Power Mac G5 Logic Board ersetzen.

backdash

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Hi,

ich habe hier seit längerer zeit einen Power Mac G5 mit defektem Logic Board stehen (June 2004 2.5GHz Quad Core / WaKü) Da ich einen Power PC in meiner Sammlung aufheben möchte stellt dieser also die ideale Grundlage dar, deshalb habe ich mir ein Neues Logic Board bestellt
Das Ersatzteil stammt von einem grossen Apple Service Provider der sein Lager aufgelöst hat.
Das Board wurde noch nie eingebaut und wurde nur zum fotografieren aus der ESD Tüte genommen.

Es müsste auch in den nächsten Tagen hier eintreffen. Meine Frage ist nun: Muss nach dem Einbau irgendetwas beachtet werden? ich Lese öfter von einer Apple Service Diagnostic CD und "Fan Celibration Process"
Klingt sinnvoll... gibts hier Erfahrung? Ist evtl. noch mehr nötig?

Gruß backdash
 
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habe schon mal die Platine (incl. CPU's) bei einem G5 ~ 2000 rum getauscht, das ging problemlos, altes raus und neues rein.
 
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  • #3
Ja klar, das ersetzen an sich ist kein Problem, aber sind nach Einbau eines Neuteils irgendwelche Kalibrierungen nötig? z.B. diese Lüfter Kalibrierung?
 
Die angesprochene "Fan Calibration" ist in der Regel notwendig, da die Lüfter sonst auf voller Leistung laufen (ähnlichem dem "Notprogramm" wenn man die Abdeckung im Betrieb öffnet). Dabei wird ein OpenFirmware-Programm geladen, dass alle möglichen Lüfterstufen durchfährt und dabei dann irgendwas kalibriert. Dauert recht lang, wenn ich das recht in Erinnerung habe. Das ganze geht mit der angesprochenen Apple Service CD, die leider nicht öffentlich ist.
Vor ein paar Jahren habe ich aus zwei defekten G5s (Geplatzte WaKü und defektes Mainboard, beides 2004er G5 mit dem alten 970fx) einen funktionierenden gemacht, und habe dafür genau diese CD benötigt. Ich kann mal nachschauen, ob ich die noch irgendwo habe.

Davon abgesehen sind nur die PowerPC-Eigenheiten zu beachten: Die Prozessoren sind nicht besonders schön zu tauschen, da diese ja richtige Pins haben, die einrasten müssen. Durch den megafetten Kühlkörper ist das etwas tricky (vor allem verglichen zu den Intel-Prozessoren). Außerdem ist bestimmt keine Pufferbatterie vorhanden (und wenn, dann ist sie leer), dann startet der Rechner auch nicht.

Achso, ich habe mal gelesen, dass die Prozessoren nicht vertauscht werden dürfen. Ob das tatsächlich stimmt und ob es deinen betrifft weiß ich nicht, aber ich würde die Prozessoren vorsichtshalber genauso einsetzen (wobei ich denke, dass bei deinem durch die WaKü die Reihenfolge eh vorgegeben ist).
 
Also ich habe nichts dergleichen gemacht und die Kiste läuft immernoch einwandfrei. Kann aber sein dass das WaKü Modell da extra Behandlung braucht.
 
Meiner war ein 2x 2.0GHz, und da war es definitiv nötig. Kann gut sein, dass das nicht bei jedem Modell so ist, ich würde daher erstmal den Umbau machen und gucken was passiert. ("Thermal Calibration" heißt das Fachwort übrigens, grad gelesen).

Was mir grad auffällt: Du schreibst "June 2004" und "Quad Core" - meines Wissens gabs den Quad doch aber erst ganz am Ende, ab 2005... oder?

Die ASD-CD habe ich gefunden, sie hat Version 2.5.8. Laut ReadMe unterstützt sie alles bis einschließlich "Early 2005". Wenn du also wirklich den QuadCore hast, wäre der da nicht unterstützt, andernfalls könnte ich dir die zukommen lassen.
 
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  • #7
Ja das hilft mir doch schon enorm weiter, sprich wenn er das Notlauf Programm fährt ist die Kalibrierung auf jeden fall erforderlich. Ich werde sie einfach mal machen, wird wohl nicht schaden.
Die ASD CD habe ich schon gefunden ;) trotzdem danke.
Oops.. ich glaube da habe ich mich vertan, es scheint ein Dual Core zu sein siehe Bild von Chipmunk. Ich dachte Dual Core währe in einer CPU und da er 2 hat währe es dann Quad Core.
Den Prozessor zu Sockeln sollte kein Problem darstellen, beide Prozessoren sind fest auf einer Aluminium Platte zusammen mit Wasserpumpe und Wärmetauscher verschraubt, können also so nicht vertauscht werden.
Geführt wird es dann durch 8 konische stifte, da sollte hoffentlich nichts schief gehen.

hier mal ein Paar Bilder:

Bildschirmfoto 2013-12-30 um 20.44.32.png IMG_2086.JPG IMG_2088.jpg

Edit/ Achso, wegen der Pufferbatterie... ich habe hier ja die vom alten Board und es ist scheinbar auch eine neues dabei. Sollten die beide hin sein werde ich wohl noch eine neue kaufen.
 
