Rassismus: politische Einstellung oder Krankheitssymptom?

KaPiTN

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Wieso soll das* jetzt ein offensichtlich psychisch auffälligen Rassist (Spiegel) gewesen sein?
Warum kein Mann mit paranoider Schizophrenie (Ich), bei dem Rassismus EINE der Ausprägungen seiner Krankheit darstellt?
Kann nicht? Oder zu langweilig, weil nicht politisch und somit nicht ausschlachtbar, für Presse aber auch für Politik?

Zeitreisen und Gedankenlesen? Mir scheint, der Fall unterscheidet sich vielleicht von den anderen.

Aber ich zweifel daran, daß man dem besonders Beachtung schenken wird, zumal er ja tot ist. Der Zähler wird hochgesetzt, es werden Mahnungen ausgesprochen und Forderungen gestellt werden.

OT: Irgendwie erscheint es, als würden immer mehr die Grautöne verschwinden. Der Täter ist automatisch rechtsextrem. Und bei z.B. der Hufeisentheorie hat man auch den Verstand ausgeschaltet und denkt nur noch binär.


* Tote in Hanau 1902.2020
 
So von Affe zu Affe:
Du schreibst wirr.

Bzw. verstehe ich aus diesem Text nicht was du mir/uns mitteilen willst, sry.
 
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  • #3
Ich sehe hier einen Fall, wo die zu erwartende Rassismusdebatte, die allgemein sehr wichtig ist, hier vielleicht völlig fehl am Platze ist.

Das entspringt jetzt keiner politischen Einstellung, sondern nur der Erfahrung mit Menschen, die psychotisch wurden.
Es ist rassistische Gewalt, egal ob sie ein Rechtsextremer begeht oder ein schwer psychisch kranker Mensch, aber weder muß ein Rechtsextremer schwer psychisch krank sein, noch umgekehrt.

In diesem Falle sehe ich die Möglichkeit, daß der Aufkleber Rechtsextremist falsch sein könnte.

Und ich will damit Rechtsextremismus nicht verharmlosen. Vielmehr sehe ich eine Verharmlosung darin, wenn man die Sachen alle zusammen schmeißt.

Es ist z.B. eine Verharmlosung der Verbrechen der Nationalsozialisten, wenn man sagt, daß waren die Taten von einigen Irren. Es waren keine Irren und nicht nur einige.
 
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  • #4
Auf Phönix hört man die Sprüche, die ich befürchtet hatte. Man hätte diese Tat verhindern müssen.
Das klingt immer so toll, angesichts des Schreckens, aber ist natürlich unhaltbar, da selbst bei der ultimativen Totalüberwachung nicht möglich.

Glücklicherweise habe ich aber zu schwarz gesehen. Es gibt bereits relativ besonnende Stimmen, so Stefan Kuzmany beim Spiegel.
 
Wenn die Aussagen über Tobias R. zutreffend sind, dann muss man sagen, dass er wahrscheinlich gar nicht schuldfähig war, als er die 10 Menschen und schließlich sich selbst getötet hat. Hört sich komisch an, aber in vergleichbaren Fällen bei denen eine Psychose mit Wahnvorstellungen zugrunde lag, war dies genau das Ergebnis.
 
Ich schreib mal, was ich an anderer Stelle schon geschrieben haben:

Natürlich gibt es strukturelle Unterschiede zwischen einem Terroranschlag eines verwirrten Psychos und dem einer organisierten und ideologisierten Gruppe.
Das ändert allerdings nichts ander Motivation zu dieser Tat: Rassismus.

Wir hatten die gleiche Debatte bei den islamistischen Anschlägen,
wo jeder Nazi gleich gerufen hat "hat ja nix mit nix zu tun", wenn mal wieder nen verwirrter Todeskultist mit seine Machete durch die Gegend gelaufen ist.


Macht aber vordergründig keinen Unterschied ob das nun NSU, oder Psycho Tobble war,
die Ursache ist die gleiche: Eine Atmosphäre in der sich idioten gerechtfertigt sehen mit Terror genau das zu zerstören,
was an deutschland erhaltenswert ist: Das Ideal einer freiheitlich demokratischen Grundordnung.

Und für die freiheitliche demokratische Grundordnung sind die Nazis grade die größere Gefahr als die Todeskultisten,
den die Kultisten unterwandern hier nicht die Parlamente und Institutionen.


Das einzige was eine freiheitliche (danke FDP das du das Wort liberal vergiftet hast) Gesellschaft nicht tolerieren sind leute,
die errungenen Freiheiten unterminieren wollen, die zerstören, was man sich hart und blutig erkämpft hat.

