[Politik und Gesellschaft] Philippinischer Präsident hat Holocaust als Vorbild

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R. Duterte ist seit wenigen Monaten Präsident von Philippinen. In neusten Zitaten vergleicht er sich selbst ansatzweise mit Hitler "Hitler hat drei Millionen Juden massakriert. (...) Hier sind drei Millionen Drogenabhängige. (...) Ich würde sie gerne umbringen".

Duterte nimmt es mit Zahlen nicht ganz so genau (es wird von ca. 6 Millionen Opfern im Hitler Regime ausgegangen), auch die Statistik der Drogenabhängigen ist nur lose geschätzt. Ungefähr 3.000 Menschen wurden im Kampf gegen die Drogen schon getötet, ca. ein Drittel starb dabei während Anti-Drogen-Einsätzen seitens der Polizei.
Auf Kritik seitens der EU und Menschenrechtsorganisatoren reagiert er wie für ihn typisch ist, beleidigte Barack Obama als auch Papst Franziskus als „Hurensohn“ und äußerte: "Ihr lasst sie (die Flüchtlinge) verrotten und sorgt euch um den Tod von 1.000, 2.000, 3.000 Menschen auf den Philippinen?"

China derweil unterstützt das restriktive Vorgehen gegen die Drogenkriminalität.




 
Wird ja. Aber der Ansatz ist schon richtig, nicht nur gegen das Angebot vorzugehen, sondern auch gegen die Nachfrage.

Weil ich das Forum hier ja kenne, schreibe ich explizit dazu, daß sich "richtig" nicht auf die Methode bezieht.
 


Wieso denn?

Hältst Du es für nicht machbar?

Oder sollte er nur nicht darüber reden?
 


Du hältst es also für machbar und er sollte darüber reden.

Erzähl uns mehr!
 
todesstrafe für drogenkonsum? warum nicht? das war schon immer ein probates mittel gegen alle möglichen wehwehchen einer gesellschaft (schwule, juden, arbeitslose, blogger) :T

aber der typ ist schon ein echter profi was legendäre zitate angeht, quasi der fernost-Trump :D "If this guy would go to Davao and starts to unload (smuggled rice)… I will gladly kill him."
wozu mit gerichten, gefängnissen und gewaltenteilung kostbare zeit vergeuden, wenn alles was die brauchen ein guter sheriff ist? ;)
 
Mehr ist von mir zu dem Kerl wirklich nicht zu sagen.

Ok. Viejo ist raus.

Anders als Trump ist Duerte 1. im Amt und 2. redet er nicht nur, sondern die Toten sind real. Es sind nicht nur mutmaßliche Konsumente und Dealer, sondern auch mutmaßlich korrupte Politiker und Polizisten, gegen die vorgegangen wird.
Selbst wenn man das Vorgehen grundsätzlich billigen würde, müßte man einsehen, daß hier kein Leben mehr sicher sein kann.
 
Ich hab nicht den politischen Werdegang dieses Staatsoberhaupts verfolgt.

Aber das er Grundsätzlich gegen Drogen ist, ist nicht verkehrt - das er "Kanabiskonsumenten" gleich umbringen lassen will, halte ich aber auch für etwas drastisch.

Das Geld, was er "verpulvern" will um die Leute ausfindig zu machen und zu exekutieren - und dabei noch alles und jeden gegen sich aufzuhetzen, sollte lieber dafür genutzt werden Kampagnen gegen Drogen zu starten, Alternativen aufzuzeigen, Folgen aufzuzeigen (okay, ich rauche auch trotz der Bilder auf den Zigarettenpackungen...) und mehr Geld in den Aufbau und Förderung der Wirtschaft zu pumpen und oder dem Armen mehr Unterstützung zuzusichern, indirekt auch, in dem man sinnvolle Arbeitsplätze schafft und die Entwicklung vorantreibt.

Ich frage mich aber auch gerade, warum ist so jemand an der Macht ist, der solche Äußerungen und Vergleiche tätigt. Dem scheinen die Menschen doch egal zu sein, er will nur das - für ihn - "Ungeziefer" aus seiner Gesellschaft auslöschen - das Problem des Drogenhandels wird damit aber nicht aktiv bekämpft, meine ich - man muß Ursachen bekämpfen, nicht Resultate.
Viel mehr wäre es wichtiger die Gründe für den Drogenkonsum/Missbrauch zu erklären und Schlußfolgerungen zu ziehen, wie ich das Nutze was ich habe - und nicht die Menschen aufzugeben und sie auch noch umzubringen.

Da dreht jemand gewaltig am Rad mit so einer "Endlösung" und derart entarteten Problembewältigungs-Strategie.
 
Ein Regime, das legalisiert, dass Drogenkranke auf offener Straße von jedermann oder Auftragskillern ermordet werden, kann man nur als degeneriert bezeichnen. Die Idee, drei Millionen dieser Drogenkranken zu ermorden ist faschistisch und rückt das Regime weit außerhalb anerkannter zivilisatorischer Normen. Da genügt es auch nicht, die Botschafterin einzubestellen. Da müssen schnellstens internationale Sanktionen her.
 
Wieso von jedermann?

Und wieso Sanktionen?

Wir sanktionieren doch auch keine Länder, wo Menschen wegen Homosexualität getötet werden.
 

Jedermann -> bitte informiere dich
Sanktionen -> siehe Völkerrecht, UNO-Konvention Menschenrechte
Homosexualität -> vielleicht bist du "wir", ich nicht
 


Wieso interessieren Dich gerade die inneren Angelegenheiten der Philippinen dermaßen ?
 
@Viejo: Wir sanktionieren nichtmal Länder, die völkerrechtlich illegal Zivilisten in Ländern bombardieren, mit denen sie nichtmal Krieg führen. Offen eingestandene Kill-Listen, völlig frei von rechtsstaatlicher Norm, ja nicht einmal durch einen Richter abgesegnet. Folter international. Angriffskriege dank gefälschter Beweise mit hunderttausenden Toten und als Folge destabilisierte Regionen. Unterstützung von Putschisten, Rebellen, religiösen Fanatikern und anderen gegen teilweise demokratisch gewählte Staatsoberhäupter.

Also wir sollen ein kleines Land in Asien mit hoher Kriminalität und ausufernder Korruption sanktionieren, weil die Methoden der landesinternen Kriminalitäts- und Korruptionsbekämpfung nicht unseren moralischen Standards entsprechen, und lassen ein anderes Land Brandstifter und Kriegstreiber auf der ganzen Welt spielen, weil...? Ach ja, weil sich das kleine Land in Asien schlecht wehren kann, und der Psychopath, der die Welt terrorisiert, Atomwaffen hat. Eine sehr gute Entscheidung, das bringt der Welt sicher den Anstand. :T:rolleyes:
 
Also wir sollen ein kleines Land in Asien mit hoher Kriminalität und ausufernder Korruption sanktionieren, weil die Methoden der landesinternen Kriminalitäts- und Korruptionsbekämpfung nicht unseren moralischen Standards entsprechen,
... weil der Holocaust nicht relativierbar ist und die USA nicht vorhaben, Drogenkranke zu ermorden, von denen sie auch genügend haben. Es ist absurd, das Dulden von Unrecht durch anderes Unrecht zu begründen.
 
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