[Netzwelt] Parted Magic ist nun kostenpflichtig

Der Download der ISO-Datei der, vor allem in Linuxkreisen und bei Administratoren, recht bekannte Live-Distribution "Parted Magic" ist nun kostenpflichtig. Der Distributor, Patrick Verner, hat sich dafür entschieden für den Download von Parted Magic, welche neben diversen Partitionstools auch mit anderen nützlichen Tools wie Clonezilla (Sichern von Partitionen), TrueCrypt (Verschlüsselungsprogramm) usw. aufwartet, 4,99 US-Dollar zu verlangen.

Laut einer noch nicht bestätigten E-Mail, die Phoronix , hat Patrick Verner diesen Schritt gewagt, da er schon seit einiger Zeit arbeitslos ist und nun auch seine Frau die Arbeitsstelle verloren hat. Mit den bisher, auf freiwilliger Basis, eingegangen Spenden kann er somit die monatlichen Kosten von 1200 Dollar für ihren Lebensunterhalt nicht mehr decken.

Parted Magic und dessen Bestandteile sind unter der GPL veröffentlicht. Somit ist dieser Schritt zwar vergleichsweise recht ungewöhnlich, aber durchaus ( ).

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Persönlich halte ich diesen Schritt für eine falsche Entscheidung. Parted Magic hat kein wirkliches Alleinstellungsmerkmal, so dass vermutlich viele derzeitige Nutzer auf kostenlose Alternativen wie umsteigen werden.

Zudem ist es erlaubt dass man ein Programm dass man gekauft hat, welches unter der GPL veröffentlicht wurde, selbst zum kostenlosen Download anbieten kann. Bestes Beispiel war hier XT-Commerce, was bis Version 3.x unter der GPL stand. Dies konnte man vom Anbieter nur durch eine Bezahlung inkl. Support erhalten. Ohne Support bekam und bekommt man die GPL-Version aber noch auf diversen Seiten wie www.xtc-load.de.
 
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  • #5
@ Fonsis

Parted Magic bietet dann doch etwas mehr als GParted Live ( ).

@ The_Emperor

Und Testdisk auf einer dritten. Und sshfs auf einer vierten usw. Naja wer gerne Diskjockey spielt... Ich nehme da lieber ein "All in one" Paket.
 
Wer das alles braucht muss halt CDs schleppen. Ich brauch gParted eigentlich nur zum Speicher testen (MemTest86 ist bei gParted dabei) weil ich selten Linux-Gurken umpartitioniere. Windows Platten partitioniere ich direkt über die Windows 7 Datenträgerverwaltung mit meiner eSATA HD-Bay. Wenn ich mal Versteckte- oder Recoverypartitionen bearbeiten muss greif ich zu "EaseUS" weil mir gParted einfach viel zu lange für die gleichen Vorgänge braucht (Partition verschieben: gParted = 2 Stunden, EaseUS = 3 Minuten).
 
Sehe ich das richtig, dass das "nur" ein leicht modifiziertes GNU/Linux mit einer netten Vorauswahl von Paketen ist?
Falls ich mir auch per Paketmanager mein eigenes live Linux System zusammen schrauben kann, das genau die gleichen Tools enthält, sehe ich keine Chancen für Parted Magic.
Jemand der mit solchen Tools arbeitet, der kann sich sein live Linux auch selbst zusammen basteln, dann wäre der einzige Grund dafür zu bezahlen Faulheit gepaart mit Dekadenz.

Außer das OS bietet irgendwelche Features, die man sonst nicht/ nur kostenpflichtig/ unter extremem Eigenaufwand bekommt. Dann könnte es sich sogar wie warme Semmeln verkaufen.
 
Wenn einer weg geht, kommen andere hinterher. Ob eine Änderung auf eine nur-Bezahl-Variante was bringt, möchte ich auch mal bezweifeln. So lange die ursprünglichen Quellen frei verfügbar sind, wird es auch Leute geben, die ähnliche Distributionen zur Verfügung stellen.
 
Dass Parted Magic jetzt kostet, musste ich in den letzten paar Tagen feststellen, als ich mit dem hier im Thread genannten Problem zu kämpfen hatte. Allerdings ist Parted Magic immer noch auf der UBCD drauf. Das wird natürlich nicht mehr frisch gehalten dann, aber immerhin.

Was ich eben an Parted Magic nett finde, ist, dass es so eine Vielfalt an Tools hat. Da kannste Platten klonen, testen, partitionieren, TC-Volumes mounten (war für mich besonders wichtig), sicher löschen und noch n Haufen andere Dinge. Klar kann man sich sowas auch selbst bauen. Aber zum einen müsste ich persönlich mich da sehr in die Materia Linux einarbeiten, zum anderen: warum selbst bauen, wenns das schon gibt?
Aber beide Punkte werden auch mich nicht dazu bewegen, mir das zu kaufen. Da kann ich mir besser wieder ein Knoppix auf den Stick ziehen und die restlichen Pakete nachinstallieren.
 
Na ich weiß ja nicht, ob da seine Geschäftsideee so aufgehen wird...
Ich kenne mich mit Linux zwar nicht so aus, benutze es aber hin und wieder für diverse Aufgaben. Selbst ich als Windows-Knecht war mit Hilfe von sowas wie in der Lage mir ein Betriebssystem mit meinen Bedürfnissen zu schneidern. Wenn man nun einfach schaut, was dort für Programme dabei sind...kann doch jeder selbst machen.:unknown:
Oder verstehe ich hier was falsch?
 
