[Sammelthread] Betriebssysteme für SBC (Single Board Computers)

sia

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Hallo ngb,

Welche Betriebssysteme setzt ihr denn auf euren SBCs ein und warum?

Würde hier gerne eine Liste erstellen und ein paar Erfahrungsberichte und Tipps sammeln.

Ich selbst habe gerade ein paar NanoPi Neo bestellt und suche nun nach einem guten Workflow, Images dazu zu erstellen. Dadurch bin ich auf DietPi gestoßen, welches ein leichtgewichtiges Debian-Image für mehrere SBC ist und zum Ziel hat, leichter als Raspbian zu sein.

Hier mal eine Liste (kein Anspruch auf Vollständigkeit):
  • – u.A. für Raspberry Pi, Odroid, NanoPi, Orange Pi, Tinker Board
  • – ausschließlich Raspberry Pi
  • – sehr viele unterstützte Boards, u.A. Raspberry Pi, Cubieboard, Orange Pi, pcDuino, Olimex
  • – viele Boards von ARMv5 bis ARMv8

Kennt ihr noch mehr? Habt ihr positive oder negative Erfahrungen sammeln können? Welches Image eignet sich eurer Meinung nach für welchen Anwendungszweck?
 
Gentoo kenn ich nur vom Hörensagen, dauert das da nicht ewig neue Software zu installieren?

Falls dem so ist, wär ich mal wieder zu ungeduldig.
Für kleinere Serverdienste im Heimnetz hatte ich arch Linux ARM benutzt, weil sonst auch Überfall arch rennt und ich so überall dasselbe hab.

Und ich nach wie vor großer Fan von AUR bin.

Das gute bei dem Pi Image afaik: Die Installation und Grundeinrichtung fällt komplett weg, Nachteil ist in der Theorie die Stabilität durch rolling release aber damit hatte ich die letzten 3 Jahre irgendwie auf keinem meiner Systeme Pech mit.

ist noch zu erwähnen, da kann man mit einem GUI die gewünschte Distro runterladen und installieren.
Vorinstalliert ist raspbian, in der lite Variante fällt das aber weg.
 
dauert das da nicht ewig neue Software zu installieren?
Ja, dem ist so.

Für kleinere Serverdienste im Heimnetz hatte ich arch Linux ARM benutzt,
Ich hatte eine Zyxel NSA325 mit Arch 3 Jahre lang laufen. Dann ist das Ding durchgebrannt. Im ArchlinuxARM-Forum hatte ich daraufhin nachgefragt, ob die auch den Nachfolger zum Laufen kriegen (andere CPU, mehr als doppelt so schnell). Da kam ein freudiges Jawoll. Als ich dann die NSA326 gekauft hatte, ließen die mich komplett im Regen stehen. Im o.g. Forum (doozan) gab's aber jemand, der das Ding mit Debian bestücken wollte. Alsbald fanden sich dann ein paar Leute, die dann schrittweise die Treiber und DTS-Konfiguration herausbekamen. Der Prozess dauerte gut und gerne ein Dreivierteljahr. Der Admin (Bodhi) hat das Teil dann auf Debian umgesetzt, ich hab mir die Configs rausgezogen und ein Gentoo gebaut. Mittlerweile läuft aber auch Arch und Ubuntu darauf.

Und ich nach wie vor großer Fan von AUR bin.
AUR ist eine sehr ambivalente Sache. Einerseits ist die Anzahl der Pakete enorm hoch. Aber ich hatte auch schon oft den Fall, dass viele verwaiste Sachen mit rumschwirren. Und wenn dann ein AUR-Paket diverse andere AUR-Pakete als Abhängigkeit braucht, bei denen dann ein oder mehrere fehlschlagen oder verwaist sind, hat man fast keine Chance, das Zeug installiert zu bekommen. Auf Systemen, die ich nur selten updaten kann und bei denen ich auch nicht viel Zeit zum Basteln investieren kann, versuche ich AUR weitestgehend zu vermeiden.
 
Auf meinen Raspberrys läuft nur Arch Linux ARM.

Warum?

Weil Arch Linux schon die bevorzugte Distribution auf meinen normalen Rechnern ist. Vorher hatte ich es mit Raspian probiert, was in meinem Fall schnell zu Frust geführt hat. Für das ngb hatte ich einen Server für Quake 3 Arena aufgesetzt. Damit dieser immer unter der gleichen Adresse zu erreichen ist, kam ddclient zum Einsatz. Raspian hatte hier die letzte als "stable" gekennzeichnete Version angeboten. Diese hatte allerdings einen bekannten Bug, so dass die Aktualisierung der IP nicht zuverlässig war. Für ddclient gab es zwar eine reparierte Version, aber die war nicht "stable" und daher bei Raspian nicht vorhanden. Zum selbst bauen und betreuen abseits der Paketveranstaltung hatte ich keine Lust, daher habe ich dann einfach Alarm installiert.

Da Arch meiner Erfahrung nach ziemlich stabil ist und ich für meine privaten Sachen auch keine Verfügbarkeit von 99,9 Prozent brauche, werde ich auch bei Arch Linux bleiben.
 
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