Letztesmal hat es die Allierten gebraucht um den Faschismus hier raus zu prügeln,
diesen Luxus haben wir diesmal nicht, diesmal müssen wir das selber machen unzwar schleunigst.
 
Natürlich gibt es strukturelle Unterschiede zwischen einem Terroranschlag eines verwirrten Psychos und dem einer organisierten und ideologisierten Gruppe.
Das ändert allerdings nichts ander Motivation zu dieser Tat: Rassismus.


Was hat es mit Rassismus zu tun, wenn ein "Terrorist" sich auf einem Weihnachtsmarkt in die Luft sprengt? Diese Taten haben doch nicht damit zu tun, dass wir helle Haut haben, oder Europäer sind, sondern doch vielmehr damit, dass die meisten Deutschen eben einen anderen Glauben haben. Und selbst dies halte ich für nicht richtig.

Die meisten Anschläge sind aus irgendeiner Art Rachegefühlt, da dort, wo diese Menschen herkommen, meist Waffen von den Inustrienationen geliefert wurden, um diese Gegenden seit Jahrzehnten zu destabilisieren . Wenn mein Kind von einer amerikanischen Drohne getötet wird und meine Familie nach und nach stirbt, ich nicht ruhig schlafen kann, da US-Konvois durch mein Dorf ziehen und es knallt und donnert... nun, ich finde es in der Hinsicht sogar menschlich, dass man da in irgendeiner Form nach Rache sinnt. Terror ist der Krieg des armen Mannes.

Diese Leute sind in ihrer emotionalen Lage dann ein gefundenes Fressen für extreme Ideologien.
 
Hat Dich der Gauland geschickt?
Das ist jetzt wohl die Nazikeule 2.0? Mit solchen Parolen verschaffst du der AfD nur noch mehr Wähler.

Mir erscheint es eher, dass es gerade sehr lukrativ ist, die Tat mit der AfD in einen Zusammenhang zu bringen, um daraus ein generelles Rassismusproblem zu stricken. Das ist purer Populismus und Opportunismus.

Soweit man das den Medien entnehmen konnte, hatte der Typ schon vor 20 Jahren psychische Probleme. Die Gründung der AfD war zu diesem Zeitpunkt noch in ganz weiter Ferne.
 
@RedlightX:
Ich bezog mich auf die Rechten, da ist das in ein oder anderer Form immer auf Rassismus zurückzuführen.
Du beziehst dich auf die Todeskultisten, da ist es in der ein oder anderen Form der Hass auf den Westen, instrumentalisiert durch den Todeskult.
(Wodurch dieser Hass ausgelöst wird, z.B. durch jahrzehntelanges Dronenbomben von Zivilisten, ändert daran nichts)
 
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  • #13
Was man nicht ausschließen kann, ist, daß das Erstarken des Rechtsextremismus, die vorherigen Attentate und auch Pegida und Afd einen Einfluß auf den Täter gehabt haben, ohne denen es nicht zum Exzeß gekommen wäre. Vor einigen Jahren hätten auch kaum jemand gewagt unter Klarnamen im Internet sich rassistisch zu äußern.

Was mich stört, ist die Selbstverständlichkeit, mit der dieser Zusammenhang als gegeben angesehen wird und ein Hinterfragen, nicht das Abstreiten der Möglichkeit, als Verharmlosung gebrandmarkt wird.

Mich stört anderseits auch, daß ich mich mit dieser Haltung nicht in Fundamentalopposition zur AfD befinde. Aber ich versuche die Sachen halt sachlich zu betrachten und nicht so, daß ich auf jeden Fall konträr zu ihnen stehe.
 
@KaPiTN:
Weil es relativierrend klingt und relativierungen idr. eine Methode zur Abwertung ist.


"Verwirrter Einzeltäter" wurde so oft benutzt, dass es bei den Nazis zum Running Gag von "Hat Nix mit Nix zu tun" geworden ist,
als sie vesuchten das Problem des Islamismus zu relativieren.

Das gleiche passiert jetzt auch wieder, wenn leute das Problem des Naziterrors relativieren wollen.



Bei geheizter Stimmung muss man sich eben sehr sehr sorgfältig ausdrücken um nicht missverstanden zu werden.
 
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  • #15
Aber nicht unbedingt, weil die Leute zu blöde wären es richtig zu verstehen, sondern weil sie das Mißverständnis konstruieren um es als Strohmann zu verwenden.