Klar kann man sich sowas auch selbst bauen. Aber zum einen müsste ich persönlich mich da sehr in die Materia Linux einarbeiten, zum anderen: warum selbst bauen, wenns das schon gibt?
Ich weiß nicht, wie es mit der Anwenderschicht aussieht, die solche Tools verwendet, ich schätze jedoch, dass die, die viel mit Linux arbeiten sich das auch mal eben nebenher zusammenstellen können. Wer täglich damit arbeitet, eventuell sogar professionell, der wird sich das sicherlich auch selbst zusammenstellen.
Die Frage ist eher, warum Geld für etwas ausgeben, was man auch kostenlos haben kann? Insbesondere dann, wenn der Kostenlos-Aufwand vergleichsweise nicht existent ist und du immer eine aktuelle Zusammenstellung hast, gegenüber der kostenpflichtigen Version, wo du erst mal ggf. nicht mal Updates genießt.

Wenn man nun einfach schaut, was dort für Programme dabei sind...kann doch jeder selbst machen.:unknown:
Oder verstehe ich hier was falsch?
So habe ich das auch verstanden, dass keine tatsächliche Exklusivität vorliegt, sondern ein Standardlinux mit vorinstallierten Paketen verkauft wird.
 
Ahja? Mal live unter Windows neue Partitionen erstellt?
Mal ne Paketverwaltung unter Windows gesehen mit nützlichen hoch performanten und gleichzeitig kostenlosen Tools?
Nein, Windows Store ist keine Paketverwaltung. Das ist Verstümmelung von PC, mehr nicht.
 
Ich erstelle öfters mal eine Partition direkt über die Datenträgerverwaltung von Windows 7. Außer der recht dämlichen Größenberechnung kenne ich auch kein Tool dass das Gleiche schneller und besser erledigt. Aber wie schon gesagt, bei Recovery-Partitionen hapert das noch etwas.
 
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  • #16
@The_Emperor

Warum sollte man CD schleppen? Das macht nun wirklich keinen Sinn. Jedes dieser Tools ist wenige MB groß. Und es gibt alternative Lösungen. Zudem sind CD/DVD in der heutigen Zeit auch mit Vorsicht zu genießen. Inzwischen haben immer mehr Rechner keine Laufwerke die dafür nötig sind. Deshalb habe ich mir z. B. schon vor längerem einen USB-Stick gebastelt, der mehrere ISO-Dateien starten kann.

Und nein, Parted Magic ist kein Launcher mit GUI. Das ist eine komplette Linux-Distribution ( sich aufgrund der vorhandenen Programme spezialisiert hat. Aber leider eben nicht soweit, dass sie sich von anderen Distributionen dieser Art abhebt.

@Kenobi van Gin

Schau dir mal die von mir im zweiten Beitrag genannte Alternative an.

@ accC

Ich habe die Änderung bei Parted Magic gestern mal als Anlass genommen mit Archiso eine eigene Distribution, die man mit Parted Magic vergleichen kann, gebastelt. Das war auch kein großes Problem, auch wenn ich noch hier und da einige Ecken und Kanten habe. Von daher sehe ich im Erstellen auch eher weniger das Problem. Wobei ich vermutlich keine Referenz bin. Bei Gulli hatte ich schon so einigen Parted Magic empfohlen, die daran vermutlich scheitern würden, da es reine Nutzer waren von denen viele mit Linux nichts am Hut haben. Das Problem das ich eher bei einer Live-Distribution der Marke Eigenbau sehe, ist der Aufwand diese zu Pflegen und somit aktuell zu halten.

@ Liederlich

Schau dir mal bitte Parted Magic an. Vergleiche dann bitte den Funktionsumfang mit einer Windowsinstallation. Spätestens dann wirst du merken, dass deine Aussage für die Tonne war. Spätesten wenn du z. B. die Systempartition vergrößern willst wirst du mit der Windowsinstallation nicht mehr sehr weit kommen (oder hat sich hier seit XP etwas geändert?). Davon abgesehen sind solche Live-Distributionen auch sehr nützlich, wenn das installiert Betriebssystem nicht mehr startet. Oft kann man es damit reanimieren oder zumindest die Daten sichern. Usw.
 
@mathmos: Danke, werde ich tun :)
Mir ist besonders wichtig, dass die Distri auch TC beinhaltet. Die restlichen Tools sind ja im Prinzip beliebig austauschbar. Aber ich sehs mir mal an ;)
 
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  • #18
TrueCrypt müsste dabei sein. Allerdings ohne die grafische Oberfläche.
 
Spätesten wenn du z. B. die Systempartition vergrößern willst wirst du mit der Windowsinstallation nicht mehr sehr weit kommen (oder hat sich hier seit XP etwas geändert?).
Seit Windows Vista kann man auch die Systempartition online und mit OS-Boardmitteln vergrößern.
 

In Anbetracht der Datensicherheit würde ich persönlich mich davor hüten, die Windowspartition im Livebetrieb zu verändern. Auch wenn man das sowieso nie ohne Backup machen sollte.

Btw.: Im Zuge dieses Threads will ich auch noch als Alternative erwähnt haben, welches sich aber mehr an Linux-Experten richtet. Allerdings gerade deswegen meine favorisierte Live-CD und kann vieles, was Parted Magic auch kann.


Grüße
Thomas
 
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