[Netzwelt] Pfalz: Schlag gegen Cyberkriminalität

hacker-3342696_640.jpg Dem Landeskriminalamt (LKA) ist eigenen Angaben zufolge ein Schlag gegen Cyberkriminalität gelungen. Nach jahrelangen Ermittlungen wurden am Donnerstagabend insgesamt sieben Personen in Rheinland-Pfalz festgenommen.

In einem Rechenzentrum soll angeblich der zweitgrößte Darknet-Marktplatz "Wallstreet Market" betrieben worden sein. Zudem wurde von dort vor drei Jahren ein Angriff auf Telekom-Router durchgeführt. Genaueres soll in einer Pressekonferenz am Freitag um 12 Uhr bekanntgegeben werden.





Bild:
Quelle:
 
Zuletzt bearbeitet:
Kannst Du uns auch mit der Pressekonferenz später ausstatten? Klingt zumindest interessant! :)

Bis dahin, 7 Verdächtige festgenommen, "schlag gegen Cyberkriminalität"... O_o
Also jetzt erwarte ich einen Knaller auf der PK. Sowas wie: "Haben die Daten von allen Usern unverschlüsselt auf Datenträgern vorgefunden, nicht das Stromkabel gezogen sobald wir in die Wohnung kamen und somit Beweise zerstört, und dazu noch 3 Tonnen Meth gefunden!" :D
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #4
Muss mir alles mal durchlesen oder mal gucken, ob die PK irgendwo online ist. Hatte um 12 Uhr dafür leider keine Zeit.
 
Da fällt mir wieder der Witz ein: Wie viele Polizisten braucht man, um einem Server den Stecker abzuziehen? Offensichtlich die GSG9. (danke Fefe für die Erinnerung).
 
Mein erster Eindruck ist, daß man hier die äußeren Umstände des Rechenzentrums zu einer PR-Aktion mißbraucht.

Was bedeutet denn, das ein Schlag gelungen ist?

Das jemand getroffen wurde?

Da wird auf frühere Erfolge verwiesen und auf die Sicherheit der ehemalig militärischen Anlage.

Als wäre die Sicherheit an Anzeichen für Kriminalität.
Die möglichen Servererweiterbarkeit als Zeichen für die Lukrativität. Als gäbe es da eine Unterscheidung zwischen legal und illegal.

Dann wird in der PK noch gesagt, man müsse erst einmal Verbrechen nachweisen, bevor man dann Beziehung zu den Providern nachweisen müsse.

7 Haftbefehle:Voraussetzung:dringender Tatverdacht,Verhältnismäßigkeit und Haftgründe)

Wurden die genannt?
 
Die GSG9 zum eine paar Server abzuschalten! Das sind ja nicht denen ihre Steuergelder! Völlig übertriebene Aktion! Ein normaler Richterbeschluss hätte ausgereicht!
 
Aus der Pressekonferenz
  • Bürokomplex mit 500 Büroeinheiten + Bunker mit 5 Stockwerken und 200 Servern.
  • "Hauptakteur" (Bunkerbesitzer): Ein Niederländer der nach Singapor verzogen sein soll, aber in der Region war.
  • Weitreichende Internationale Verbindungen der Beschuldigten, Einsatz koordinierter internationaler Polizeikräfte.
  • Festnahmen an verschiedenen Orten mehrere Länder u.a. in einem Restaurant, Durchsuchungen in Niederlanden, Polen, Luxemburg.
  • 18 Dursuchungsbeschlüsse (allein hier? weltweit?)
  • Noch Tagelange Arbeit im Bunker , Auswertung wird Monate bis Jahre dauern. Umfang der forensischen Aufgabe: gigantisch.
  • Polizei wertet es als Erfolg überhaupt in den Bunker rein gekommen zu sein.
  • Einsatztruppe EG Tunnel war für Cyber-Schauplatz zuständig.
  • Staatsanwaltschaft: wirft Beschuldigten vor:
    • Steuerdelikt
    • Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung
    • Beihilfe zu hunderttausenden schwerer Drogendelikte,
    • Falschgelddelikte,
    • Urkundenfälschung,
    • Datenhehlerei
    • Verbreitung von kinderpornografischen Schriften.
  • Motiv war die persönliche Bereicherung.
  • Die Staatsanwaltschaft nennt mehrere internationale Darknet Plattformen mit Fokus auf Rauschgift, Fraudsters und den Mirai Angriff auf die Telekom.
  • Im Verfahren ist der Nachweis zu erbringen, dass die RZ Betreiber die Geschäfte ihrer Kunden kannten und förderten.
  • Laut Staatsanwaltschaft ist es schwierig die Personenverbindungen zu ermitteln und bedurfte jahrelanger Beobachtung.
  • Die Staatsanwaltschaft geht davon aus dort weitere Spuren zu finden, die meisten Fälle aber an die jeweils zuständigen Behörden abzugeben,


----

Krebs hat mehr über den Niederländer Xennt und seine Verbindungen aus der Zeit als der erster Bunker geschlossen wurde, nachdem das enthaltene XTC Labor abgefackelt war und sein "Prince des Bunkers" und "König des Spams" verhaftet wurde. Die Behörden vor Ort ermitteln wahrscheinlich seit dem Moment, in dem er den Bunker in der Pfalz gekauft hatte. Der war ja kein unbeschriebenes Blatt, sondern der Bond-Villain der Boulevardzeitung.

----

In der Pressekonferenz wird die Darknet Plattform "Wall-Street-Market" genannt, als größte gehostete Plattform mit Umsatz von etwa 41 Mllionen. Deren Command and Control Zentrum ist aber schon Anfang Mai von Europol ausgehoben worden. 3 Verhaftungen EU + 2 Warenquellen in den USA.
 
Zuletzt bearbeitet:
Fazit: Besser keinen Bunker kaufen sondern ein stiknormales Haus oder Bürogebäude!
 
Zurück
Oben