Ruhestörung - was ist für euch okay?

Nachtruhe sollte man schon einigermaßen wahren.
Ich wohne gegenüber eines großen Hotels, da sind jetzt im Sommer jede Woche Samstags 2-3 Hochzeiten gleichzeitig, abends-nachts mit Technomusik, Feuerwerk und mein persönliches Hightlight, nachts um 3 ne besoffene 20Mann starke Blaskapelle auf der Straße vorm Hotel...

Normal denk ich immer "okay, die heiraten auch nur einmal. Gönn ich es ihnen, sind ja jede Woche eh andere die da lärmen".

Aber mein Bruder der im gleichen Haus wohnt, hat nun ein 2 Monate alten Sohn und wenn drüben HaliGali ist, dann schreit der kleine die ganze Nacht. Seit dem sehe ich das auch anders mit der Nachtruhe.

"Normalen" Erwachsenen kann man schon mal zumuten eine Party bei den Nachbarn zu ertragen, aber wenn Familien mit Kindern oder Rentner ruhe wollen kann ich das schon irgenwo verstehen.

Wenn wir bei mir feiern, dann gibts am nächsten Tag an jeden Nachbarn ein Körbchen mit Schoko, Prosecco/Bier und 'ner Entschuldigung.
Dann sehen die Nachbarn, dass man sie nicht vergessen hat und wenns das nächste mal zu Bund wird, sagen sie einem das freundlich und sind nicht gleich eingeschnappt, dass man ihre Ruhe gestört hat.
 
Weil es, eine für mich normale, Toleranz gegenüber dem Lebensstil meiner Mitmenschen ist.
Mein Nachbar A ist ein Alkoholiker der gerne mal störrisch ist und in seinem Garten Thenorhorn spielt.
Mein Nachbar B ist ein Berufstätiger der Abends erst heimkommt und dann gerne mal um 21Uhr anfängt mir der Motorsäge/Rasenmäher/usw. zu hantieren.
Mein Nachbar C hat Kinder die den ganzen Tag übelst Lärmen.
Und D weckt grundsätzliche alle in 20km Umkreis wenn er mitten in der Nacht sein Motorrad antritt.
Ich käme nie auf die Idee mich darüber zu beschweren und so ist es für mich selbstverständlich, dass sich meine Nachbarn an meiner Geburtstagsparty ebenfalls tolerant zeigen.

Andernfalls endet es meisst damit, dass bei jedem Fehltritt in der Nachbarschaft direkt die Polizei gerufen wird und schlussendlich damit auf RTL landet.
Damit meine ich nicht, dass man die 24/7 Partys seiner Nachbarn tolerieren muss aber wenn das 3-4x im Jahr macht, denke ich kann man da schon mal ein Auge zudrücken.
 
Nun was Ruhestörung ist und was nicht, ist ja gesetzlich beschrieben, bestimmte Lautstärke über bestimmte Dauer zu bestimmten Zeiten.
Da gibt es die peniblen Nachbarn, die sich schon beschweren, wenn man zu laut sein Geschäft auf dem Klo verrichtet und die Nachbarn, die sich nicht mal beschweren, wenn du in deinem Garten Sprengminen testest.
Beschweren kann man sich zwar immer, wenn man möchte, durchkommen kann man damit aber nur in dem entsprechen abgesteckten gesetzlichen Rahmen.

Prinzipiell ist es immer nett den Nachbarn bereits im Voraus bescheid zu sagen, dass man eine Feier geplant hat und diese etwas lauter als üblich werden könnte.

Wie gesagt, es gibt immer Nachbarn, die besonders penibel sind, so jemanden hatten wir auch jahrelang in der Nachbarschaft. Da wurde dann eben Party gemacht, bis die Polizei eingedrudelt ist, da wir das in der Regel rechtzeitig bemerkt haben, einfach vorher die Musik aus, Beleuchtung aus und "Schlafend" stellen. 3-4x gemacht und die Polizei kommt auch nicht mehr vorbei, weil sie den Anrufer für bekloppt halten. :D ;)
 
Weil es, eine für mich normale, Toleranz gegenüber dem Lebensstil meiner Mitmenschen ist.
Eben. Wer mit anderen Menschen in einem Haus wohnt hat sich es ja auch ein Stück weit ausgesucht. Also das man auch andere Menschen wahrnimmt. Für mich ist es einfach selbstverständlich das ich somit auch den Lärm anderer "ertrage" sofern der nicht zu massiv und häufig auftritt. Bei den Anderen sieht es wohl genau so aus. Bei mir hat sich nämlich auch noch nie einer beschwert. Ist halt gegenseitige Toleranz.

