[Politik und Gesellschaft] Rechte Demonstranten greifen Polizei an

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police-1009733_960_720.jpg Bei einer Demonstration in Köthen in Sachsen-Anhalt haben rechte Demonstranten Polizisten mit Böllern attackiert. Wie die Polizei am Sonntag in Dessau-Roßlau erklärte, trafen sich am gestrigen Samstagabend etwa 50 Demonstranten als Reaktion auf einen angeblichen Übergriff zweier Asylbewerber auf zwei 15 Jahre alte Mädchen.

Hierbei kam es zu Angriffen auf Polizisten mit Böllern, außerdem wurden Einsatzwagen beschädigt. Die Polizei ermittelt nun wegen Landfriedensbruchs, Körperverletzung und Sachbeschädigung, sowie wegen Verstoßes gegen das Versammlungs- und das Sprengstoffgesetz.



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Unser Staat hatte natürlich in vielen Dingen 40 Jahre Vorsprung.
In anderen Dingen hatte der Staat der DDR wieder Vorsprung.
Aber was hat das mit dem Untereinander der Menschen zu tun um das es hier geht?

Was hat das Untereinander der Menschen mit dem zu tun, um was es hier geht. Ausgangspunkt weiter oben war, daß es immer noch Unterschiede zwischen Ost und West gibt. Das es sie gab, hast Du ja gerade selber geschrieben. Wenn Du leugnen möchtest, daß sie noch bestehen, kannst Du das von mir aus gerne tun, outest Dich dann aber als faktenresistent.

Ich habe nie von einem Ex-DDR Bürger als zurückgeblieben geredet. Spar Dir solche Lügen!
 


Es gibt nur in den Köpfen der Menschen Unterschiede zwischen "Ost" und "West" - einfach deshalb, weil in den 25 Jahren sehr viele Menschen aus dem "Osten" in den "Westen" gezogen sind und umgekehrt. Es hat sich also ganz gut gemischt.

Was das Ost-Bashing angeht: Das beobachte ich seit einigen Monaten. Seit Politiker und Medien anfingen, von Dunkeldeutschland zu labern. Von den bösen rassistischen Ost-Deutschen. Ich leugne nicht, dass es in Deutschland Rassisten gibt, aber diese massive Hetze gegen "Ostdeutschland" - das ist IMO Taktik. Warum auch immer.

Keine Ahnung, was damit bezweckt wird, aber dieses Bashing ist inzwischen so weit, dass es mir doch schon ein wenig Angst macht.

Wie man hier im Thread sieht, klappt das mit dem Bashing wunderbar. So fest eindoktriert. Halt wie damals in der DDR mit dem "bösen" Westen.

Wenn ich daran denke, dass in den 25 Jahren seit der Wiedervereinigung so viele Kinder geboren wurden und immer noch eingeteilt wird in "Osten" und "Westen", kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
 
Natürlich sind die Unterschiede zwischen Westen und Osten in den Köpfen. Äußerlich gibt es keine Unterschiede.

Aber Unterschiede gibt es. Der Westen ist gesellschaftlich weiter. Deutschland hat einen Ausländeranteil von 9,3%. In den neuen Ländern liegt er zwischen 2 und 3 %. Dennoch ist dort eine fremdenfeindliche Einstellung festzustellen. So stark, daß die Bundesregierung sich besorgt zeigt.

Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Intoleranz stellen eine große Gefahr für die gesellschaftliche, aber auch die wirtschaftliche Entwicklung der neuen Länder dar

In ihrem Bericht bezieht sich die Regierung auf Zahlen des Verfassungsschutzes. Demnach sind sowohl bei rechtsextremistischen, wie bei linksextremistischen Gewalttaten Häufungen in Ostdeutschland Häufungen in Relation zur Bevölkerungszahl zu verzeichnen.

Zu der von Dir genannten guten Durchmischung auch noch die Fakten. Zwischen 1991 bis 2014 sind etwas 3 1/2 Millionen Menschen in den Westen gezogen, im gleichen Zeitraum etwas 2 Millionen in den Osten. Aktuell ziehen etwas jeweils 90.000 im Jahr in den anderen teil. Von Mischung kann da bei Weitem keine Rede sein.

Deine angedeutete Verschwörung erzeugt einen heftigen Ausschlag auf de nach oben offenen Pegida-Skala.

Die Gefahr besteht nicht in vermeintlichen Bashing oder Flüchtlingen, sondern in Fremdenfeindlichkeit.
 
Faktenresistent ist ein schönes Wort. Habe ich mir mal direkt aufgeschrieben und gemerkt.
 
Ich hatte es schon mal irgendwo vorgeschlagen. Macht doch einen neuen thread auf. Vielleicht kommt ja etwas dabei heraus.

@KaPiTN: Es wirkt in der Tat zumindest herablassend wie du und deine Diskussionsbrüder/-schwestern über Ostdeutsche sprechen und schreiben.
 
