Gitter. Und verlieren ihre Blätter im Herbst.

Bambus ist ein Starkzehrer. Das heißt, er braucht einen sehr großen Kübel und muss ständig gedüngt werden.
Ich würde eher große Gräser empfehlen. Da gibt es mittlerweile auch unzählige Sorten, die für Kübel geeignet sind.
Die müssen aber auch im Frühjahr kräftig zurückgeschnitten werden, damit die danach schnell wachsen können.
Über die Wintermonate sollte der Kübel verpackt werden mit Jute und das Gras zusammengebunden werden.

Wein im Kübel ist eher grenzwertig. Und wenn es für einen kleinen Innenhof ist, dann wird dir das Insektenzeug auf die Nerven gehen. Der lockt an ;)
Außerdem ist Wein sehr anfällig für Schädlinge und irgendwelche Krankheiten.

Das schönste für Mauern sind dann die Waldreben.
Da kannst du auch zwei Kübel bepflanzen und die obenrum mit einem Gestell, Gerüst, Bogen oder was auch immer verbinden.
Die wachsen sich dann entgegen und verschlingen sich. Schön ist, dass man die Triebe auch in alle Richtungen leiten kann.
Die braucht man auch nicht schneiden.
Die Kübel kann man im Winter draußen lassen, man sollte sie aber auch etwas verpacken.

Pflanzen kann du nahezu alles an Dauerpflanzen jetzt noch bis etwa Ende Oktober.
Obwohl sämtliche Angaben bei den Wetterkapriolen fast Makulatur sind. Halt einfach den Kopf aus dem Fenster und fühl, ob es friert.
 
Wenn sich das Grünzeugs wie ein Krebsgeschwür dermaßen über das Gebäude ausbreiten soll dass es darunter schon fast erstickt kann ich zwei Pflanzen empfehlen: Entweder den "Gemeinen Efeu" oder als nukleare Option die "Dreispitzige Jungfernrebe" die solche Resultate bringt:



Beide können in einen großen Topf (50x50x50cm und aufwärts) gepflanzt werden. Der Efeu hat den Nachteil dass er sich in der Fassade verwurzelt und diese kontinuierlich schädigt, die Jungfernrebe bildet hingegen Saugnäpfe. Die Saugnäpfe verursachen zwar keine Schäden an der Dämmung, lassen sich jedoch nur aufwändig abflämmen wenn man später eine saubere Fassade haben will.
 
Ich finde so was total schön :T

Soviel kaputt, wie landläufig angenommen wird, machen die Gewächse gar nicht im Mauerwerk. Höchstens bei preiswertem Putz.
Es sieht halt nur unschön aus, wenn es abgerissen wird.
Dafür hat man einen wunderbaren Hitze- und Kälteschutz und gegen Ungeziefer auch noch Vogelnester in der Bepflanzung :)

Efeu in den Größenordnungen muss man allerdings etwa alle zwei bis drei Jahre mal mit der (elektrischen) Heckenschere bearbeiten.
Das geht gut in Arme und Rücken...
 
Der Klassiker wurde noch nicht genannt, Schlingknöterich (Architektentrost).
 
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  • #10
Ich danke schon mal für die bereits eingegangenen Antworten. Daß mir nicht auf jeden Beitrag eine Antwort einfällt, bedeutet nicht, daß ich hier nicht im Thread anwesend bin.
 
Hopfen wächst auch schnell, unsere schon ein paar Jahre alte Pflanze wuchert regelrecht und macht jedes Jahr aufs neue sehr viel Grün, weiß allerdings nicht ob bzw. wie gut der für Kübel geeignet ist.
 
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