Würde ich damit partout nicht klar kommen könnte ich wegen jedem Furz die Polizei rufen - so lange bis mir jemand mal vor die Türe scheißt, oder einfach wo hin ziehen wo es weniger Lärm gibt. Da wo meine Eltern wohnen werden z.B. um 19 Uhr die Gehsteige hochgeklappt. Wenn man da wohnt hat man seine Ruhe UND spart dazu noch einen Arsch von Geld :T
 
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  • #26
Da wurde dann eben Party gemacht, bis die Polizei eingedrudelt ist, da wir das in der Regel rechtzeitig bemerkt haben, einfach vorher die Musik aus, Beleuchtung aus und "Schlafend" stellen. 3-4x gemacht und die Polizei kommt auch nicht mehr vorbei, weil sie den Anrufer für bekloppt halten. :D ;)
Haha da hatten wir auch schon kranke Ideen.
Unser Kaff hat nur eine Hauptstraße und falls die Polizei kommt, kommt sie sowieso meist von derselben Richtung (auch bei Dorffeiern).
Man nehme 2 Mann, positioniere diese "oben" und "unten" und schon hat man das perfekte Frühwarnsystem :D

Aber accC sag mal, sind die dann wirklich nicht mehr gekommen?
Ich glaube kaum, dass das so einfach geht, wenn man die Musik aus macht, wenn sie kommen und danach weitermacht.
Naja das schlimmste was passieren kann ist warscheinlich ne Anzeige wegen Lärmbelästigung oder so - muss natürlich auch nicht sein.

(Bitte nicht über diesen Post aufregen, ist doch nur Spaß!)

GreeZ psp
 
Das schlimmste was dir passieren kann ist das du aus der Wohnung fliegst...Natürlich würdest du zuerst abgemahnt, aber wenn es dann trotzdem so weitergeht kann der Vermieter das machen. :coffee:

EDIT: Fast vergessen: Bei uns gibt es mit Lärm keine Probleme. Mein Nachbar dreht zwar die Musik oft mal laut auf aber zum Glück haben wir den selben Musikgeschmack :D

EDIT2: Natürlich nur wenn es eine Mietwohnung ist... Danke an The_Emperor :T
 
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Kann dir aber nur bei einer Mietwohnung und dreimaliger schriftlicher Ermahnung vom Hausbesitzer passieren so weit ich weiß. Kommt der Lärm aus einen Gebäude in Eigentum schaust du durch die Finger. Mehr als eine Anzeige kannst weder du noch die Polizei in diesem Fall machen.
 
Weil es, eine für mich normale, Toleranz gegenüber dem Lebensstil meiner Mitmenschen ist.

Jeder kann tun und lassen was er möchte und leben wie er möchte - solange dessen Lebensstil nicht den eines anderen beeinträchtigt.

„Was du nicht willst, das man dir tu', das füg' auch keinem anderen zu.“

Nach dieser Regel lebe ich und verhalte mich auch dementsprechend. Und das erwarte ich auch von meinen Mitmenschen mir gegenüber.

Daher muss man auch keine Party, die nur ein mal im Jahr stattfindet und meinen Lebensstil beeinträchtigt akzeptieren. Wer weiß, vielleicht habe ich ausgerechnet am nächsten Tag eine wichtige Prüfung?
Wer meint bis morgens Party machen zu müssen, der kann das doch gerne tun - z.B. in einer Disco. (Siehe oben: Jeder kann das tun was er möchte, solange er andere nicht belästigt).
 
