Regierungen und Bevölkerungen durch Flüchtlingswelle überfordert?

Warum müssen denn die Flüchtlinge auch gleichzeitig Einwanderer sein?

Weil sie es faktisch sind. Natürlich können sie später auswandern aus Deutschland, wenn sie ein anderes Einwanderungsland finden. Der Regelfall wird dies bestimmt nicht sein, und was geht uns das eigentlich an? Gar nichts.

Viele fliehen doch vor Krieg, Verfolgung und aufgrund der Bedrohung ihres Lebens.
Sicher möchte ein großer Teil davon ihr das entspechende Heimatland zurück.

Kannst Du Dir vorstellen, was es heißt, alles aufzugeben, was Du mal hattest? Eine neue Sprache zu lernen? Was meinst Du wohl, wie oft gewöhnliche Menschen wie Du und ich diese mörderische Anstrengung in ihrem Leben schaffen?

Und warum diskutiert man das hier überhaupt? Weil man an der Illusion hängt, man könne sich die Einwander als handverlesene Gruppe nach eigenem Bedarf aussuchen.
 
Natürlich könnte man das.
Ob mit welcher Konsequenz man das aber will oder sollte, ist eine andere Frage. Aber gehen würde es natürlich.
 
Nee nee da haste schon recht.

Ich sagte ja auch nur, dass es möglich wäre. Bauste halt ne militärisch gesicherte 5 Meter Mauer mit Panzersperren davor um die EU-Außengrenzen und schirmst das Mittelmeer mit der Marine inkl. Schießerlaubnis ab.
Dann ist da Ende. Und dann kannste dir aussuchen wer kommt und wer nicht.

Nicht das wir uns falsch verstehen: Das ist natürlich kein Vorschlag oder so. Ich sage nur, dass es möglich wäre.
Dass das so (hoffentlich) keiner will und auch rechtlich aktuell gar nicht zulässig wäre, ist klar.
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich könnte man das.

Glaub ich nicht.

Wenn man Menschen nach Maßgabe ihres voraussichtlichen Nutzwertes engagiert, kauft man immer die Katze im Sack. Firmen können enttäuschende Mitarbeiter feuern. Eine Einwanderung durch Ausbürgerung rückgängig machen geht nicht.

Außerdem weiß kein Mensch, ob z.B. Maschinenbauingenieure in 5 Jahren haufenweise als Arbeitslose auf der Straße liegen, oder ob die Firmen sich um sie balgen. Den wirklichen Bedarf in der Zukunft kennt keiner.
 
Gut. Das ist natürlich richtig. Das hat aber nur bedingt mit Zuwanderung zu tun. Das Problem hat man auch mit Menschen die hier aufgewachsen sind und zB etwas gelernt haben, was niemand mehr braucht.

...oder die gar nicht erst irgendwas gelernt haben.
 
Ich sagte ja auch nur, dass es möglich wäre. Bauste halt ne militärisch gesicherte 5 Meter Mauer mit Panzersperren davor um die EU-Außengrenzen und schirmst das Mittelmeer mit der Marine inkl. Schießerlaubnis ab.
Dann ist da Ende. Und dann kannste dir aussuchen wer kommt und wer nicht.
So, wie es der DDR mit Mauer, Militär, Stasi und Schießbefehl gelungen ist, Menschen vom Überwinden der Grenze abzuhalten?

Es ist eben in der Realität nicht möglich und daher sind solche Gedankenspiele auch obsolet (und ich weiß, dass du nicht dafür plädiert hast).

Fakt ist, wir haben eine globale Flüchtlingswelle. Einige der Flüchtlinge kommen zu uns, egal, auf welchem Wege.
Wir können nun Ressourcen entweder in die Abwehr dieser Flüchtlinge stecken und sie dann dennoch unter uns finden, weil sie es trotzdem zu uns schaffen.
Oder wir nutzen unsere Ressourcen, um die Flüchtlinge Menschlich zu behandeln.

Parallel dazu könnte man sich überlegen, was man als Deutscher Staat tun könnte, um die Fluchtgründe zu verkleinern.
 
@Trolling Stone:
Ich bin immer dafür, erst mal bei sich anzufangen und dann eventuell gefundene Ideen dann mit den anderen zu teilen und vielleicht sogar zu verbessern, im Besten Falle.

Aber im Grunde will ich ja nur Aussagen, dass die Länder, in die Geflüchtet wird, ihre Ressourcen besser dazu nutzen sollten, die Gründe für Flucht in welcher Form auch immer zu bekämpfen oder dem Kampf dagegen zu unterstützen.
 
So, wie es der DDR mit Mauer, Militär, Stasi und Schießbefehl gelungen ist, Menschen vom Überwinden der Grenze abzuhalten?

