Rechtsstreit - Regulierungsverschleppung durch KfzHaftpfl.-Versicherer

kesrith

Mönch
Registriert
20 Juli 2013
Beiträge
136
Hi,

hatte vor einiger Zeit einen RechtsvorLinks-Unfall,
die Rechtslage ist laut Polizeibericht eindeutig:
Missachtung der Verkehrsregeln durch den Unfallgegner.

Trotzdem weigert sich die gegnerische Vers. den gutachterlich festgestellten
Schaden zu regulieren. Inzwischen ist Klage eingereicht:
die gegnerische Versicherung stellt sich stur,
will uns vermutlich "aushungern".

Wie sind Eure Erfahrungen?

Derzeit spiele ich mit dem Gedanken z.B.
durch "Anprangern" auf entsprechenden Plattformen
den Versicherungen "vor den Bug" zu schiessen.

Was habt Ihr in solchen Fällen unternommen
und was hat letztlich zum Erfolg geführt?

lg - kesrith :confused:
 
Derzeit spiele ich mit dem Gedanken z.B.
durch "Anprangern" auf entsprechenden Plattformen
den Versicherungen "vor den Bug" zu schiessen.

Was soll das bringen?
Wenn ich einen Unfall verursache, kann es mir doch vollkommen egal sein, ob meine Versicherung den Schaden Zeitnah begleicht. Für mich zählen günstige Beiträge, Kunden wird die Versicherung dadurch also nicht verlieren.
 
Was ist denn die Begründung der Versicherung nicht zu zahlen?
Wenn die Schuldfrage eindeutig ist, muss ja eigentlich gezahlt werden. Ist die Versicherung da anderer Meinung, oder wollen sie es einfach möglichst lang rauszögern?
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #7
Was ist denn die Begründung der Versicherung nicht zu zahlen?
Wenn die Schuldfrage eindeutig ist, muss ja eigentlich gezahlt werden. Ist die Versicherung da anderer Meinung, oder wollen sie es einfach möglichst lang rauszögern?

Schätze, letzteres!
Es steht Aussage gegen Aussage:
Der Gegener behauptet ich wäre zu schnell gewesen.
Guter Aufhänger für die Versicherung, den Gegener auszuhungern.
Ist derzeit sowieso Trend, scheints
 
Naja, da das ganze polizeilich aufgenommen wurde ist das ja keine Frage der "Meinung" des Unfallgegners mehr.
Ich nehme mal an, dass dein Gegner einen Bußgeldbescheid von der Polizei bekommen hat (ist ja mindestens eine Ordnungswidrigkeit). Wenn das Bußgeld rechtskräftig wird wird der Versicherung wohl nichts anderes übrig bleiben, als den Fakten in der Polizeiakte (sofern sie diese schon haben?) zu folgen und dich zu bezahlen. Da der Gegner aufgrund deiner Geschwindigkeit die Schuld aber bei dir sieht, nehme ich mal an, dass er gegen den Bußgeldbescheid Einspruch erhoben hat und das ganze sich auch aus polizeilicher Sicht noch hinzieht, und die Versicherung daher den Abschluss des Verfahrens abwartet.
Das sagt zumindest meine Glaskugel. :D Für weitere Infos müsstest du selbst mal nachforschen wo es eigentlich genau klemmt...
 
Hi,

...
Derzeit spiele ich mit dem Gedanken z.B.
durch "Anprangern" auf entsprechenden Plattformen
den Versicherungen "vor den Bug" zu schiessen.

Realitycheck: Versicherungen lesen keine Plattformen.
Wenn Du in Deutschland etwas ändern willst , hast Du

a) eine gute Rechtschutzversicherung, die Dir
b) einen guten Anwalt nennt, mit dem Du
c) Deine Aussichten auf Erfolg prüfst und
d) Der Versicherung Deinen Standpunkt klarmachst

Ansonsten, insbesondere wenn Du bei Punkt a) nichts hast ... kannst Du einpacken.

Leider wahr. :unknown:
 
Lass das sein - damit tust du dir keinen Gefallen und fällst sehr schnell auf die Schnauze.

