Raspberry Pi - ein Multimedia-All-in-One-Gerät

cellphones

Neu angemeldet
Registriert
19 Jan. 2014
Beiträge
63
Moin :)

Nachdem ich die kommenden Wochen wirklich etwas Zeit haben werde, dachte ich mir, es wird Zeit, das ich etwas in die Tat umsetze, was ich eigentlich seit ca. November 2014 im Kopf habe :D

Mir geht es persönlich nicht um eine Tutorial wie ich das alles machen kann - ja, ich habe dazu genug Projekte mittlerweile gesehen, die einzeln funktionieren. Ich würde nur gerne wissen, ob ich das alles in einem "Raspberry Pi" unterbringen kann. Mit dem Rest würde ich mich dann die nächsten Wochen beschäftigen und euch hier auf den laufenden halten :)

Ich möchte allgemein den Apple.TV und den Chromecast in Rente schicken.
Persönlich finde ich die Ausleih-Preise zu hoch und habe auch ehrlich gesagt keine Lust mehr, mir einen Film für 4€ zu gönnen. Eine Videothek habe ich um die Ecke und ein kleiner Spaziergang schadet nie. Abgesehen davon kann ich notfalls ja noch vom Mac auf den Raspberry Pi per AirPlay streamen. Google-Filem wären sogar über Webbrowser abrufbar. Ein weiterer Vorteil wäre Sky Go - das könnte man dann direkt per Browser am TV nutzen - Zweitkarte würde entfallen...

Folgendes möchte ich nun aufbauen:

- DVB-C mit Timeshift / Aufnahme-Funktion; zeitgleich wäre super
- DVD-Laufwerk um DVD abzuspielen und um diese auch automatisch zu "sichern"
- Auf dem NAS habe ich einige Filme gespeichert - diese sollten auch abrufbar sein, während eine Sendung z.B. aufgenommen wird
- Mediatheken
- sonstiges IPTV
- per DVB-T-USB-Stick würde ich als extra gerne noch eine "Flugkontrolle" einbauen. Als ich gelesen habe, das dafür ein DVB-T-Tick reicht, war ich sofort interessiert und würde diesen Radar dann gerne auf einer Website darstellen.

Also - im Prinzip ist das All-In-One durchaus möglich. Ich frage mich nur, ob es möglich sein wird, das zeitgleich einige Aktionen stattfinden (wie z.B.: Aufnahme über DVB-C sollte möglich sein, wenn eine DVD geschaut wird, etc.). Ich kann leider nicht einschätzen, was der Raspberry Pi in dem Bereich alles "zeitgleich" schaffen könnte.

offene Fragen:
- Reicht z.B. ein DVB-C-Tick dafür oder sollten es lieber zwei sein?
- Sollte das ganze per LAN laufen, oder würde auch WLAN reichen?
(Streaming vom NAS auf Raspberry Pi oder vom Raspberry Pi auf ein anderes Gerät.)
- Wie kann ich die Aufnahmen später steuern?
- Wie kann ich später das Menü, etc. steuern? Gibt es dafür empfehlenswerte "Hardware"


Benötigte Hardware:

- Raspberry Pi B+
- WLAN-STICK
- DVB-C-USB-Stick
- DVB-T-USB-Stick
- Display (einfaches) zum Anzeigen von Infos wie aktueller Kanal, Stream, etc.

---- HDD 500GB 2,5" vorhanden
---- USB-HUB Aktiv vorhanden


Benötigte Software:
- tvheadend
- Welche Distribution eignet sich für meinen Einsatzzweck?


Was habe ich noch vergessen?
Womit sollte ich mich noch beschäftigen?

Gehäuse möchte ich aus Holz dann bauen - muss ich mir wegen der Wärme sorgen machen?

Habe ich noch was vergessen?

Vielen Dank.

Ciao
 
Ein weiterer Vorteil wäre Sky Go
Geht mit dem PI nicht. Sky Go kriegst du unter Linux mit Pipeline zum Laufen. Da wird das Silverlight-Plugin von Windows verwendet. Bekanntermaßen ist Windows x86 und der PI ARM.