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Ah ja, okay. Genau so einen WaKü-Prozessor-Paket hab ich neulich erst zum Schrotti gebracht, den kenn ich. :D
Dann wünsche ich dir viel Erfolg bei der Reparatur!

So rein aus Interesse: Wie hatte sich bei dir der Logic-Board-Defekt geäußert? Beim Start mit grauem Apfel hängen geblieben?
 
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  • #9
Ja dankeschön.
Genau, ich konnte noch bis ins Setup von Leopard booten und dann ist er regelrecht eingefroren. Nach dem 2 mal einfrieren blieb dann auch der Bildschirm schwarz. Irgendwo habe ich dann gelesen dass es bei diesem Modell einen Serienfehler gibt (kalte Lötstellen) Testen könne man das indem man einen Fön ca. 5 min in den Bereich zwischen die RAM Bänke hält, geht er dann wieder an ist es so. Und so war es auch, solange ich schön fleißig gefönt habe tat er es noch:D:D:D

Bei 49€ Plus Versand für ein Neuteil habe ich dann bei ebay zugeschlagen.:T
 
Bevor du das alte wegschmeißt könntest du versuchen, das Ding im Backofen reflow zu löten.

Das kalte Lötstellen-Problem gibt es auch bei vielen Grafikkarten und da wird das recht erfolgreich gemacht...
 
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  • #11
Das ist mir auch schon bei mehren Grafikkarten gelungen, aber bei dem alten Logic Board habe ich es etwas übertrieben mit dem Backen, 10 min bei 200 Grad umluft und es sind ein paar Bauteile abgefallen. Das Board war hinüber.

Ärgerlich ist jetzt dass ich ein neues, noch nie benutztes Logic Board bekommen habe und es den selben Fehler hat. Der Verkäufer hat mir das Geld zurückerstattet ich durfte das Board trotzdem behalten, aber das bringt mich jetzt nicht weiter das dieses Board extrem selten ist und er kein weiteres mehr hat, er hat mir zusätzlich noch eins von early 2005 für ein 2.3ghz geschickt, das ist allerdings nicht kompatibel.

Sollte ich bei diesem nochmal einen "Backversuch" wagen?
 
Bauteile fallen ab wenn man das Board falsch herum bäckt.
Der Hersteller macht das genau wie du, nur mit dem Unterschied dass bei dem die Bauteile noch gar nicht drauf sind.
Darum werden die Bauteile auf einer Seite vorher angeklebt, auf der anderen nicht.

Kennst du niemanden, der einen richtigen Reflow-Ofen oder eine Dampfphasenlötanlage hat?
Technische Universität, bekannter mit Elektroniklabor,...

Da wäre dann die Zerstörungswahrscheinlichkeit viel geringer...
 
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  • #13
Das tückische ist bei dem Board befinden sich Bauteile auf beiden Seiten, nicht bloß von einer.
IMG_2133.jpg IMG_2134.jpg

Leider bleibt mir nur der Backofen. Ich meinem Bekanntenkreis befinden sich nur Werkstätten mit CNC Fräs- Drehmaschinen und alles mögliche zur Metallbearbeitung sowie KFZ-Werkstätten, nichts mit Elektronik.
 
Genau das habe ich doch gesagt...
Und genau deshalb werden die Bauteile auf einer Seite angeklebt, die dann nach unten reingelegt wird...
 
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  • #15
Achso, das hatte ich nicht richtig verstanden, bzw. etwas überlesen.
Ich hatte die Seite mit den RAM Bänken und den CPU Sockeln nach oben liegend. Wäre das dann falsch rum zum Backen?
Ein bekannter hat mir nun geraten ich solle es lieber mit einem Heißluftfön machen. Was meinst du wäre effektiver?
 
Backofen ist sicherlich besser als der Heißluftfön, letzterer erwärmt sehr ungleichmäßig und ist zum löten ungeeignet weil er das Vogelfutter davonbläst - aber dieses Problem hast du ja nicht.

Ich hatte so ein Board noch nie in der Hand, ich habe auch noch nie PC-Hardware gebacken.
Aber ich habe schon einige Platinen in Reflow-Technik hergestellt...

Wenn dir was runterfällt, war es auf der Seite jedenfalls nicht festgeklebt...
Jetzt kannst du nur noch die andere versuchen...
 
Wenn du das alte Board noch hast, kannst es doch damit ausprobieren welche jetzt die richtige Seite ist:unknown:

Pinzette Heizluftgebläse und schauen ob man die Bauteile dann wegschieben/hochheben kann. So sollte man doch die richtige Seite ausfindig machen können?
 
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