Saugking.net: ein Jahr Gefängnis auf Bewährung für Betreiber


Der ehemalige Betreiber des Forums Saugking.net wurde am 11.11. vom Schöffengericht Gütersloh zu einer Strafe von einem Jahr Freiheitsentzug . Die Freiheitsstrafe wurde für den 39-jährigen Rheinländer auf Bewährung ausgesetzt. Das zivilrechtliche Verfahren steht allerdings noch aus.
Ein privater Ermittler, der im Auftrag von Rasch Rechtsanwälte tätig ist, wurde vor mehreren Jahren auf einen Hosting-Provider in Bukarest (Rumänien) aufmerksam. Nach einer erfolgreichen Klage vor dem Zivilgericht wurde der Hoster dazu verpflichtet, die Identität seiner Kunden preiszugeben. Einer der Mieter der Server war ein Elektrotechniker aus Langenberg im Kreis Mettmann. Er betrieb bis Sommer 2014 das Forum Saugking.net, wo unzählige Links zum illegalen Download von Musik- und Filmwerken, Software-Programmen, Computerspielen und E-Books angeboten wurden. Bei 90.000 Seitenzugriffen monatlich soll der Mann angeblich binnen sechs Monaten bis zu 40.000 Euro erwirtschaftet haben, behauptet . Dieser Wert ist allerdings völlig überzogen.

Vor Gericht wurde dem 39-Jährigen vorgeworfen, er habe sich wegen unerlaubten Eingriffs in urheberrechtlich geschützte Werke und verwandte Schutzrechte in 116 Fällen zu verantworten. Alleine 756.000 Musiktitel wurden dort öffentlich verfügbar gemacht. Mit dem Urteil sind zumindest die strafrechtlichen Ermittlungen in Sachen „Saugking“ abgeschlossen. Der frühere Betreiber muss aber noch mit empfindlichen Schadenersatzansprüchen rechnen, zumal Rasch Rechtsanwälte für diverse große Plattenlabel aktiv ist. Laut Rechtsanwalt , der im Verfahren als Nebenkläger auftrat, wird durch die Mandanten dieser Hamburger Kanzlei rund 80 Prozent der deutschen Musikindustrie abgedeckt. Laut Brüß wird die Verfolgung derartiger Täter immer schwieriger, weil diese ständig dazulernen.

Rasch Rechtsanwälte wurde durch einen von ihnen beauftragten Grundschullehrer aus Hamburg auf das Forum Saugking.net aufmerksam gemacht. Der 31-jährige Lehrer ist in seiner Freizeit auf Honorarbasis als privater Ermittler tätig.

Bildquelle: , thx!




Autor: Lars "Ghandy" Sobiraj
 
Völlig OT, ist mir aber geradezu ins Auge gesprungen: ist doch der damals heißgeliebte Jan Derk Mallander aus Bocholt (damals angeblicher Coder [that readz: demomaker user], GFX Artist und Texter bei Panic? ), der die Demodisks an die Lamer verkauft hat?

*Memories* :D
 
Private Ermittler müssen die Arbeit der Strafverfolgungsbehörden erledigen. Nicht, weil der Kriminelle die Strafverfolgungsbehörden wegen seiner hohen kriminellen Energie hat alt aussehen lassen, sondern, weil die Privatermittler deren Arbeit haben erledigen müssen.

Kleiner Tipp an die zukünftigen Urheberrechtsverletzer. Geht mal zu echten Kriminellen und macht da einen auf Azubi. Erst dann legt ihr los.
Dann passieren so furchbare Fehler, wie Server auf den eigenen Namen anmieten, nicht mehr. Selbst, wenn die Strafverfolgungsbehörden kein Interesse zeigen, kann ein Privater auch den Popo aufreissen.
 
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