Raspberry Power Probleme

Ungesund

Feiner Herr
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Ich weiß nicht ob das hier her oder eher in den Linux Bereich gehört.

Geht um einen Raspberry, den nutze ich für die Home-Automatisierung. Nun ist mir aufgefallen, dass dieser stets mit um 50% gethrottlter CPU läuft.

pi@raspberrypi:~ $ vcgencmd get_throttled
throttled=0x50005

= So 0x50005 means you are currently under-voltage and throttled.
If you want to be able to support this use case without throttling you will need a better power supply.


Zur Power Situation:



Der Raspberry war über ein simples USB-Kabel an ein 5V 2A Ikea Netzteil angeschlossen. Das Kabel hatte wohl . Also habe ich das Netzteil gegen ein MeanWell 5V 2,5A (APV-16-5 - ) ausgetauscht, das ich noch unbenutzt herumliegen hatte. Das habe ich sehr nah (ca. 10 cm entfernt), über einen angelöteten Micro-USB Port und 1,25mm Kabel an den Raspberry angeschlossen.

Und siehe da, kein Throttling mehr.

pi@raspberrypi:~ $ vcgencmd get_throttled
throttled=0x0


Doch nun crashed der Pi nach ca. einer Stunde.
Ich nutze an dem Raspberry statt der SD-Karte eine über einen USB 2.0 Festplattenrahmen angeschlossene SSD (hatte ich ebenfalls noch herumliegen). Diese ist nochmal separat über ein Y-Kabel an ein 5V 1 A Netzteil angeschlossen. Weiß nicht ob das Teil des Problems ist.

Evtl. ist das Netzteil auch wirklich nur für LEDs geeignet? Wobei ich mir das nicht wirklich vorstellen kann... Evtl. zu hoher Ripple Wert (Siehe Datenblatt oben) für die Benutzung mit einem Microcontroller? Ich habe da leider keine Referenz, ob das für den Pi noch im Rahmen ist. Dieser vagen Vermutung folgend hat leider auch ein angelöteter Smoothing-Cap vor dem USB-Plug nichts bewirkt.

Mit dem alten Netzteil läuft der Raspberry nun wieder 4 Stunden am Stück... wohlgemerkt wieder mit throttled CPU. :unknown:

Hat jemand ne idee was da los sein könnte? Oder Tipps wie man dem ganzen auf die Spur kommt?

Danke im Voraus :)
 
Mal ganz doof überlegt: Wenn die CPU jetzt auf voller Leistung läuft, dann wird sie sehr wahrscheinlich etwas wärmer. Normalerweise sollte der PI dann die Taktfrequenz afaik herunterfahren. Würde aber dennoch mal ein Auge auf die Temperatur werfen.


Außerdem halte ich die Konstruktion mit dem Y-Kabel nicht für optimal, zumindest wenn das ein gewöhnliches Y-Kabel ist. Dann sind nämlich - und +5V der Netzteile -mehr oder weniger- miteinander verbunden, schließlich liefert der USB-Port des Raspberry auch +5V. Wenn ich das richtig gelesen habe (musste nämlich deswegen auch erst recherchieren), dann sollte das der Raspberry erstmal grundsätzlich abkönnen. Würde es aber dennoch vermeiden, da eine "unnatürliche" Wechselwirkung der beiden Spannungsversorgungen nicht auszuschließen ist.

Daher würde ich entweder das Y-Kabel insofern modifizieren, dass Du die beiden Strom-Pins, die zum Raspberry gehen, irgendwie trennst. Alternativ könntest Du die Festplatte an einen aktiven USB-Hub hängen.
 
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  • #3
Das ist schonmal ein sehr guter tipp, das mit dem y-kabel. ich habe naiver weise gedacht, das wäre voneinander getrennt, also die Stromführenden Kabel gingen zum Netzteil, und die Data-Pins gingen halt zum anderen y-stecker... dass die verbunden sind wusste ich nicht... Hatte mal den Port an dem das Y-Kabel am Raspberry hängt gemessen, da kam ich auf 6V und keinerlei Verbrauch. Aber auch nur mit so einem china-usb-port mess-dongle. Werde das Kabel gleich mal checken und modden.

Von der Temperatur her ist, dank gefrästem vollalu-casemit direkter verbindung zu den drei Main Chips auf dem Board, mein absolutes maximum bisher 48 Grad, während dem Kompilieren von esp-home node sketches. Das liegt wohl noch völlig im Rahmen.

Hat Debian(Raspbian) evtl. sowas wie bei Windows das Ereignissprotokoll, wo man sehen könnte was den crash verursacht hat? Werde ich auch mal checken...
 
Nein, das ist bei diesen Y-Kabeln sogar Absicht, dass die stromführenden Pins verbunden sind. Ein USB2.0-Port darf maximal 500mA Strom liefern. Das ist zu wenig um ein 2,5"-Gehäuse mit HDD (dauerhaft) mit Strom zu versorgen. Daher sind die Datenpins nur zu einer Buchse durchverbunden, den Strom greift es aber von beiden Buchsen ab um so 1A Strom zur Versorgung der HDD zu haben.
 
Nein, das ist bei diesen Y-Kabeln sogar Absicht, dass die stromführenden Pins verbunden sind. Ein USB2.0-Port darf maximal 500mA Strom liefern. Das ist zu wenig um ein 2,5"-Gehäuse mit HDD (dauerhaft) mit Strom zu versorgen. Daher sind die Datenpins nur zu einer Buchse durchverbunden, den Strom greift es aber von beiden Buchsen ab um so 1A Strom zur Versorgung der HDD zu haben.

Kommt aber immer auf das Kabel an.
Es gibt auch welche, die haben die Spannungsversorgung nur auf einer seite anliegen. ( )
Diese Kabel gibt es in massig Variationen und oft sind die Datenleitungen oder die Stromversogrung Gesplittet.

Ich hatte selber ein ähnliches Problem mit einem SNES Mini und habe solch ein Kabel gebraucht und mir in der not eines selber Gebaut.
 
Das Kabel ist aber die spiegelverkehrte Version von dem, was hier zum Einsatz kommt. Das hat jetzt einen Stecker und zwei Buchsen und dürfte aufgrund der Begrenzungen der USB-Buchse nur in den wenigsten Fällen sinnvoll zu verwenden sein. Gesucht wird hier ein Kabel mit zwei Steckern und einer Buchse. Da kenn ich das nur so, dass die Stromleitungen an beiden Steckern anliegen um die Beschränkungen der USB-Buchse zu umgehen.
 
Ich sagte ja, es gibt diese kabel in 1000 Varianten.
Und deiner beschreibung nacht, müsste es dann soetwas hier sein [ ]

2 Stecker, 1 Buchse und die Stromversorgung ist nur auf 1 Stecker und die Data Leitung auf dem anderen Stecker und es geht beides an die Buchse.
 
Ja, dieses Kabel mit dieser Belegung wäre in Ordnung. Sowas bekommt man aber mit den normalen 2,5"-HDD nicht mit sondern das andere mit 2x Strom.
 
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