- DVD-Laufwerk um DVD abzuspielen und um diese auch automatisch zu "sichern"
+ DVB-T + DVB-C

Du weißt schon, dass der PI jetzt kein Ausstattungswunder ist. An dem Ding sind dran. Könnte lustig aussehen, wenn du die ganze Hardware am USB-Hub baumeln hast.

Mein Cousin hat einen PI der ersten Generation. Mit Übertaktung laufen 1080p-Filme. Mit gleichzeitiger Aufnahme, Abspielen - und das Ganze noch übers Netz wirst du das Teil wohl schnell in die Knie zwingen. Lt. Wikipedia ist die Ethernetanbindung auch beim Model B nur 100 MBit/sec.

Der nächste Punkt sind die Sticks. Die Treiberunterstützung unter Linux ist mittlerweile ziemlich gut. Aber gerade bei einigen TV-Karten liefern die Hersteller oft einen Firmware-Blob. Ich hab keine Ahnung, ob der ARM-kompatibel ist. Meist sind Closed-Source-Treiber der Hersteller nur x86-Basis. Also such Dir vorher Sticks, für die es freie Linux-Treiber gibt.

- Wie kann ich die Aufnahmen später steuern?
- Wie kann ich später das Menü, etc. steuern? Gibt es dafür empfehlenswerte "Hardware"
Kodi als Frontend verwenden. Dann kannst du das Android-Smartphone als Fernbedienung missbrauchen. Kodi unterstüzt auch . Im besten Fall reicht dann die Fernbedienung Deines TV.

Mit TV Headend hab ich keine Erfahrung. Ich verwende VDR.

Distributionen: Gute Frage: OpenElec, yaVDR, Gen2VDR.

Ein Display hab ich auch an meinem HTPC dran. Hab's aber nie aktiviert. War mir zuviel Gefrickel. Stichwort ist hier:

Und Lan vs. WLan. Vergiss Wlan. Zu unzuverlässig und schwankend. Mein HTPC kann Wlan N. Aber seit ca. 1 Jahr hab ich Power-Lan. D.h. Netz über die Steckdose. Ist auch nicht optimal, aber wesentlich besser als Wlan.
 
Ich würde da lieber ein wenig mehr Geld in die Hand nehmen und ein Intel NUC verwenden.

Da klappt's dann auch mit den x86-Sachen, kostet aber eben das Zehnfache und ist weitaus weniger Gebastel.

Die Leistung des Raspi reicht für so anspruchsvolle Aufgaben kaum aus, wie musv schon sagte.
 
An dem Ding sind 2 USB-Anschlüsse dran

Da er von Model B+ schreibt, sind es vier.

Lt. Wikipedia ist die Ethernetanbindung auch beim Model B nur 100 MBit/sec.

Und daran wird sich vermutlich auch nichts ändern, da das Netzwerk über den USB-Controller läuft. Und der packt leider nicht mehr.

Aber seit ca. 1 Jahr hab ich Power-Lan. D.h. Netz über die Steckdose. Ist auch nicht optimal, aber wesentlich besser als Wlan.

Kann sein, muss aber nicht. Bei Power-LAN kommt es leider auch sehr auf die vorhandenen Leitungen an. Hatte schon Fälle (hauptsächlich in älteren Häusern) bei denen Power-LAN entweder gar nicht oder nur sehr schlecht lief. In anderen jedoch gut.

---

Edit: Wenn es ein Raspberry sein sollte, würde ich allgemein zum Raspberry 2 Model B greifen. Der hat die meiste Leistung.
 
Zuletzt bearbeitet:
PowerLan funktioniert einigermaßen, wenn es auf der gleichen Phase hängt und ohne Mehrfachstecker verwendet wird. Ist trotzdem ein übelster Krampf und nicht empfehlenswert.

Auch der neue Raspberry taugt nicht für das vorgegebene Profil. Vor allem deshalb nicht, weil wie schon erwähnt sich die 100 Mbit von Netzwerk und USB geteilt werden. Hier heisst es meist entweder/oder. Eine kostengünstige Möglichkeit fällt mir hier nicht ein. Schon gar nicht für ~30 Euro und wenn sie dann auch noch stabil laufen soll.

Den MacMini gibt es gerade für 399.- beim Saturn online. Der kann ne Menge, ist nicht hörbar und braucht kaum Strom. Ist halt aber was vollkommen anderes.
 
