Morgen auch hier... erst einmal wach werden...
Also ich bezog mich damit eher auf das menschliche Problem sich "anderem" gegenüber zu öffnen, ohne jetzt speziell die Ausländerthematik damit einfließen zu lassen, auch wenn dass der Titel des Threads so vermittelt.
Selbst innerhalb unserer "Kultur" gibt es doch Hemmschwellen dem anderen gegenüber, zum Beispiel fehlendes Vertrauen in sein Gegenüber, grundlegenden Argwohn (speziell auch wenn es mir selbst nicht gut geht), vielleicht auch Neid oder einfach nur Unverständnis/grundlegende "Beklommenheit" wie man jemanden einzuschätzen/zu deuten oder mit einer "nicht alltäglichen" Situation (die ein anderer verursachen kann) umzugehen hat.
Auch wenn das jetzt nur ein kurzer Ausschnitt ist, eine mögliche Liste von Begriffsdefinition (ich picke da jetzt absichtlich keine Passagen raus):
Die
auf andere Zuzugehen im nicht aggresiven Sinn - man könnte es auch
nennen, gepaart mit einer etwas verzahnter
und
als Oberbegriff für etwas was uns nicht so bekannt oder direkt nachvollziehbar ist - letzteres kann auch durch Handlungen, Gesten oder Mimik ausgerufen werden oder einfach nur aufgrund einer anderen Hautfarbe weil etwas "merkwürdig" und nicht direkt vertraut wirkt, aber dazu mal ein Beispiel....
Es gibt meiner Meinung nach auch viele Menschen die komisch darauf Schauen wenn jemand eine Warze auf der Nase im Gesicht hat oder wenn eine lange Narbe das Gesicht oder andere Körperteile ziert... wenn jemand eine Behinderung besitzt erzeugt das oftmals auch Emotionen. Bei all diesen könnten das sein Unverständnis, Ablehnung, Ekel, Mitleid/Mitgefühl, Neugier, "Angst", Charme, Faszination oder Überforderung nicht zu wissen wie man jemanden oder etwas begegnen soll, ob man Hilfsbereit sein soll (will das dieser Mensch überhaupt? Darf ich das, sollte ich?) oder ähnliche Emotionen/Reaktionen. Ich will eigentlich damit eigentlich nur Anreißen - die Liste ist nicht komplett - wenn etwas nicht so ist wie wir es kennen oder erwarten erzeugt das doch etwas in uns und damit geht jeder auch anders um - das kann positiv wie auch negativ sein je nachdem welche Grundhaltung wir haben und wie abgeklärt wir mit etwas umgehen oder ob wir schon positive Erfahrungen mit etwas haben.
Und gerade diese Haltung und Umgang bezeichnet das "Fremde/Unbekannte" oder besser noch "Ungewohnte".
Das kann die Haltung eines anderen Menschen sein, seine "Kultur" - als Sammelbegriff für die geistige Haltung, Wert- und Moralvorstellungen welche wir versuchen müssen uns mit zu arrangieren wenn wir dafür offen sein möchten, so wie die Gestik und Mimik die uns auch noch beeinflusst.
Wie man hier im Forum auch sieht, ist das auch gar nicht so leicht sich auf andere so einzulassen und Sätze ohne Wertung zu handhaben, wir sind schließlich keine Maschinen die ohne besagte Grundhaltung alles ohne weitere Wertung mit kühler Betrachtung von Fakten in uns aufnehmen, fehlt uns zum Beispiel die Mimik und Gestik wissen wir manches oft gar nicht richtig zu deuten.
Was ich dabei auch ganz interessant finde, z.b die
Natürlich ist dies ein Beispiel was so erst nicht passt, aber diese Muster wie mit etwas umgegangen wird lassen sich, meiner Meinung nach, auf vieles übertragen. Auch wenn nicht gesagt ist das ein jeder Mensch GENAU SO und NICHT ANDERS reagieren würde.
Dazu kommt dann noch so etwas wie ein Modell der
was auch nochmal dahingehend einspielt, wie oder was wir verstehen, was wir verstehen wollen und können, im Gegenzug zu dem was dann auch wirklich (nur) gesagt worden ist.
Aber jetzt mal nen Punkt, sonst bekomme ich die Kurve nicht.
Ich meine daher nur, wir Menschen kämpfen schon genug damit Vorurteilsfrei zu werden entgegen dessen was uns Lieb und Teuer ist und mit den Vorstellungen und Sichtweisen, mit denen wir groß werden und was uns für das spätere Leben prägt. Uns dann miteinander zu arrangieren und uns Wert zu schätzen ohne nur von Emotionen befangen zu sein und nicht alles nur so zu verstehen, wie wir es tatsächlich verstehen wollen, nur weil es für uns bequemer erscheint damit oder gerade weil es in unser Weltbild passt (ohne dessen jetzt eine Wertigkeit zu geben).
Also lange Rede, das sind nur eine Handvoll von "Problemen", von denen mir in gewisser Weise bewußt ist das man sie haben kann im Umgang mit dem uns "Fremden" - und ich vermute jeder kennt Situationen wo uns etwas "fremd" vorkommt, selbst wenn es vielleicht eine ganz natürliche Sache ist damit wir im Alltag / in Situationen überleben....
Aber das, wie geht man damit um, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Und genau so sehe ich es eigentlich auch mit der Integration von anderen in unsere Kultur. Das ist ein Prozess von aufeinander zukommen, verstehen lernen und gegenseitigem korrigieren im stetigen Prozess, oder etwa nicht?
Wie sagt man in der Kommunikation auch: Das miteinander sprechen ist das Anregen von Wirklichkeit.
Und wir können nicht davon ausgehen, das man unsere Wertvorstellungen und den Gemeinschaftssinn damit bekommt, das man die deutsche Grenze überquert.
Selbst für Menschen die hier bei uns geboren sind, ist das auch schon ein Problem und erfordert einen ständigen Austausch.