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Solange es nicht jedes Wochenende ist, und auch nicht so viel länger als 1 oder 2 Uhr, ist das schon ok, wir sind auch mal laut.
Genervt hat mich hier mal was, jeden Tag, auch unter der Woche als ich mich aufs Abi vorbereitet habe, bis in die Nacht laute Musik. Hätte ja schnell angerufen, kam aber wohl von 1-2 Straßen tiefer der Lärm... hat sich aber zum Glück doch recht schnell gelegt.

Mich nervt es, wenn mein Nachbar sein Mopped morgens anmacht, wenn er in die Schule fährt, ich aber bis 11 Uhr schlafen will.. :D
 
@Destiny
leider falsch, Nachtruhe ab 22Uhr gibt es nichtmehr. Seit einiger Zeit gilt immer "Zimmerlautstärke", egal um welche Uhrzeit,

Bei mir im Haus isses eh etwas anders (in der Gegend eh, wohne in einer Kneipenstraße in der Innenstadt), der eine spielt Bass, der andere singt lauthals unter der Dusche und Rest ist selten da (5er Haus, jeder sein Stockwerk).
Allerdings, als ich Nachtschicht hatte und Nachbar über mir Bass spielte, bin ich schon hoch und hab angefragt, obs auch später geht, seitdem spielt er abends bis 23 Uhr :p
Auch als seine Trulla rumgequiekt hat wie ein Chipmunk, sowas brauch ich nicht, vorallem nicht, wenn ich schlafen will und meine Nachtruhe ist mir heilig!

Einmal kam die Polizei samt Feuerwehr, da hab ich angerufen, weil 3 Tage lang ununterbrochen Klassikmusik an war, das war etwas seltsam, war aber mehr die Sorge um den Nachbarn (hatte schon nen Selbstmordversuch hinter sich).
War aber zum Glück nicht da, hat sich selber eingeschaltet.
Der ist übrigens paar Wochen später ausgezogen :o

Und die Sch... jugendlichen Suffköpfe jedes Wochenende,....tja, so isses halt, muss mir mal ne Sniper mit Farbkugeln anschaffen :D
 
Ich hatte mal in einem Neubau gewohnt, soweit so gut, allerdings hatte Rücksichtslosigkeit oberste Priorität dort. Nerviges BUMM DUMM BUMM-Bass Gedudels bis spät in die Nacht, Leute die auf dem Balkon feierten und die man bestimmt noch einen Kilometer weiter weg gehört hat. Mehrmals war die Polizei dort wegen Ruhestörung. Ein Miteinander war da nicht vorhanden. Da es sich um Eigentumswohnungen handelte, meinten sicher die Leute, dass sie machen können was sie wollen - so einfach ist es aber nicht!
 
Hallo,

ich hab mir nur den Startpost durchgelesen, also bitte sorry wenn hier schon jemand das selbe(ähnliche) geantwortet hat.

Ich habe es immer so gehalten. Wenn ich weis ich feiere, dann sag ich es den Nachbarn vorher. Entschuldige mich schon mal präventiv für die
kommende Nacht und versuche wenigstens halbwegs für Ordnung zu sorgen. Versuchen die Musik ab ca. 00:00 Uhr halbwegs im Rahmen zu halten. Natürlich
kann es zwischendurch immer wieder zu Ausrutschen kommen, aber als Partygeber sollte man soweit nüchtern sein um noch ansatzweise zu verstehen
daß sich Nachbarn gestöhrt fühlen könnten.

Meine Erfahrung mit diesem System ist die: Jungen Nachtbarn ists wurscht und kommen gegebenfalles vorbei um mitzufeiern. 30-40 Jährige Eltern sind nachsichtig weil man sie vorher gewarnt hat und sie selber mal jung waren. Ältere Mitbewohner ertragen die Nacht ohne Stess zu machen und erzählen einem dann, Monate lang, im Stiegenhaus, wie es war selber jung zu sein und wie schwer es war die Nacht zu ertragen.:p

Bei spontanen Partys bin ich dafür das man sich halbwegs ans Gesetz hält. Um 22:00Uhr Musik nur mehr auf "Zimmerlautstärke" und bei Beschwerden von Nachtbarn nicht frech werden sondern einlenken bzw Verständniss zeigen. Alles andere ist für mich Unsinn und führt nur zu Stress den man in normalen Leben nicht brauchen kann.