Warum diese teilweise Fixiertheit darauf, daß es ein Terroranschlag war? Sicher war es Rassismus.
Da sehe ich dann die Gefahr der Verharmlosung. Wenn es kein rassistischer Mord war, sondern Terror, dann kommt es afaik zu einer Verharmlosung und Abwertung der wahren Opfer, den Toten, Verletzten und ihren Angehörigen, wenn es nämlich durch den Terrorbegriff plötzlich wir alle angeblich die sind, gegen die sich die Tat gerichtet hat und die Gesellschaft als Gesamtheit, die verängstigt werden soll.

Damit meine ich jetzt Politiker. Wenn man da der örtlichen Bevölkerung nach so einer Tat ein Mikro ins Gesicht hält und die jetzt Shisha-Bars für gefährlich halten, oder Bäckereien, denn da könnte ja auch einer reinkommen und Du bist tot, dann mag man das verzeihen.
 
Aber nicht unbedingt, weil die Leute zu blöde wären es richtig zu verstehen, sondern weil sie das Mißverständnis konstruieren um es als Strohmann zu verwenden.
Kommt mit bekannt vor :beer:


Warum diese teilweise Fixiertheit darauf, daß es ein Terroranschlag war? Sicher war es Rassismus.
Weil es das war, der definition nach.
Terrorismus schrieb:
Unter Terrorismus (lateinisch terror ‚Furcht‘, ‚Schrecken‘) versteht man kriminelle Gewaltaktionen gegen Menschen oder Sachen (wie Morde, Entführungen, Attentate und Sprengstoffanschläge), mit denen politische, religiöse oder ideologische Ziele erreicht werden sollen.
Auch wenn er diese Ziele in Wahn und Krankheit erreichen wollte,
ist es immer noch Terror, denn Wahn und Krankheit sind nicht Teil der definition.

Ich weiß, dass du auf die Strukturellen unterschiede zwischen Ihm und z.B. dem NSU hinaus möchtest,
aber das änder nix am Terror.

Im Gegenzug dazu ist ein Schulamoklauf idr. weder politisch, religiös oder ideologisch motiviert, sondern ein reiner Amoklauf.


Da sehe ich dann die Gefahr der Verharmlosung. Wenn es kein rassistischer Mord war, sondern Terror, dann kommt es afaik zu einer Verharmlosung und Abwertung der wahren Opfer, den Toten, Verletzten und ihren Angehörigen, wenn es nämlich durch den Terrorbegriff plötzlich wir alle angeblich die sind, gegen die sich die Tat gerichtet hat und die Gesellschaft als Gesamtheit, die verängstigt werden soll.
Sehe ich anders,
diese Menschen sind augrund ihrer Hautfarbe umgebracht worden,
wenn man das aus der gleichung nimmt und es darauf reduziert das sie Opfer eines Wirren sind,
dann entfernt man mmn. eine wichtige Komponente.

Damit meine ich jetzt Politiker. Wenn man da der örtlichen Bevölkerung nach so einer Tat ein Mikro ins Gesicht hält und die jetzt Shisha-Bars für gefährlich halten, oder Bäckereien, denn da könnte ja auch einer reinkommen und Du bist tot, dann mag man das verzeihen.

Politker Schwätzen Dumfug, tell me the news :unknown:
 
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  • #17
Ich sehe da keine Ziele, die erreicht werden sollen. Ich sehe da die Selbstinszenierung. Manifeste, Livestreams oder hier ein Video auf Englisch, für eine große Reichweite. Und der mann wollte sicher töten und nicht andere mit der Tat erschrecken.

Und warum Du auf die Feststellung, daß sich die Tat nicht gegen uns, sondern die Opfer/Ausländer gerichtet hat, die Herkunft, also den Rassismus als Motiv aus der Gleichung nehmen willst, habe ich nicht verstanden. Natürlich sind sie nicht alleine Opfer, weil der irre war, sondern gerade wegen der Herkunft, weswegen ich die Tat auch nicht gegen mich gerichtet ansehen kann.
 
Ich hab das Manifesto mal überflogen,
der Typ ist eindeutig gestört gewesen.

Der Grund daran, dass erkeine Freudin gefunden hat ist ein Geheimdienst,
der ihn mit Einsamkeit quälen wollte.

