Pegida-Gründer Lutz Bachmann wegen Facebook-Hetze angeklagt

Pegida-Gründer Lutz Bachmann ist für seine kontroversen Äußerungen, insbesondere auf Sozialen Netzwerken, bekannt. Nun hat die Staatsanwaltschaft Dresden gegen Bachmann wegen Volksverhetzung erhoben.


Pegida: Stets umstritten


Pegida (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) – und dessen Ableger in anderen deutschen Großstädten, wie Leigida, Dügida und Bärgida – demonstrieren schon seit fast einem Jahr gegen die angebliche Überfremdung Deutschlands. Sie bezeichnen sich selbst gern als „besorgte Bürger“ und „Asylkritiker“ und machen vor allem gegen Muslime Stimmung. Neben Anhängern des Islams und Flüchtlingen zählen auch Journalisten zu ihren bevorzugten Feindbildern – gerne skandieren die Pegida-Anhänger bei passender Gelegenheit Slogans von der angeblichen „Lügenpresse“.

Womöglich, um die eigene Meinung von der verhassten Presse unabhängig verbreiten zu können, hat und hatte Pegida stets eine starke Internet-Präsenz. Insbesondere Soziale Medien werden viel und gerne genutzt. Dabei kam es jedoch immer wieder auch zu äußerst umstrittenen Äußerungen im Netz. Nicht nur zahlreiche Pegida-Anhänger machten durch geschmacklose und hasserfüllte Postings oder ausgewachsene Flamewars von sich reden. Auch Bachmann selbst ist diesbezüglich kein Kind von Traurigkeit.


Lutz Bachmann soll Flüchtlinge beschimpft und den Frieden gestört haben


Die Grenzen zwischen geschmacklosen, aber im Rahmen der Meinungsfreiheit zulässigen Äußerungen und richtiggehender Volksverhetzung sind oft schwer zu bestimmen und wurden in den letzten Monaten immer wieder diskutiert. Nun aber hat Bachmann diese Grenze aber offensichtlich überschritten und ist mit seiner Facebook-Hetze zu weit gegangen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Politiker vor, am 19. September vergangenen Jahres auf seiner Facebook-Seite Kriegsflüchtlinge und Asylbewerber unter anderem als „Gelumpe“ und „Viehzeug“ beschimpft zu haben. Das teilte die Ermittlungsbehörde am heutigen Freitag in Dresden mit.

Bachmann, so die Anklage, habe bewusst in Kauf genommen, mit seinen Äußerungen den öffentlichen Frieden zu stören. Mit seinen Beschimpfungen habe er zum Hass gegen Flüchtlinge angestachelt. Das Schöffengericht des Amtsgerichts Dresden muss nun über die Zulassung der Anklage entscheiden, ein Verhandlungstermin wird dann vom Gericht bestimmt.

Quelle:




Autor: Annika Kremer
 
Und wenn er nicht selbst hetzt, lässt er andere hetzten...

Wenn ich solche Hetzreden wie die von Akif Pirinçci jetzt hören muss, in denen er als Alternative Konzentrationslager vorschlägt und dafür aus dem Publikum noch bejubelt wird (bei sowas möcht ich eigentlich nur noch kotzen), sollte auch dem letzten so langsam bewusst werden, das die ganze Pegida-Bewegung von Anfang an rechts war und sich inzwischen immer weiter raus auf den rechten Ast bewegt.
Hier die passende Videostelle:
Ab hier fängt seine komplette Hassrede an:
 
@Hezu, man sollte aber auch erwähnen, das Bachmann die Rede Abgebrochen hat und der Redner relativ früh Buh Rufe bekommen hat, als er zu Rechts wurde.
Das hat nichts mit Pegida und mehr mit Akif Pirinçci zu tun.

Sicher wurde er für die Demo eingeladen, aber sicherlich nicht zu dieser Rede.
 
Abgebrochen ja. Grund: Die Rede hat zu lange gedauert.
Und sorry, aber die Entschuldigung musste so oder so kommen, damit Bachmann überhaupt den Anschein der Ablehnung gegenüber der definitiven Volksverhetzung wahren kann.

Zudem ist es ja nicht nur Pirinçci selbst gewesen, sondern auch die Reaktionen aus dem Publikum, die mich zum kotzen bringen.
 
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Politiker vor, am 19. September vergangenen Jahres auf seiner Facebook-Seite Kriegsflüchtlinge und Asylbewerber unter anderem als „Gelumpe“ und „Viehzeug“ beschimpft zu haben. Das teilte die Ermittlungsbehörde am heutigen Freitag in Dresden mit.

Nun wartet man gespannt auf das Ermittlungsverfahren gegen Sigmar "Das Pack" Gabriel.
 
Nun wartet man gespannt auf das Ermittlungsverfahren gegen Sigmar "Das Pack" Gabriel.
Ein interessanter Aspekt.

, am 19. September vergangenen Jahres
Das ist mehr als ein Jahr her!
Solange zu warten ist mehr als ungewöhnlich. In anderen Fällen ist das Urteil schon nach wenigen Monaten da. Hier hat man nicht mal eine Anklage nach mehr als einem Jahr fertig.
 
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