Grüße

ZooHahn
 
mir ist die musik und der krach schnuppe. so lange es nicht übertrieben wird, sollen sie ihren spaß haben :)

es wird nicht häufig gefeiert und außerdem lasse ich meine anlage gelegentlich ab 15 uhr selbst krachen :D
 
@Destiny
leider falsch, Nachtruhe ab 22Uhr gibt es nichtmehr. Seit einiger Zeit gilt immer "Zimmerlautstärke", egal um welche Uhrzeit,

Stimmt das?
Hast du dazu vielleicht ne Quelle?

@Topic:
Naja, wohne in nem Studentenwohnheim in welchem auch noch ein Studentenklub vorhanden ist der an 2 festen Tagen in der Woche auf hat.
An dem einen ist's eher wie ne Kneipe, am anderen Tag aber dann richtig Discomäßig mit laut Musik und allem bis 2-3 Uhr Morgens.
Muss man halt mit leben, wobei ich das jetzt auch net allzu schlimm finde.
Komme, trotz offenem Fenster, recht schnell zum einschlafen, hatte also bisher noch nie Probleme damit.
Und in der Prüfungszeit isses hier natürlich ruhig, die anderen müssen ja selber auch lernen ^^

Aber wenn ich woanders wohnen würde, naja, würde ich es halt auch so handhaben meine Nachbarn vorzuwarnen.
Wobei ich sagen muss dass ich recht ungern bei mir selber feier, gehe lieber außerhalb feiern.
 
Sofern es sich um ein Mehrparteienhaus handelt oder um ein Reihenhaus mit unmittelbar angrenzender Nachbarschaft, würde ich mich nach den ungeschriebenen Gesetzen und oder Sitten der Miet- / Anwohnergemeinschaft halten. Wenn es üblich zu sein scheint, eine Gartenparty, die auch mal über die Mitternachtsgrenze hinaus gehen soll zu feiern, fiele mir da bspw. ein, einen Zettel in die nachbarlichen Briefkästen zu werfen, der die Feier freundlich ankündigt (und evtl. dem Angebot, doch auch auf ein Glas Sekt vorbeizuschauen - machen die Meisten dann ohnehin nicht). Die Bestimmungen für die "Nachtruhe" sind ansonsten in der Entität mehr oder minder zwar eindeutig rechtlich geregelt (22 bis 6 Uhr, s. Nachbarschaftsrecht), in ihren Kriterien aber gar nicht so eindeutig definiert. Deshalb ist es dann oft auch so, dass die Polizei gar nicht so recht weiß, was sie vor Ort machen soll, wenn von außen gar keine Schallquelle wahrzunehmen ist, sondern nur immer mal wieder kurz aus dem Inneren der nachbarlichen Wohnung. Insofern tut man gut daran, ein freundliches Verhältnis zu seinen Nachbarn zu pflegen, der Weg über die Polizei empfiehlt sich m.E. in solchen Belangen überhaupt nicht. Beschweren würde ich mich als Nachbar dann - und zwar freundlich, persönlich und nicht drohend - wenn die Geräuschquelle mich wirklich und ernsthaft stören sollte. Dafür haben die meisten Menschen auch Verständnis. Als Ultima Ratio bleibt dann - je nach nachbarschaftlichem Umfeld - auch immernoch die Polizei; in dem Fall dürften aber vermutlich die Geräuschpegel-Probleme nur ein nachbarschaftliches Problem- oder sogar Kriegsfeld von einigen sein.

Insgesamt gelten, wie oben erwähnt, aber grundsätzlich i.R.d. "Ruhestörung" ab 22 Uhr die entsprechenden Richtlinien, an die man sich halten muss. Wenn die Nachbarn also darauf bestehen, dass um 22 Uhr bitte "Zimmerlautstärke" herrscht - wobei hier die Schalldämmungseigenschaften des Hauses auch eine Rolle spielen - so wird man sich daran halten müssen.
 
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