Recherche in Zeiten der NSA

Malfunctioning Eddie

life is a roofie circle
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14 Juli 2013
Beiträge
1.785
Hi,
es mag nicht das richtige Unterforum sein,
aber hier erreicht man die richtigen Leute dachte ich mir.

Ich hatte neulich eine Unterhaltung mit einem Arbeitskollegen,
wir sind beide im Design und 3D Modeling Bereich tätig
und wie einige hier Forum besitzen wir beide einen riesen "Archiv" Ordner mit allerlei Krams den man so als Inspirationsquelle im Netz oder per Foto gesammelt hat.

Letztes Jahr habe ich für ein Projekt einen Raketenabschuss animiert und dafür bestimmt 2 Wochen im Netz nach
Bildern von Trägersystemen,verschiedenen Raketentypen und natürlich Videos gesucht.

Dazu kommen noch andere Recherchen die haufenweise Ordner mit Bildern von so ziemlich jeder Feuerwaffe die jemals gebaut wurde in verschiedenen Perspektiven,Munition,Schutzkleidung/Westen,Blueprints,Sprengstoffen,Militärfahrzeuge,Detailfotos für Texturen und so weiter gefüllt haben.

Ihr könnt anhand der Überschrift sicher schon ahnen nauf was ich hinaus will,
ich sag jetzt nicht das ich Angst habe bei einer Reise in die USA direkt am Flughafen einkassiert und nach Guantanamo verfrachtet zu werden,
aber in Zeiten in denen schon anhand simpler Suchanfragen Profile erstellt werden wollte ich einfach mal fragen was eure Gedanken dazu sind:D
 
Zuletzt bearbeitet:
Re: Design Recherche in Zeiten der NSA

Du als normaler User bist sowieso uninteressant. Die überwachen nicht Milliarden von Internetznutzern ob sie Rakete, Atombombe oder "how to build a carbomb" googlen - sofern du nicht auf deren Radar erscheinst weil du Mitglied einer terroristischen Einheit bist Wayne. Natürlich sollte man trotzdem auf seine Daten achten etc. - das ist aber im Grafik Bereich weniger Thema.
 
Re: Design Recherche in Zeiten der NSA

Ich hab das mal ins off verschoben. NSA und Datenschutz ist sicher hier besser aufgehoben.
 
Re: Design Recherche in Zeiten der NSA

... Die überwachen nicht Milliarden von Internetznutzern ob sie Rakete, Atombombe oder "how to build a carbomb" googlen - sofern du nicht auf deren Radar erscheinst weil du Mitglied einer terroristischen Einheit bist Wayne. ...

Genau darum geht es doch bei der Überwachung, so gelangt erstmal fast jeder ins Raster, da wird dann genauer gesiebt.
Die meisten fallen dann wieder raus, aber mit der Menge relevanter Suchbegriffe wie bei Malfunctioning Eddie, dreht man bestimmt ein zwei extrarunden im Ausfilterungsmechanismus der Lauscher und möglicherweise schafft man es bis auf den Tisch eines Agenten/Beamten/Auswerter.

Und Grafiker sind genauso verdächtig wie jeder andere, man kann seine gesammelten Werke ja schließlich weitergeben.
 
Re: Design Recherche in Zeiten der NSA

Also ich denke auch, dass das größte Problem grade ist, dass man nicht weiß, nach welchen Kriterien die Sicherheitsbehörden aussieben. Wie war das noch mit dem hat?
Kann natürlich sein, dass grade bei dem jetzt irgendwelche Eigenschaften zusammenfielen, die ihn verdächtiger gemacht haben als andere. Aber wir wissen es eben nicht. Und bis wir es wissen (was wohl niemals passieren wird, denn dann wüssten es ja auch Terroristen und könnten sich schützen) kommt es uns eben ziemlich willkürlich vor, was die Behörden da treiben.

Das heißt jetzt nicht, dass ich denke, man müsste als Grafiker, der Inspirationsquellen sammelt, ständig Angst haben Besuch zu bekommen. Aber ich würde das jedenfalls auch nicht so pauschal von der Hand weisen.

Oder hat jemand Quellen dazu, wonach genau die Behörden ihre Ziele auswählen?
 
Re: Design Recherche in Zeiten der NSA

also das ist viel zu ineffizient, um auf deren listen zu kommen - allein schon die heerscharen an bots machen die auswertung kaputt und zur not gibts ja den proxy..

wenn du wirklich spaß haben willst, nimm als verwendungszweck für zukünftige banküberweisungen "für die bombe" :D - dann hast du zumindest ein paar hohle BND-nüsse für eine weile beschäftigt und sie können so lange keinen schaden anrichten, indem sie z.b. die richtig bösen jungs verfolgen ;)..
 
Re: Design Recherche in Zeiten der NSA

also das ist viel zu ineffizient, um auf deren listen zu kommen
Leider ist das manchmal nicht ganz nachvollziehbar, wer warum auf welche "Liste" kommt. Wenn dein Nachbar mal Abdallah hieß und du jetzt noch nach Raketen suchst, dann kann's das schon gewesen sein.
 
