[Sonstiges] Paketlieferung an der Haustür könnte bald teuer werden

Die "Letzte Meile", also die Zustellung an der Haustür von Privatleuten, ist oftmals ein teurer und zeitintensiver Punkt bei der Paketzustellung. Aufgrund der immer höheren Nachfrage beim Onlineshopping und gestiegenen Personalkosten überlegt nun DPD als auch Hermes die Haustür-Lieferung als höherpreisigen Premiumservice zu etablieren. In Schweden ist dies z. B. schon Praxis. Der Paketzusteller GLS ging dabei schon einen Schritt weiter und hat zum Weihnachtsgeschäft bei einigen Firmenkunden (als Absender) solche Zuschläge verlangt. "Die Zustellung an Privatleute ist zeitintensiver als eine Zustellung bei Firmen." Ob und wann genau solche Zuschläge kommen sollen konnte aber weder Hermes oder DPD sagen. DHL hingegen plant keine Erhöhung.

Quelle:
 

Ich kenn das nur so:

Zitat von da:

Die Paketsendung wurde von der Post in ein freies Fach der Paketzustellanlage eingelegt. Der Schlüssel des Faches wurde zusammen mit einem Umschlag in den Hausbriefkasten des Empfängers eingeworfen.

diese Briefkastendingsis im ersten Link waren, wenn ich mich recht entsinne, in der Regel in der unmittelbaren Nähe des Hauses, üblicherweise Plattenbau. Die Paketdingsis meiner ganz blassen Erinnerung auch. Mit einer heutigen Pack/Paketstation überhaupt nicht zu vergleichen, weil (s.o.) der Postbote nicht eingespart wurde, der trotzdem mehr oder weniger von Haus zu Haus musste.
Pakete gab es meiner Erinnerung nach sonst nur auf der Post (Benachrichtigungszettel), da die Briefträger in aller Regel zu Fuß unterwegs waren.

Wenn man die Paketauslieferung zugunsten Packstation abschaffen würde, dann hätte das 2 Effekte:
- Entlassungen
- zig Millionen-Völkerwanderung zur Paketstation.
 
Dann müssen die Briefträger ja trotzdem wieder von Haus zu Haus.
Ah du hast keine Zeitung und auch keine Behörde schreibt dir einen netten Brief? Strom und Wasser sowie sonstige Rechnungen bekommst du auch nicht, selbst dein Kreditinstitut schickt dir die Karte per Mail?
 
diese Briefkastendingsis im ersten Link waren, wenn ich mich recht entsinne, in der Regel in der unmittelbaren Nähe des Hauses, üblicherweise Plattenbau. Die Paketdingsis meiner ganz blassen Erinnerung auch. Mit einer heutigen Pack/Paketstation überhaupt nicht zu vergleichen, weil (s.o.) der Postbote nicht eingespart wurde, der trotzdem mehr oder weniger von Haus zu Haus musste. Pakete gab es meiner Erinnerung nach sonst nur auf der Post (Benachrichtigungszettel), da die Briefträger in aller Regel zu Fuß unterwegs waren.
Ich bin in einer Kleinstadt aufgewachsen. Der Stadtteil war keine Platte.

Ich glaub mich zu erinnern, dass wir einen Briefkasten am Haus hatten. Aber die Post (Zeitungen, Briefe) brachte die Post normalerweise zu dieser zentralen Postzustellanlage. Die war ca. 300m von unserem Haus entfernt und gab es logischerweise mehrfach im Ort. Die Paketfächer waren gleich daneben. Natürlich brauchte man in den 80-er Jahren nicht die Menge an Paketfächern wie heute. Und größere Pakete musste man dann direkt beim Postamt abholen.

Wenn man die Paketauslieferung zugunsten Packstation abschaffen würde, dann hätte das 2 Effekte:
- Entlassungen
- zig Millionen-Völkerwanderung zur Paketstation.
Entlassungen: ja
Leben wir im Kapitalismus? Müssen sich Unternehmen, die nicht mehr rentabel arbeiten, verändern, um überleben zu können?