Würde ein Notebook i5 der 1. Generation reichen?

Falls ja könnte man ja ein gebrauchtes Thinkpad für knapp 200€ kaufen, gibts ja Massenhaft bei gewerblichen Händlern. Also inklusive Garantie und 30 Tage Widerrufsrecht, bzw mindestens 14 vom Gesetz her.
Die Thinkpads schaffen jedenfalls Gbit LAN + USB problemlos.

Die Konstellation sollte auch von der Werkshardware her einen Dauerbetrieb schaffen. Die werden ja im Idle nicht sonderlich warm.

Edit:
Pi im Holzgehäuse geht im Dauerbetrieb ich habe einen Kühlungstechnsich total beschissenen Aufbau im Dauerbetrieb, hat halt konstant 50Grad, was die Hardwarehaltbarkeit auf etwa ~30 Jahre reduzieren dürfte.:unknown:

Wenn du nur ein dünnes Holzgehäuse uns onst nichts verwendest ist dein Aufbau immer noch besser als meiner. Das Pi von dem ich rede ist im Prinzip mehrfach isoliert, da in dem Holzkasten zusätzlich zum PI Gehäuse noch andere Dinge liegen. Ist also mindestens doppelt eingepackt in alle Richtungen. Im Zweifel halt selber Temperatur überwachen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gibts das Silverlight denn auch dafür?

Die x86 Binarys werden wohl kaum funktionieren...

Oder hat Microsoft da mal endlich was ganzes abgeliefert und sämtliche Hauseigene Software auch für ARM angeboten?
EMulation wird auf der Hardsware wohl eher nicht laufen außer Silverlight ist viell besser geworden was die Natur der Sache aber eigentlich ausschließt, DRM Mechaniken müssen schließlich anfällig sein wie Sau.

Stabile DRM ist so nützlich wie stabiler Sprengstoff.:unknown:
 
Wer mit IoT liebäugelt sollte sich vorher durchlesen. Das ist nicht unbedingt ein Windows das man vom normalen Rechner her kennt.
 
Genau den Artikel kannte ich, daher auch die bedenken bezüglich der Softwareunterstützung.

Sieht aus wie:
Oh ein neues Pi mit mehr Leistung wurde angekündigt, unser Marktanteil ist wieder in Gefahr!
Bringt so schnell wie möglich ein WIndows für ARM Hardware raus!
Nicht fertig? Was heisst hier nicht fertig, die Hardware ist auf dem Markt!

Schon die "Installationsroutine" zeigt mir überdeutlich das es frisch aus der Alpha ist. Denn es gibt offenbar keine und ein fertiges Image gibts auch nicht. Siehe: "nicht fertig"

Also zumindest laut dem Artikel, gibts mittlerweile nichts neueres?

Was das angeht weiss ich leider zu gut wovon ich rede, aber das betrifft keine an Kunden ausgelieferte Software sondern "Hilfsmittel für den Eigenbedarf". Da isses halt nicht so schlimm das die erstmal nur "in genau dieser Umgebung" funktionieren.
 
Das Fazit des Artikels ist dann doch etwas anders.

Der Inhalt der Windows-Installation lässt sogar die Vermutung zu, dass diese Windows-Version überhaupt nicht mit den bisherigen Linux-Distributionen konkurrieren soll. Vielmehr hat Microsoft wohl eher Entwickler von Point-of-Sales-Systemen oder ähnlichen Anlagen im Auge.

...

In diesem Kontext sind sowohl die umständliche Installation als auch der auf Visual Studio ausgerichtete Entwickler-Workflow verständlich.
 
  • SkyGo braucht Silverlight. Unter GNU/Linux gibt es zwar Alternativen, aber da hast du die Wahl zwischen Pest und Cholera.
  • AirPlay sollte mit dem Pi kein Problem darstellen.
  • DVDs über den Pi zu rippen sollte prinzipiell möglich sein, allerdings wirst du auch hier ganz schnell die Leistungsgrenzen der Hardware zu spüren bekommen.
  • DVB-C + Timeshift + Aufnahme wird wahrscheinlich auch die Leistung deines Pis überschreiten. Aufnehmen ja, Wiedergeben ja, Aufnehmen und Wiedergeben bezweifele ich.
  • Wiedergabe von auf dem NAS gespeicherten Medien sollte kein Problem darstellen.
  • Wiedergabe von Mediatheken sollte kein Problem darstellen, sofern keine Silverlight-Technologie verwendet wird.
  • IPTV könnte je nach verwendeter Technologie und Streaming-Qualität problematisch sein. Sollte aber prinzipiell funktionieren.
  • AirScanner lassen sich mit dem Pi afaik realisieren. Ich hatte mich selbst eine Weile damit beschäftigt und mit dem Gedanken gespielt mich bei einer der vielen Communitys zu beteiligen.



