Raspberry Pi Backup im laufenden Betrieb

matux

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Ich betreibe meinen Raspberry Pi mit einer 16GB SD Card an einem Router und greife darauf per SSH zu. Der RPi soll rund um die Uhr laufen. Von daher eignet es sich nicht den RPi herunterzufahren, die SD Card zu entnehmen und lokal am PC ein Image davon zu erstellen.

Wie gehe ich am besten vor, wenn ich ein Backup von der SSH Konsole auf auf dem lokalen PC erstellen möchte? Nutze ich dafür am besten rsync? Ggfls. könntet ihr mir dabei helfen.
 
Ganz einfach Netzlaufwerk einbinden und darauf die SD Karte mit DD kopieren, hab ich schon öfter gemacht.

Geringfügig schneller gehts vermutlich mit einer USB Festplatte.
 
Geht, im schlimmsten Fall ist bei größeren Änderungen das Dateisystem inkonsistent, für gewöhnlich ist das aber ein wenn überhaupt geringfügiges Problem.

Ist ungefähr so riskant wie im Betrieb den Strom abziehen nur das man mehr Chancen hat und kein System kaputt macht, man kann lediglich nicht unbrauchbares Image ziehen. Absicherung durch Masse ist also problemlos möglich.
 
Das ändert nichts daran dass das einfach ein unsauberes und unprofessionelles vorgehen ist.

Wenn nicht viel RW operationen auf dem Pi stattfinden kann man das für ein Einzelnutzer System vielleicht verkraften. Wenn allerdings wichtige Daten in Verwendung sein könnten sollte per RSync ein Backup der Systemdateien gezogen werden.
Das zurückspielen gestaltet sich dann zwar ggf. etwas komplexer - die Daten sind aber mit Sicherheit konsistent.
 
Da liegt der Hase begraben, es mag unsauber sein, aber es funktioniert und ist aufgrund des geringen Aufwands oftmals praxistauglicher, also definiere mal dein "Professionell".

Denn falls das Dateisystem wirklich beschädigt sein sollte, dürften die Probleme mit geringem Datenverlust zu reparieren sein. Zumal sich Datenverlust selbst dann idR auf "neue Daten" bezieht und die leiden beim einspielen vom Backups per Definition. Bei Systemen ohne Große Änderungen dürfte dieses Vorgehen so ziemlich immer die effzienteste Lösung sein, zieht man zur Not halt 3 Backups, eins geht dann auf jeden Fall. Immer noch um einiges schneller als Filesystem Kopien.

Nutzdaten sollten sowieso separat gesichert werden. Aber die leigen ja für gewöhnlich sowieso entweder auf Storage Systemen oder in Datenbanken, die sich wieder anders viel einfacher sichern lassen.
 
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  • #8
Ich habe über den Caja Dateimanager (Linux Mint MATE) den Raspberry Pi als Netzlaufwerk eingefügt.

Wie wäre dann der korrekte Befehl um das Backup mit Hilfe von dd zu erstellen?

[src=text]dd bs=1M if=sftp://pi@ip/ of=~/Backup/pi-backup.img[/src]

Vielleicht ist es doch einfacher den RPi erstmal herunterzufahren, die SD Karte zu entnehmen und das Backup lokal am Rechner zu machen :D Aber im Prinzip wäre es aber das selbe wie oben

[src=text]dd bs=1M if=/dev/sdX/ of=~/Backup/pi-backup.img[/src]
 
Wichtig zu wissen währe für dich vieleicht noch, dass du diese Ordner/Dateien NICHT in deinem Backup haben solltest:
[src=text]
/proc
/sys
/dev
/boot
/tmp
/run
/mnt
/etc/fake-hwclock.data
/var/lib/rpimonitor/stat/
~/.bash_history
[/src]

Du könntest dir z.B. ein Skript schreiben, dass nur die Daten die du brauchst vom PI auf deinen Rechner zieht, da du das ja schon soweit eingerichtet hast.

Naja wie auch immer du dich entscheidest, das hier solltest du dir in jedem Fall mal durchlesen:
 
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  • #10
Ich bin mit den ganzen Backup Methoden nicht vertraut, aber ich werde mir den Link mal genauer anschauen.
 
@greensnow
...und wichtig zu erwähnen wäre das sowas bei der DD Methode keine Rolle spielt.;)


@matux
Dein Ansatz das pi als Netzlaufwerk einzubinden ist übrigens falsch, so geht das nicht.

Du musst nämlich das Gerät kopieren und keine (virtuellen) Teile davon.
Und welches Device deine SD-Karte ist kann ich dir nicht beantworten, das musst du vor Ort rausfinden.

Beides hat die selben Gründe wie die Kritik von PlanB. Jede Vorgehensweise hat nunmal ihre Vor- und Nachteile.
 
Am schnellsten und einfachsten fährst du mit der dd Variante: Raspi herunterfahren, Karte raus, dd machen. Geht recht schnell und ist sauber. Eleganter ist die Variante mit rsync im laufenden Betrieb - das kann man mit dem Skript von greensn0ws Link sehr komfortabel erledigen, nachdem man sich ein wenig eingelesen hat - habe ich auch ne Zeit lang verwendet. Bin aber wieder zurück zu dd ;)
Mit dd im laufenden Betrieb habe ich bereits mehrfach schlechte Erfahrungen gemacht. Der kleine ist so schnell herunter- und wieder heraufgefahren, dass man das ganze gut offline machen kann.
 
So wie cy_coe das beschreibt ist es richtig.

DD im laufenden Betrieb zu verwenden ist meistens Murks.
 
Ich nutze das um zu sichern

rsync -avx --progress --delete / /targetdir

--progress braucht man natürlich nicht aber man will ja was sehen :D
(home usw ist bei mir auf keiner externen Parition, daher muss ich die nicht extra sichern)

Ich boote von sd abe root-fs ist auf einer SSD am USB und sichere ab und zu auf SD-Karte, und halte damit beide direkt bootfähig.
 
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