An den Poster über mir:
Ich musste herzlich lachen als ich deine Tipps gelesen habe. Wie kommst du auf die Idee einen Anwalt zu nehmen der mit der Versicherung ggf. einen Vertrag hat? Das ist genauso wie mit den Telefonhotlines der Rechtsschutzversicherungen, diese sollte man ebenfalls meiden - nicht umsonst gab es vor kurzem ein Urteil das die Praxis mit der die Versicherungen einen bei der freien Anwaltswahl beeinflussen wollten unterbunden hat (keine Beitragserhöhung sofern man einen Anwalt aus ihrer Liste nahm usw.).

Zudem deckt nicht jede Rechtsschutzversicherung so etwas ab.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Thread Starter Thread Starter
  • #11
habe nen Rechtschutz,
das ist nicht das Problem.

Danke für Eure Antworten!

kesrith :)
 
Lass das sein - damit tust du dir keinen Gefallen und fällst sehr schnell auf die Schnauze.

An den Poster über mir:
Ich musste herzlich lachen als ich deine Tipps gelesen habe. Wie kommst du auf die Idee einen Anwalt zu nehmen der mit der Versicherung ggf. einen Vertrag hat? Das ist genauso wie mit den Telefonhotlines der Rechtsschutzversicherungen, diese sollte man ebenfalls meiden - nicht umsonst gab es vor kurzem ein Urteil das die Praxis mit der die Versicherungen einen bei der freien Anwaltswahl beeinflussen wollten unterbunden hat (keine Beitragserhöhung sofern man einen Anwalt aus ihrer Liste nahm usw.).

Zudem deckt nicht jede Rechtsschutzversicherung so etwas ab.

Lachen ist bekanntlich gesund, sei Dir gegönnt :)

Wie viele Rechtsstreitigkeiten hast Du schon gehabt ? Achso, keine also ... hmm. Im Gegensatz zu Dir, hatte ich leider schon einige. Aber jeder darf seine Erfahrungen selber machen. :D
In einer Sache hast Du recht. Je wichtiger eine Sache (und die angesprochene Angelegenheit ist nicht wichtig, sondern nur lästig), desto weniger kannst Du Dich auf RS-Versicherungen verlassen.
Schon mal gebaut ? :rolleyes:

--- [2013-09-01 00:55 CEST] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

habe nen Rechtschutz,
das ist nicht das Problem.

Danke für Eure Antworten!

kesrith :)

Viel Erfolg :)
 
Wenn man alles richtig macht klärt man es ab bevor es zu "Rechtsstreitigkeiten" kommt. Seine Erfahrung also anhand der Anzahl an Verfahren usw. gegen einen abzuleiten ist also meiner Meinung nach ein großes Eigentor.

Des weiteren sind Fullquotes nicht erforderlich. Dafür gibt es extra die @ Zitat Option.
 
"Wenn man alles richtig macht ... " *lach*. Ok, Ich bin wahrscheinlich doppelt so alt wie Du. Mach einfach Deine eigenen "echten" Erfahrungen. Danke für Deinen Hinweis mit den Quotes. ;)
 
Habe einen ähnlichen Fall erlebt. Ca täglich bei der Versicherung angerufen, wieso nicht reguliert wurde. Angeblich haben stets irgendwelche Unterlagen "gefehlt", der Sachbearbeiter war im Urlaub etc pp. durfte mich von Mitarbeiter zu Mitarbeiter und Zweigstelle durchhangeln bis ich die Auskunft überhaupt mal erhalten hatte. Auch wenn es lächerlich klingt - nachdem ich angeboten habe den Fall zur Klatschpresse (Bildzeitung) zu tragen, war das Geld innerhalb einer Woche da. Schade, dass man häufig nur mit derart lächerlichen Aktionen etwas erreicht, aber scheinbar haben Unternehmen größere Angst vor Shitstorms und negativer Berichterstattung, als vor Anwälten. In so fern, kannst du dir aussuchen, ob du den recht langen Weg über den Anwalt gehst, oder es mal so versuchst, wie ich.
 
Zurück
Oben