Also - im Prinzip ist das All-In-One durchaus möglich. Ich frage mich nur, ob es möglich sein wird, das zeitgleich einige Aktionen stattfinden (wie z.B.: Aufnahme über DVB-C sollte möglich sein, wenn eine DVD geschaut wird, etc.). Ich kann leider nicht einschätzen, was der Raspberry Pi in dem Bereich alles "zeitgleich" schaffen könnte.
Oben habe ich farblich markiert, wie gut der Pi mit den einzelnen Aktivitäten klar kommt. gut - bedingt - nicht. Mit mehreren dieser Aktivitäten gleichzeitig kann es immer zu Problemen kommen.



Ich würde dir eher dazu raten die Aufgaben von unterschiedlicher Hardware durchführen zu lassen.
Das Flugradar kannst du locker mit dem Pi realisieren. Es gibt ja einige Communitys. Zum Beispiel bei wird dir eine Lösung für gängige Systeme (Windows, Linux, OS X, RaspberryPi) mit DVB-T Dongle oder mit spezieller Hardware des Anbieters aufgezeigt. Du würdest dafür dann nur deinen Pi, ein paar Softwarekomponenten und einen DVB-T Stick sowie ggf. eine Antenne benötigen.
Durch die Beteiligung an der Community kannst bekommst du auf der Seite gleichzeitig einen Premium-Account und deine Daten werden natürlich auch dort dargestellt.

Für den Medien-Kram würde ich dir zu einem der aktuellen Wohnzimmer-Devices (AppleTV, Amazon FireTV) raten.
Es gibt ein paar Bastelanleitungen, wie du auf dem FireTV SkyGo zum Laufen bekommst:



Für eine dauerhafte Lösung, würde ich dir raten, dich an den Sky Support zu wenden, ihnen dein Problem darzulegen und zu einer Lösung, zum Beispiel kompetenten Programmierern und funktionierenden Technologien, zu raten. Je mehr Leute dort auflaufen und sich beschweren, desto eher werden die eine Lösung finden.

DVDs würde ich an deiner Stelle weiterhin am Computer rippen und auf's NAS spielen.
 
Euch ist aber klar das Silverlight der Vergangenheit angehört ? im Text weiter zitieren sie Sky deutschland:
Auch bei Sky Deutschland haben sich die Entwickler auf den Abschied von Silverlight eingestellt. Ein Sprecher sagt SPIEGEL ONLINE: "Wir arbeiten bereits an einer HTML5-basierten Lösung, damit unsere Kunden weiterhin Sky Go, Sky Online und Snap über den Browser nutzen können." Man werde "in den kommenden Monaten so weit sein".
 
Sorry aber: Wenn Sky sagt, sie arbeiten an was, kannst du das einfach mal in den Müll treten, das heisst genau gar nix und es kann/wird noch Jahre dauern bis da wirklich was passiert.
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #16
Abend :)

Na das waren deutliche Worte - vielen Dank dafür.
Ich fasse mal zusammen:

1. eher nicht
SkyGo --> daf+r hab ich notfalls dann das Tablet oder den Laptop
DVD --> so oft schau ich DVDs nicht; bleibt also bei iTunes-Streaming, da der Aufwand wohl zu hoch wäre...

2. machbar
AirPlay
NAS - Wiedergabe der gespeicherten Medien
Mediatheken - Wiedergabe
IPTV
AirScanner (kann der Scanner permanent laufen?)

3. "eigener Pi"
DVB-C nur Aufnahme / später Wiedergabe


Ich werde mir das mal heute noch durch den Kopf durchgehen lassen.
Weitere spontanen Ideen sind gern gesehen :)
 
Zurück
Oben