Die DDR hat alles falsch gemacht. Wie es richtig geht, zeigt Nordkorea. (Sarkasmus, schreibe ich mal lieber dazu)

Fakt ist, wir haben eine globale Flüchtlingswelle. Einige der Flüchtlinge kommen zu uns, egal, auf welchem Wege.
Wir können nun Ressourcen entweder in die Abwehr dieser Flüchtlinge stecken und sie dann dennoch unter uns finden, weil sie es trotzdem zu uns schaffen.
Oder wir nutzen unsere Ressourcen, um die Flüchtlinge Menschlich zu behandeln.

Von welchen "Ressourchen" redest Du? Ich hätte es gern etwas präziser. Und was verstehst Du unter "menschlich behandeln"?

Parallel dazu könnte man sich überlegen, was man als Deutscher Staat tun könnte, um die Fluchtgründe zu verkleinern.

Du meinst, was der deutsche Staat, also die BRD tun könnte? Ist das nicht etwas vermessen? Ganz Nahost und die afrikanische Mittelmeerküste befrieden und stabilisieren - traust Du der Bundeswehr das wirklich zu? Wo doch sogar die USA machtlos sind gegen den IS?

Und warum sollte die BRD das machen, wo sie doch von den Flüchtlingen profitiert? Oder meinst Du, die Flüchtlinge wären doch eher eine Last, die man aus humanitären Gründen schultern müsse?

Ich verstehe Dich nicht richtig.
 
Ich bin mir nicht sicher, ob dem wirklich so ist.
Sei es drum, der Rest versteht mich schon und das reicht mir. ;)

Ich glaube eher, es ist die Gemeinsamkeit des Nicht-verstehen-Wollens, die Dich und Deine Versteher zusammenbring. Ein hingeschnoddertes „Fluchtursachen bekämpfen“ macht sich natürlich immer gut, gerade will kein Mensch weiß, was das im konkreten Fall heißt. Und dass man es nicht weiß, möchte keiner wissen, darum fragt keiner nach. Das würde nämlich die Illusion zum Platzen bringen, man könne das Problem mit den ungeliebten Flüchtlingen durch einen inhaltleeren Formelkompromiss aus der Welt schaffen.

Das geht am Stammtisch und bringt dort Konsens, aber im realen Leben geht es nicht. Seid sicher: Die Flüchtlinge werden kommen, und Ihr habt nur die Wahl, als Menschen zu bestehen oder unterzugehen. Mit Formelkompromissen windet man sich aus dieser Zwickmühle nicht heraus.
 
Welche Einstellung meinst du jetzt?
Die, dass man sich Typ 3 als Problem vorstellt, was so dargestellt nicht in erwähnenswerten Maßen stattfindet?
Oder die Einstellung, dass man als Krimineller hier einreist?

Grundsätzlich ist ja keiner kriminell. Es gibt mit Sicherheit auch welche die schon von Haus aus eine eher lockere Einstellung zum Recht haben und mit Sicherheit auch Menschen die sich sagen "Pff ich bin Flüchtling ich kann machen was ich will das dauert bis die mich abschieben"

Man kann den Menschen immer nur vor den Kopf schauen. Wenn wir aber die Einreisekriterien, egal ob Flüchtling, Einwander oder sonstige verschärfen, ja dann bin ich der Überzeugung, dass wir weniger "Zulauf" haben.
 
Ein Patriot würde sagen:


Man sollte die Flüchtlingswelle als Herausforderung und vor allem als einmalige Chance begreifen.

Die Gelegenheit, von der Geschichte geprüft zu werden und sich bewähren zu dürfen, bekommt man nicht jeden Tag.

Man kann diese Gelegenheit auch ungenutzt verstreichen lassen. Dann ist sie vorbei, vielleicht für viele Jahre, vielleicht auch für immer.


Aber es gibt in diesem Land keine Patrioten mehr, so wenig wie echte Christen.
 
Wenn wir aber die Einreisekriterien, egal ob Flüchtling, Einwander oder sonstige verschärfen, ja dann bin ich der Überzeugung, dass wir weniger "Zulauf" haben.

Du liest aber schon mit, oder? Wurde doch bereits deutlich aufgezeigt, dass dies nicht wirklich hilft. Die Zahl der Illegalen würde einfach nur steigen, wodurch Schwarzarbeit und Kriminalität wirklich mal kräftig ansteigen würden, was dann ebenfalls die Konservativen und Nazis befeuern würde noch stärker gegen Asyl zu sein. Eine schöne Spirale, wofür die USA das perfekte Beispiel ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn das "Verschärfen" schon Thema wird, würde mich mal interessieren, wie das in der Praxis aussehen soll. Einwanderungskriterien sind kein Messer. Wie schärft man sie, um etwaige Kriminelle abzufangen?

Indem man den Einwanderungswilligen fragt: "Wie oft und wie lang hast Du schon gesessen?" Und wenn er dann gesteht, dass er schon ziemlich oft im Knast gewesen ist, und immer wegen Eigentumsdelikten, in diesem extrem unwahrscheinlichen also Fall würde ihm die Einreise verweigert?

Ich glaube, da hat sich jemand überhaupt nichts gedacht. Er war einfach spitz aufs "Verschärfen", es klingt so martialisch nach "scharfer Hund".
 
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