:unknown:
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich sehe da keine Ziele, die erreicht werden sollen. Ich sehe da die Selbstinszenierung. Manifeste, Livestreams oder hier ein Video auf Englisch, für eine große Reichweite. Und der mann wollte sicher töten und nicht andere mit der Tat erschrecken.
Manche Menschen sind halt widerlich,
hast doch gesehen wie das selbst hier im Forum gleich als Munition für was anderes benutzt wurde, bevor die Leichen wirklich kalt waren.
Gegen pietätlose Arschkrampen machst halt nix :unknown:
*Ja, das darf auch mit auf die Liste der ULTRA HARTEN BELEIDIGUNGEN :T


Und warum Du auf die Feststellung, daß sich die Tat nicht gegen uns, sondern die Opfer/Ausländer gerichtet hat, die Herkunft, also den Rassismus als Motiv aus der Gleichung nehmen willst, habe ich nicht verstanden.
Ich hatte dich ein wenig missverstanden,
daher wirkt meine Antwort wirr. Wobei du momentan auch ein wenig wirr schreibst, was solche Missverständnisse begünstigt :p

Rassismus als idologischer Hintergrund eines Amoklaufs, macht diesen Amoklauf per Definition zu Terror.
Daher sind diese Menschen Opfer einers Rassistischen Terroranschlags geworden, ausgeführt von einem psychisch kranken Mann.
 
Warum kein Mann mit paranoider Schizophrenie (Ich), bei dem Rassismus EINE der Ausprägungen seiner Krankheit darstellt?
Das wäre kein Fall fürs P+G, sondern (wenn überhaupt) fürs FiFo, wobei Rassismus allerdings definitiv keine Krankheit ist.

Das ist jetzt wohl die Nazikeule 2.0? Mit solchen Parolen verschaffst du der AfD nur noch mehr Wähler.

Mir erscheint es eher, dass es gerade sehr lukrativ ist, die Tat mit der AfD in einen Zusammenhang zu bringen, um daraus ein generelles Rassismusproblem zu stricken. Das ist purer Populismus und Opportunismus.

Soweit man das den Medien entnehmen konnte, hatte der Typ schon vor 20 Jahren psychische Probleme. Die Gründung der AfD war zu diesem Zeitpunkt noch in ganz weiter Ferne.

Sagt mal, habt ihr hier eine Kamera versteckt?
Zoltan muss ich nicht zur AfD treiben. Er hat in früheren Beiträgen (zuletzt Omagate, Antifa-Board als Beleidigung) gezeigt, wo er wohnt
Wer einen direkten Zusammenhang zwischen dem Erstarken der AfD (und des WU-U- Bootes) und dem geradezu explosiven Anstieg rechtsextremer Gewalttaten leugnet, betreibt das Mimimi-Geschäft der feigen braunen Brut.
Es haben Millionen einen an der Rassel, doch die allerwenigsten werden zu Mördern. Dazu braucht es einen Auslöser, den die Nazis durch ihre 24/7 Stunden-Hetze hinreichend bieten.
Der rechtsextreme Massenmörder hat Menschen gezielt hingerichtet, weil sie auf ihn fremdländisch wirkten. Dieser Rassismus wurde ihm eingeimpft.
Es ist auch völlig schnurz, wie lange der Täter einen Rasselschaden hatte. Er wurde jetzt durch die Nazihetze soweit aufmunitioniert, dass es für all die Toten gereicht hat.

Immerhin hat er psychisch so stabil gegolten, dass man ihm einen Waffenschein in die Hand gedrückt hat. Die AfD (Judentrixi allen voran) hat dies nun sofort instrumentalisiert und den Rücktritt des Generalbundesanwaltes gefordert.
Zwei Sportschützen ermorden 13 Menschen in kurzer Zeit. Dafür musste die RAF lange stricken. Und wer hat als Handlanger der Waffenlobby eine weitere Verschärfung der Waffengesetze verhindert? Die CDU.

Finde den Thread überhaupt sehr verstörend, da mit aller Macht ein Grund gesucht wird, die AfD von der natürlich vorliegenden erheblichen Mitschuld freiszusprechen. Kann beim besten Willen KaPiTNs wirre Bandwurmsätze nicht verstehen, daher gehe ich jetzt auch nicht weiter darauf ein.
Kann z.B. keinen Unterschied zwischen einem "rassistischen Mord" und "Terror" erkennen. Das Gesindel hetzt und schaut ganz entspannt zu, bis sich ein Irrer findet, der zur Waffe greift. Danach wartet man auf ARD und ZDF, um dann das Unschuldslamm zu spielen. Als ich Gauland gesehen habe, wurde mir echt kotzübel.

Nazis töten. Wenn man sie nicht endlich auf Landes- und Bundesebene beobachtet, entwaffnet und verbietet, wird sich daran nichts ändern.
 
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