Insgesamt wurden neben den IT-Systemen von rund 1.200 niedergelassenen Ärzten auch 250 Kliniken und Apotheken untersucht. Das erschreckende Ergebnis war, dass lediglich 5 % der Kliniken einen sicheren Verschlüsselungsstandard nach Empfehlung des BSI verwendeten. 31 % nutzten die veralteten Standards SSL 2 und SSL 3, etwa 63 % die von der Bundesbehörde nicht mehr empfohlenen Standards TLS 1.0 oder TLS 1.1. Besonders erschreckend ist auch die Erkenntnis der Studie, dass E-Mail- und Passwortkombinationen von 60 % der Kliniken im Darknet aufzufinden waren. Angesichts dieser Zahlen überrascht die Tatsache nicht – wie eine vor zwei Jahren erschienene, großangelegte Erhebung von Roland Berger ergab – dass von 500 befragten Kliniken 64 % bereits Opfer eines Hackerangriffs wurden. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass das Problem der Mängel in Bezug auf die IT-Sicherheit im Healthcare-Sektor ein strukturelles ist. Kliniken müssen in dieser Hinsicht unbedingt reagieren und sich auf die neuen Herausforderungen einstellen, die mit der fortschreitenden Digitalisierung einhergehen.