Rückfragen zum Arbeitsvertrag

Symetic

NGBler
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16 Juli 2013
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Mir ist von einem Kunden ein Job in einer Führungsposition angeboten worden.
Es gab ein Gespräch mit dem Geschäftsführer, bei dem natürlich auch meine Gehaltsvorstellung angesprochen wurde.
Nun habe ich von der Personalabteilung den Entwurf eines außertariflichen Arbeitsvertrages per Email zugeschickt bekommen, mit der bitte um Rückmeldung, ob dieser für mich OK sei.

Mir wurde genau mein Wunschgehalt angeboten, es gibt allerdings keine Aussage zur möglichen Gehaltsentwicklung.
Außerdem wurden die Punkte Sondervergütungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld nicht erwähnt.

Sicher hätte man darüber im ersten Gespräch verhandeln können es hat sich allerdings nicht ergeben.
Haltet ihr es für angebracht, jetzt noch Rückfragen zu den beiden Themen zu stellen, oder macht das eher einen schlechten Eindruck?
 
Manche führen, andere folgen ;)

Du hast erfreulicherweise eine Führungsstelle angeboten bekommen. Da werden die schon einen Grund gehabt haben, dir die Stelle anzubieten.
Also sei auch selbstbewusst und führe weitere Verhandlungen.
Bei einer AT-Vergütung solltest du das tatsächlich ernst nehmen und dran denken: einmal unterschrieben, kommst du aus der Nummer sonst nicht raus.

Sachlich-freundlich sagen, dass du kurz noch ein paar Punkte besprechen möchtest bezüglich der Sondervergütungen und Personalentwicklung auf Dauer.
Das geht vielleicht telefonisch und dann hättest du gerne einen neuen Entwurf, den du *zeitnah* befürworten wirst.

Wenn die Tarifbeschäftigten z.B. 60% Urlaubsgeld und 80% Weihnachtsgeld bekommen, kannst du dir ausrechnen, wieviel dir ggf flöten geht.
Vielleicht noch darauf achten, wie lange die Probezeit ist. Und die Anzahl der jährlichen Urlaubstage ;)
 
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  • #3
Danke, du gibst damit genau mein Gedanken zu dem Thema wieder.
Mich hat nur die Meinung meiner Partnerin etwas verunsichert, die Bedenken hatte, die Fragen könnten etwas unverschämt gedeutet werden, da das verhandelte Gehalt schon ziemlich hoch ist.
Da ich diese Position aber im besten Fall länger als 15 Jahre besetzen möchte, sehe ich bei den Punkten schon Gesprächsbedarf.
Die anderen von dir angesprochenen Punkte sind bereits geklärt.
 
Leider sind die meisten Frauen, auch in gehobenen Positionen, immer noch zu weich, bzw zu freundlich was so was betrifft.
Sollte man in der heutigen Zeit gar nicht meinen, aber durchschnittlich verzichten Frauen auf ca. 30% der Vergütung gegenüber Männern in gleichwertigen Positionen.
Vertragsverhandlungen bezüglich Vergütungen fallen den meisten Frauen immer noch schwer.
Deshalb sind viele dann auch verwundet/getroffen, wenn sie mal in geselliger Runde in Führungskräftekreisen das Gehalt anderer erfahren.
 
Ist es nicht so, daß Urlaubs - und Weihnachtsgeld idr freiwillige Leistungen des Arbeitgebers sind, die jederzeit widerrufen werden können?

War jedenfalls bei meinen letzten Verträgen so.
Der lukrativste endete sogar Anfang Dezember, so dass erst gar kein Weinachtsgeld gezahlt werden musste.
 
Nein, es gilt bei Widerrufen des Arbeitgebers das . Besonders beim Weihnachtsgeld.
Man muss auch bei vielem unterscheiden, ob Tarif durch Gewerkschaft oder jeder MA veerhandelt frei.

 
Wegen der Sondervergütung. Ich kenn das so dass, in Führungspositionen, diese nicht gezahlt werden weil das Gehalt eh schon höher is als beim Durchschnitt. Wenn man natürlich was aushandeln kann, weil Außertariflich, um so besser.
 
Bei uns bekommen die ATler auch kein Urlaubs und Weihnachtsgeld. Dafür Prämie je nach Jahresabschluss.
Entwicklung sehe ich ehrlich gesagt wenig. Entweder du bleibst bei deiner Position und bekommst dein Verhandeltes Gehalt, oder du steigst eben auf oder wechselst nach 5 Jahren wieder die Firma und bekommst dadurch mehr Gehalt, was eben bei Leuten mit AT Gehalt durchaus normal ist.
 
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