Physichen Drucker durch Speichergerät Ersetzen

Wenn der monatlich tausende Seiten druckt, dann dürfte der Drucker wahrscheinlich sowieso bereits End of Life sein, dass man daran nicht mehr viel kaputtmachen kann.

Mit der Aussage wäre ich vorsichtiger. Mein 3250 von Lexmark druckt mit einer Kartusche 21.000 Seiten, bevor er sich (so alle 2 Monate) selbsttätig eine neue bestellt. 2 oder 3 Jahre steht der schon in meinem Büro und arbeitet immer noch erste Sahne.
 
Um mal aufs Anfangsproblem einzugehen:

Das Problem ist gar nicht so trivial, wie es vielleicht anfangs scheint.

Cups-PDF wurde ja schon genannt. Das hab ich früher benutzt, um per Wine (Wiso-Steuersparbuch) in PDF zu drucken. Als Druckerprotokoll hab ich ipp und als Treiber einen Apple-Laserprinter verwendet.

Jetzt kommt das große Aber:
Im Anfangsfall müsstest du Zugriff auf das zu druckende System haben (Windows, Linux?), um das Protokoll und auch den Treiber selbst konfigurieren zu können. Bei einem geschlossenen System weißt du ja noch nicht mal, welches Drucksystem überhaupt verwendet wird. Und an den Druckertreiber kommst du bestimmt auch nicht ran.

Jetzt könntest du natürlich auch den Drucker durch einen Raspi ersetzen, die IP vom Drucker übernehmen und die Druckaufträge einfach annehmen. Dazu müsste der Raspi aber exakt die Druckanfragen beantworten können, wo du wieder wissen müsstest, welche Druckersprache (PCLx, PS, proprietärer Müll) usw. verwendet wird. Mir ist da keine Software bekannt, die sowas könnte.


Google hat mich zu geschickt. Aber da installierst du eigentlich nur einen USB-Fakedrucker unter Windows.

Ansonsten ist wahrscheinlich wirklich die leichteste Variante, den Toner zu überbrücken und immer eine leere Seite durchlaufen zu lassen.
 
@Der3Geist:
Du kannst am system nix einstellen, aber den Drucker austauschen geht ohne Eingriff des Herstellers?
Bevor du da was verstellst, würde ich das lieber austesten - also nen anderen Drucker anschließen und gucken ob er dann zickt.

Meine Sorge grade ist, dass du dir was tolles zusammen baust, es ansteckst und deine Anlage plötzlich Fehler meldet, weil es nicht mehr "der" Drucker ist.

Ansonsten gibt es noch "print server", dass sind im Prinzip "dummy Network printer" die man benutzt hat um nicht netzwerkfähige Drucke ins Netzwerk zu hängen.
Die speichern idr. den Druckauftrag zwischen und geben ihn da an den angeschlossenen Drucker via draht weiter. Eventuell findest du da einen,
den du ohne Drucker betreiben kannst.

Es gibt auch "virtual printer" und einige davon können spezifische Drucker emulieren, eventuell kommst du damit näher an deine Lösung.


p.S. Sorry wegen der ersten Antwort,
hatte auf Grund mangelnder Informationen nicht richtig verstanden was dein Problem ist.
 
Bei uns auf der Arbeit
Wenn es eine Firma ist, warum willst du das dann privat lösen?

Der Hersteller der Anlage (KNAPP) Kontrolliert dabei die Server, SPS und Anlagensteuerung.
Eine Anfrage an den Hersteller diesen Drucker aus dem System zu nehmen bestätigt er mit 2500€. (Lächerlich)

Lass' die Finger davon. Wer 2500€ als "lächerlich" bezeichnet, vorher aber eine Anlage beschreibt, deren Ausfall locker >2500€ kostet, sollte daran nicht herumfummeln.

Um das in Perspektive zu setzen: 2500€ sind vielleicht zwei Manntage, wenn man sich einen IT-Consultant mit Programmiererfahrung im SPS-Bereich holt. Du kannst dir ja mal von so einer Firma ein Angebot machen lassen, damit dir die Ohren schlackern. Wenn der Hersteller der Anlage das für 2500€ macht, ist das nicht sonderlich teuer. Im ERP-Bereich kostet sowas z.B. gerne mal 5000€ pauschal.

Wenn ich der Verantwortliche wäre, würde ich ein Vergleichsangebot bei einer seriösen IT-Firma oder sowas wie der Werkooperative für Technikfreund·innen (WTF eG) einholen. Das dann natürlich in Relation setzen und den Hersteller versuchen auf vielleicht 1500€-2000€ herunterzuhandeln.

Darum die Idee, diesen Drucker einfach durch ein Extra gerät ersetzen, welches die Druckaufträge entgegen nimmt, aber nicht druckt.
"Einfach", lol.
 
Wenn du basteln willst, koenntest du dich mal mit einem Netzwerksniffer vor den Drucker haengen und schauen, was da so gesprochen wird. Mit etwas Glueck ist's eine uebliche Sprache (PCL, PS) ueber ein uebliches Protokoll (IPP, JetDirect, LPD, ...). Wenn dem so ist, waere CUPS-PDF eine Loesung. Oder halt ein kleines selbstgebasteltes Skript, was das Protokoll gut genug spricht, um jede Anfrage mit "OK" zu beantworten und dann wegzuschmeissen.

Natuerlich ist das nicht ganz ohne Risiko, und wenn du es tust, solltest du das Ganze dann zumindest die ersten paar Tage gut ueberwachen um zu sehen, dass die Print-Queue nicht vollaeuft und das System mit deinem "Emulator" zufrieden ist.