Der Faschismus des Sozialismus war allerdings nicht Rassenbezogen.
Er war "Wir" die Roten gegen "Euch" die Kapitalisten.

Der Rassismus in der ehm. DDR kommt aus den gleichen loch, wie der in den Südstaaten der USA.
Armut, Perspektivlosigkeit, Angst jemand könnte ihnen was weg nehmen, generelles Gefühl abgehängt zu werden.

Die Mentalität der DDR ist da weniger das Problem, als die Zustände im Osten nach der Wende.


Die "ossis" sind keine dümmeren oder schlechteren Menschen.
Sie sind genau so Opfer ihrer Umstände, wie wir anderen auch.
 
@ Seedy: Natürlich und im Westen gab es natürlich keine Rassisten. So jedenfalls könnte man einige Postings hier interpretieren. Weil ja Rassismus im Osten aufgrund der Umstände mit der DDR und so.


@ Harley: Natürlich, natürlich... und es gibt natürlich niemals nie Probleme mit Migranten und Flüchtlingen, wenn du diese Schiene weiter führst, gelle? Was du machst, ist Zahlenrechnerei, ohne zu bedenken, dass der "Osten" nicht mehr vom "Westen" abgeschottet ist und man keinen Bock auf irgendwelche No Go Areas oder Erlebnisse wie Silvester in diversen NRW Städten hat. Oder Sachen, die auch in Berlin passieren, wobei wirklich NIEMAND leugnet, dass es Probleme mit Rechten und Rechtsradikalen gibt, aber halt nicht ausschließlich und nicht nur im "Osten" und dass es noch viel viel mehr Probleme in diesem Land gibt.
 


Habe ich nicht behauptet, aber rechte Gewalt gibt es nun mal viel deutlicher und krasser und Deutsche stellen hierzulande noch immer die deutliche Mehrheit.
Entschuldigung, wenn ich das Geheule einiger Ossis nicht ganz ernst nehme, aber Rassismus hat deutlich mehr Priorität als die Gefühle von irgendwelchen Mandy's
 


Viel deutlicher und krasser? Du meinst, weil viele Dinge in der Mainstream Presse gar nicht erst erscheinen und man sich jetzt vermehrt auf den "Osten" stürzt? Dunkeldeutschland, böses Dresden, böses MV, böses Bautzen. Dabei sind das immer nur ein paar Leute, also im Gegensatz zur Masse eigentlich relativ geringfügig. Wobei man ja sowieso schon schnell in diese Ecke geschoben wird, obwohl man weder Rassistisch noch Extrem oder gar Gewalttätig ist und Straftaten begeht.

Ach ja, seit 25 Jahren gibt es kein Osten und kein Westen mehr!
 


Wer kontrolliert denn diese Mainstream Medien? Soros und die Bilderberger?


--- [2016-09-25 20:49 CEST] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

Du hast doch erst letztens eine News gepostet, wo es wieder um Ausländer ging. Die Quellen waren doch SWR und WDR. Sind das keine Mainstream-Medien?
 


Du brauchst jetzt gar nicht mit Aluhut zu kommen. Du weißt genau, was ich meine.

Und wenn nicht, dann komm nach Berlin. Ich sag dir dann, wann du wo sein kannst, um zu sehen, was es - neben Problemen mit Rechtsextremen - noch für Probleme gibt, die gerne mal unter den Tisch gekehrt werden. Bei der Rigaer Straße fangen wir an. Dann ab zum Görlitzer Park, Schlesisches Tor, Kottbusser Tor...

Es gibt so vielfältige Probleme in diesem Land, nicht nur mit Rechtsradikalen.
 
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In deinen Beiträgen geht es immer darum, dass da was unter den Tisch gekehrt wird. Es wird geschwiegen, vertuscht etc..

Wer macht das und warum?

Es hat den Anschein du kämpfst gegen irgendeine Art imaginäre Übermacht an. Lebst du eigentlich unter einem Felsen? Diese Themen werden doch überall thematisiert. Bei Illner, Anne Will und co. geht es doch kaum um etwas anderes. Seit dem 11. September geht es doch nur noch um den Islam im Feuilleton.

Aber wehe man kritisiert einmal Ossis. Dann geht man auf die Barrikaden.
 


Wenn es einmal gegen "Ossies" gehen würde, meine Güte. Aber momentan geht es doch nur noch um die bösen, rassistischen "Ossies".

Ich kämpfe übrigens nur gegen private Probleme an. Ich mag es aber nicht, wenn der Focus immer nur auf eine bestimmte Sache gerichtet ist, obwohl es viele Baustellen gibt, die angepackt werden müssten.

Dieses Einseitige hatten wir lange genug mit der DDR und dem Kalten Krieg Mist. (So wie die "Wessies" auch.)
 
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