Völkerwanderung zur Paketstation:
Wenn die Paketstationsdichte so hoch ist, dass die maximale Entfernung von 90% aller Häuser eines Ortes zur jeweiligen Paketstation nicht mehr als 500m sind, dann seh ich da keine Nachteile für die normale Bevölkerung. Schwierig wird's für Leute mit eingeschränkter Mobilität, d.h. die Rollatorhauptzielgruppe.

Ah du hast keine Zeitung und auch keine Behörde schreibt dir einen netten Brief? Strom und Wasser sowie sonstige Rechnungen bekommst du auch nicht, selbst dein Kreditinstitut schickt dir die Karte per Mail?
Versteh ich nicht, was du mir sagen willst. Warum soll man Paketbenachrichtigungen nicht per Mail bekommen können? Klappt doch heut auch schon bei einigen Zustellern.

Ich denke man könnte das Postsystem sogar noch weiterspinnen, dass man automatisierte zentrale Stationen baut. Dort geht man hin, authentifiziert sich irgendwie, und bekommt dann seine Post (Briefe, Pakete, Zeitungen) ausgehändigt.
 
Wenn die Paketstationsdichte so hoch ist, dass die maximale Entfernung von 90% aller Häuser eines Ortes zur jeweiligen Paketstation nicht mehr als 500m sind, dann seh ich da keine Nachteile für die normale Bevölkerung.

Ich aber. Das würde vielleicht bei Päckchen zutreffen, aber nicht bei Paketen. Ich habe sicher keine Lust mit einer Sackkarre durch die Gegend zu laufen.
 
Entlassungen: ja
Leben wir im Kapitalismus? Müssen sich Unternehmen, die nicht mehr rentabel arbeiten, verändern, um überleben zu können?
Kommt drauf an, wie man Rentabilität definiert. Post und Paketdienste sind aktuell rentabel. Worum es in der Diskussion scheinbar geht, dass die mehr Geld für weniger Leistung bekommen sollen. Das Geld landet aber nicht beim Briefträger, sondern beim Kapitalisten.

Ich denke man könnte das Postsystem sogar noch weiterspinnen, dass man automatisierte zentrale Stationen baut. Dort geht man hin, authentifiziert sich irgendwie, und bekommt dann seine Post (Briefe, Pakete, Zeitungen) ausgehändigt.
Ich für meinen Teil finde das aktuelle System nahezu optimal. Ich hab keine Lust bei Wind und Wetter 500m zu laufen, um meine Morgenzeitung zu holen.
 
Warum soll man Paketbenachrichtigungen nicht per Mail bekommen können? Klappt doch heut auch schon bei einigen Zustellern.

Ich denke man könnte das Postsystem sogar noch weiterspinnen, dass man automatisierte zentrale Stationen baut. Dort geht man hin, authentifiziert sich irgendwie, und bekommt dann seine Post (Briefe, Pakete, Zeitungen) ausgehändigt.
Warum sollte ich meine Mailaddy oder Telefonnummer rausrücken? Wird man nicht an jeder Ecke vollgespamt? Zudem wird eine gesetzliche Aufforderung definitiv in deinem Briefkasten landen oder glaubst du ich würde die abholen? Da müssten schon Gesetze geändert werden um meiner Pflicht als gesetzestreuer Bürger nachzukommen. Kurz, die Postfrau kommt sowie so. Oder bei der ohnehin schon knappen Zeit noch abbiegen um seine Zeitung abzuholen ......... vergiss es. Dann müssen die Packstationen befüllt werden bevor die Postfrau rumfährt.
 
Ich lasse mir auch fast nichts mehr nach Hause liefern, weil ich keinen Bock darauf habe, freie Tage zuhause zu verbringen, mich nicht aufs Klo zu trauen oder was zu essen, weil der Typ gerade dann klingelt, um das Paket abzuliefern. Oder er bringt es gar nicht vorbei, weil die Tour aus unvorhersehbaren Gründen abgebrochen werden musste.
Ist mir bei einer Paketstation noch nicht so passiert. Und da fahre ich mal eben den einen Kilometer und hole mein Paket ganz bequem da ab, als mir den Tag versauen zu lassen vom Warten.
 
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