Ich weiss schon, warum wir hier fast alle Software selbst entwickeln. Zumindest haben wir so die Moeglichkeit einzugreifen. Gerade Gestern hatten wir einen recht obskuren Fehler, der uns blockiert haette, wenn ich nicht schnell einen kleinen Hack als Workaround haette einbauen koennen bis das Problem ursaechlich behoben ist :)
 
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  • #26
@Der3Geist:
Du kannst am system nix einstellen, aber den Drucker austauschen geht ohne Eingriff des Herstellers?
Bevor du da was verstellst, würde ich das lieber austesten - also nen anderen Drucker anschließen und gucken ob er dann zickt.

Da es sich um einen Simplen Netzwerkdrucker ist, sollte dies auch kein Problem sein.
Ich werd mal schauen, was man am drucker selber so für Informationen am Menü Ablesen kann.

Wenn es eine Firma ist, warum willst du das dann privat lösen?

Lass' die Finger davon. Wer 2500€ als "lächerlich" bezeichnet, vorher aber eine Anlage beschreibt, deren Ausfall locker >2500€ kostet, sollte daran nicht herumfummeln.

Ich will das nicht privat lösen.
Privat mach ich mir darüber nur gedanken, die ausführung würde ja dann auf der Arbeit passieren.
Um den Cronjob zu Entfernen sind 2500€ schon Heftig.
Eine "Alternative" IT Firma gibts da leider nicht, da eine Alternative Firma keinen Zugriff auf das System hat und haben wird.

Man könnte höchstens Anbringen, das bei Vergleichssystemen solche Arbeiten günstiger sind, aber warum sollte KNAPP das Interessieren ?
 
Das ist aber allgemein ziemlich risikoreich ein für die Firma wichtiges System zu betreiben auf das man selbst keinen Zugriff hat? Das System gehört der Firma ja/nein?
Was ist wenn knapp Pleite geht? Seid ihr dann auch Pleite?
 
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  • #29
Das ist aber allgemein ziemlich risikoreich ein für die Firma wichtiges System zu betreiben auf das man selbst keinen Zugriff hat? Das System gehört der Firma ja/nein?
Was ist wenn knapp Pleite geht? Seid ihr dann auch Pleite?

Das System ist bei solchen Anlagen allgemein Üblich und in der Industrie auch Normal.

Der Hersteller Verkauft solche Anlagen und bietet dazu Wartungs und Support an.
Dazu gibt es dann Service Verträge für Wartung und Telefonsupport.

Da nicht jede Firma Leute hat für die SPS der Anlage und Techniker für die Speziellen Gewerke hat.
Wir dürfen zwar viel selber machen & Reparieren, aber an einigen dingen dürfen wir z.b. keine Hand anlegen, da es sonst Ärger mit der Versicherung gibt und Fehler Menschenleben kosten kann.

Knapp wird sicher nicht Pleite gehen, da sie genau wie z.b. SSI Schäfer oder Dematic Automatisierungsanlagen für die Industrie herstellen und Betreiben.
 
2500 Euro sind doch nicht die Welt. Bevor man da herumfuddelt und irgendwas abklemmt, was dann irgendwas nach sich zieht... Da würde ich die Lösung des Herstellers bevorzugen...

Wie lange wird es dauern bis die 2500 Euro durch das sparen der Verbrauchmaterialien wieder drin sind? bei 1000 Seiten am Tag wird das weniger als ein Jahr dauern...
 
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  • #31
Mag schon richtig sein, aber wenn sich das problem wirklich durch einen Modifizierten drucker erledigen lässt, wäre das die einfachste und schnellste lösung.
 
klar, ich bin auch eigentlich immer für DIY Lösungen. Aber hier scheint der Waldvernichter ja tatsächlich (blöderweise) integral ins System verwoben zu sein... Da die Druckaufträge abfangen und als erledigt zu markieren, ohne wirklich zu Drucken stelle ich mir komplex vor, gerade wenn da andere Elemente des Systems von abhängig sind. Evtl. nen Rechner /Raspberry mit nem Druckerserver, der die Aufträge dann in PDFs funnelt?

Und zum modifizieren des Druckers: selbst wenn Papierzufuhr getäuscht und der Toner entfernt wird, erhitzt wird die Fixiertrommel ja trotzdem jedes mal. Da wirds auf kurz oder lang auch zu Problemen kommen, wenn die immer nur die Anpresswalzen aufheizt, ohne papier und toner...
 
klar, ich bin auch eigentlich immer für DIY Lösungen.
Sind wohl die meisten hier, weil wir gerne Basteln.


Da wir hier alle grade Spielverderber spielen, werf ich mal Haftbarkeit in den Raum.
Nicht das du an einer anderer Stelle morgen nen Problem hast und die Firma sagt "nicht unser Problem, wer selber fummelt verspielt die Garantie".
 
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  • #34
Ok, das Problem wird jetzt auf andere weise gelöst.
Alle 2-3 Wochen wird bei der Support Hotline angerufen um die Druckaufträge löschen zu lassen.

Auch eine Lösung, immerhin bekommen die ne Menge Geld für die Hotline.
 
@Der3Geist:
Tut mir schon ein bisschen leid, dass das Problem jetzt nicht wirklich gelöst ist, sondern nur verschoben. :unknown:
 
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  • #37
Muss dir nicht leid tun.
So haben wir am wenigsten Ärger und Arbeit damit und das für 0€ Kosten.
 
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