[Born-IT] Ransomware-Befall in Uniklinik Düsseldorf nicht für Todesfall verantwortlich

[English]Neue Entwicklung im Hinblick auf den Tod einer Patientin im Umfeld des Ransomware-Befalls in Uniklinik Düsseldorf. Die Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen gegen die unbekannten Hacker wegen der Todesfolge eingestellt, weil kein kausaler Zusammenhang besteht. Worum geht es genau? Im Blog-Beitrag




Autor: Günter Born
 
Für Hartmann ist es aber nur eine Frage der Zeit, bis der erste Tote als Folge eines Cyberangriffs auf medizinische Einrichtungen zu beklagen ist.
Ich hoffe, das wird dann auch wortwörtlich beklagt. Mit KRITIS gibt es einen guten ersten Schritt, aber wenn niemand sich darum kümmert, dass es auch umgesetzt wird kann man sich das auch schenken.

Insgesamt wurden neben den IT-Systemen von rund 1.200 niedergelassenen Ärzten auch 250 Kliniken und Apotheken untersucht. Das erschreckende Ergebnis war, dass lediglich 5 % der Kliniken einen sicheren Verschlüsselungsstandard nach Empfehlung des BSI verwendeten. 31 % nutzten die veralteten Standards SSL 2 und SSL 3, etwa 63 % die von der Bundesbehörde nicht mehr empfohlenen Standards TLS 1.0 oder TLS 1.1. Besonders erschreckend ist auch die Erkenntnis der Studie, dass E-Mail- und Passwortkombinationen von 60 % der Kliniken im Darknet aufzufinden waren. Angesichts dieser Zahlen überrascht die Tatsache nicht – wie eine vor zwei Jahren erschienene, großangelegte Erhebung von Roland Berger ergab – dass von 500 befragten Kliniken 64 % bereits Opfer eines Hackerangriffs wurden. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass das Problem der Mängel in Bezug auf die IT-Sicherheit im Healthcare-Sektor ein strukturelles ist. Kliniken müssen in dieser Hinsicht unbedingt reagieren und sich auf die neuen Herausforderungen einstellen, die mit der fortschreitenden Digitalisierung einhergehen.


Jaja, "neue" Herausforderungen.
Wer wird jetzt eigentlich verknackt vom Klinikum Düsseldorf? Niemand? Niemand Schuld, dass Sicherheitslücken monate lang nicht geschlossen wurden? Wo ist der KRITIS Bericht der ja wohl hoffentlich abdeckt, welche Prozesse es für genau solche Lücken gibt? Das Digitale wird zu einer reinen "wir sind nicht schuld" Abschiebe. Ach, das Beatmungsgerät hat nicht funktioniert? Tja da kann man nichts machen, Software-Fehler, niemand dran Schuld. Man stelle sich das mal vor. Aber schon zwei Meter weiter scheint das Standard zu sein.
 
Bin ich der einzige, der sich fragt:
Wieso müssen kritische Systeme mit dem Internet vernetzt sein? :unknown:
 
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