Re: Design Recherche in Zeiten der NSA

Wenn die erst einmal Informationen haben, besteht die Angst ja dann nicht mehr darin, daß sie zuviel Informationen haben könnten, sondern zu wenig.

Pragmatisch betrachtet ist Datenvermeidung hier ja eigentlich die falsche Strategie. Vor falschen Verdächtigungen hilft ihr eher die Flucht nach vorne und die totale Öffnung.
Wenn sie alles über Dich wissen, dann wissen sie ja auch, wofür Du die Bilder wirklich brauchst.

Zu mindestens, solange das ganze noch per Software und Filter ausgewertet wird.
Sobald bei der Auswertung der menschliche Faktor hinzukommt, dann gibt s kein unverdächtig mehr.

-Keine Daten ->verdächtig
-verdächtige Daten ->eindeutig verdächtig
-unverdächtige Daten-> verdächtig wegen möglicher konstruierter Verschleiherungslegende
 
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  • #9
Re: Design Recherche in Zeiten der NSA

Danke fürs verschieben ;)

Also ich denke auch, dass das größte Problem grade ist, dass man nicht weiß, nach welchen Kriterien die Sicherheitsbehörden aussieben. Wie war das noch mit dem hat?
(....)

Genau das war mein Gedanke dazu.
Man hat keine Ahnung wie diese Filter funktionieren,
klar hat Novgorod recht und es gibt genügen Bots und reale Personas die Genügen stress machen,
aber irgendwann/irgendwo muss mit dem erfassen und Auswerten der Daten ja begonnen werden.
Und ich wüsste halt gerne ob der kleine Timmy der nach Eisbomben googelt jedesmal durch so einen Filter läuft oder ob das ganze etwas differenzierter/vernünftiger erfasst wird^^
 
Re: Design Recherche in Zeiten der NSA

Und ich wüsste halt gerne ob der kleine Timmy der nach Eisbomben googelt jedesmal durch so einen Filter läuft oder ob das ganze etwas differenzierter/vernünftiger erfasst wird^^

Tja, das wird dir wohl hier keiner erzählen können. ;)
Aber da wird sicherlich nicht jeder Depp der mal nach solchen Dingen sucht in die engere Auswahl fallen. Ich bin auch fast täglich am suchen nach interessanten Schusswaffen, des Hobbys wegen. Da wird ja mal hoffentlich genug Intelligenz drinstecken um sowas nicht ins Raster zu fassen. Und selbst wenn, wayne. Ich sehe ganz sicher nicht ein meine Surfgewohnheiten wegen solchem Mist anzupassen.
 
Du wirst mit Sicherheit eine gründlichere Durchleuchtung erhalten wenn du nach solchen Themen suchst. Aber dann wird auch weiter gesucht, was genau du so für Seiten aufrufst (irgendwelche Jihadisten-Seiten, Religiöse Videos, sonstige Vorlieben), mit welchen Leuten du in Verbindung bist (Skype, Email), was der Inhalt dieser Meldungen ist, notfalls noch dein Bewegungsschema damit man weiß ob du irgendwo mit Terrorverdächtigen an einer Stelle warst.

Ich empfehle da die Serie Person of Interest, 2te Staffel, Folge 20 oder so. Finch erklärt dort anhand eines Beispiels wie durch Tankstellenrechnungen, Überwachungen, Fahrzeughalter und mögliche Verbindungen ein Terrorverdächtiger bzw. ein toter Briefkasten ausgehoben wird. Ist zwar doch sehr Hollywood mäßig aufgebaut, erklärt aber im Prinzip wie so eine Überwachung abläuft.
 
Re: Design Recherche in Zeiten der NSA



Wenn du in die USA einreisen möchtest, dann lass am Besten deinen Läppi und so zu Hause, sonst musst du denen nachher noch einen keinen Rundgang durch deine Daten geben und bring auch ansonsten einfach etwas mehr Zeit und Nerven für die TSA mit. Das kann alles ganz schnell gehen, manchmal gaben die agents aber auch Bock zu Kuscheln und dann musst du da halt ein bisschen warten. Ich treib mich auch häufiger mal auf solchen "verdächtigen" Seiten rum, hatte aber noch nie ernsthafte Probleme bei der Einreise.
 
Jein. Sicher bringt es den Behörden nichts, da du deine Daten auf der Festplatte verschlüsselt hast, aber: Die gesamte Internetkommunikation rennt ja weiterhin unverschlüsselt ab, sprich es lassen sich weiterhin Profile anlegen. Zusätzlich kann das Verschlüsseln von Daten auch ein Punkt auf der Bullshit-Bingo-Liste der NSA sein wodurch man dann doch mal genauer durchgeleuchtet wird ;)
 
Larius, dabei hattest du sicherlich an TrueCrypt gedacht, hab ich recht? Nämlich die Methode mit dem versteckten Container, falls es zu dem Fall kommen sollte das die Behörden an der Türe klopfen und alles nach illegal aussehende Zeug einziehen.

WareZ z.B. lohnen sich definitiv zu verschlüsseln und verstecken.

Eine Videoempfehlung zum Thema:
 
1. VPN

2. Man muss in der Lage seine jede Suche vor der Polizei zu rechtfertigen.
 
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