Playerunknown’s Battlegrounds: 120 Cheat-Entwickler in China festgenommen

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Den Cheat-Entwicklern, die für den Hit-Survival-Shooter Playerunknown’s Battlegrounds (PUBG), die Cheat-Tools programmieren und verkaufen, droht in China eine Haftstrafe. Der Gaming-Publisher Tencent, der PUBG in diesem Land künftig vertreibt, arbeitet in der Angelegenheit eng mit örtlichen Strafverfolgungsbehörden zusammen. haben sie bereits 30 Cheat-Entwickler/Verkaufsteams ausgehoben. Insgesamt wurden bei dieser Aktion 120 Menschen festgenommen.



Noch im November letzten Jahres wollte der chinesische Verband für Audio-, Video- und Digital-Vertrieb das offiziell noch nicht erhältliche, beliebte Spiel verbieten. In einer offiziellen Stellungnahme prangert der Verband PUPG als “brutal, gesundheitsgefährdend und nicht mit den sozialistischen Werten Chinas vereinbar” an. Ein schwerer Schlag für die Bluehole-Studio PUBG Corporation, denn es kommen immerhin mehr als die Hälfte der mittlerweile rund 27 Millionen Spieler aus China.



Kurz darauf gab es allerdings schon Entwarnung: Tencent Holdings Ltd., der größte Spielepublisher in China, hat die Rechte für den Vertrieb des Spiels erworben. Zuvor hatte das Unternehmen erfolglos versucht, Bluehole komplett zu übernehmen. Um jedoch der Zensur zu entgehen, beabsichtigt Tencent, grundlegende Änderungen am Spiel vorzunehmen. Damit will man sicherstellen, dass PUPG den “sozialistischen Grundwerten Chinas sowie der Kultur und den Moralvorstellungen des Landes” entspricht. Das Ziel war es, positive, kulturelle Werte zu vermitteln. Es sollte zudem auch für Minderjährige geeignet sein, .

Laut Bloomberg verwenden zahlreiche Cheat-Hersteller den Chat-Service QQ, um ihre Software zu verkaufen, der sich jedoch ausgerechnet im Besitz von Tencent befindet. So weisen in den entsprechenden Leaderboards der Spieler, User mit Namen, wie »Contact QQ574352672«, auf ihren Service hin: Für ca. 15 Dollar kann man von ihnen Programme kaufen, die z.B. die eigene Spielfigur verdeckt und es gleichzeitig ermöglicht, sich die Landschaft in Vogelperspektive anzuschauen.

Gemäß Entwickler Brendan Greene stammen 99 Prozent der aktuell verwendeten Cheats im Battle-Royale-Spiel aus China. Die Entwickler bei Bluehole arbeiten daran, Cheater in PUBG zu erkennen und anschließend effizient zu entfernen, auch lassen sich Cheater von Spielern über eine integrierte Spielfunktion melden. Bereits Ende Dezember verzeichnete PUBGs Anti-Cheat-Tool Battleye 1,5 Millionen gebannte betrügerische Accounts. Laut stammt knapp die Hälfte der 27 Millionen PUBG-Besitzer aus China – allein diese immense Community-Größe fördere einen lebendigen Cheat-Handel.

Den Festgenommenen droht nun in China eine Gefängnisstrafe. Bereits in der Vergangenheit erhielten Personen, die für die Störung eines Computer-Netzwerk verantwortlich waren, mehr als fünf Jahre Haft. So haben die chinesischen Gerichte einen Angeklagten 2010 zu 3 Millionen Yuan Geldstrafe (nach heutigem Wechselkurs wären das fast 400.000 Euro) und neun Jahren Gefängnis verurteilt.

Bildquelle: , thx! (CC0 Public Domain)




Autor: Antonia
 
weswegen werden sie angeklagt? steuerhinterziehung? oder ist china das erste land, in dem cheaten in videospielen unter strafe steht? dann müssten sie doch auch die cheater einbuchten?...
 
Zumindest in Südkorea ist es strafbar, wie es in China aussieht weiß ich nicht:
 
die Herstellung und der Vertrieb von Programmen, die gegen die Nutzerrichtlinien von Videospielen verstoßen, illegal sind

Ja sowas blödes aber auch. Ich unterstütze zwar cheats in multiplayer spielen nicht, aber wegen sowas sollte niemand vors Gericht. Was ich aber noch blöder finde ist das die Nutzerrichtlinien irgendeines Anbieters so vom Gesetz geschützt werden. Die können ja in solche Richtlinien reinschreiben was sie wollen.
 
Was ich aber noch blöder finde ist das die Nutzerrichtlinien irgendeines Anbieters so vom Gesetz geschützt werden..

Ist halt ein großes Business bei denen. Machen andere Länder und andere Branchen auch, nennt sich Lobbyarbeit.
 
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