[Netzwelt] Opera wird voraussichtlich nach China verkauft

Opera Software ASA hat ein Übernahmeangebot von 1,2 Milliarden US-Dollar von mehreren Investoren aus China erhalten. Darunter ist auch das Sicherheitsunternehmen Qihoo 360 Technology, welches für seine Bugsuche bei Apple-Software bekannt ist. Das Unternehmen Opera ASA ist für die Entwicklung des, vor allem auf mobilen Geräten verbreiteten, Browsers Opera verantwortlich, welcher bis Version 12.x auch bei einigen Power-Usern auf dem PC sehr beliebt war.

Laut dem Opera-Chef Lars Boilesen würde eine Übernahme Opera hinsichtlich Innovation, Expansion und Wachstum stärken.

Der Verwaltungrat empfiehlt das Angebot anzunehmen. Für eine Übernahme ist allerdings noch die Zustimmung der Aktionäre sowie einiger Registrierungsstellen notwendig.

Quelle:
 
Nutz jemand noch Opera? Also in seiner aktuellen Form? Ist doch inzwischen nichts anderes mehr als ein weiterer Chrome-Clone geworden, die Opera 12-Jünger (zu denen ich mich auch gezählt hab) sind doch inzwischen schon lange auf Alternativen umgestiegen, wie Vivaldi z.B..

Da ist es doch wirklich sinnvoller, jetzt mit Gewinn zu verkaufen, als weiter auf ein dahindümpelndes Projekt zu hoffen, welches man selbst abgeschossen hat.
 
@Hezu: Ich hätte es nicht besser ausdrücken können. Allerdings wird mir Vivaldi, obwohl von mir bevorzugt, fast etwas zu langsam entwickelt - vermisse nen Haufen Features, unter Anderem die einstellbare eigene Oberfläche, die Opera v12 hatte. Ach, und ne ARMHF-Version für meine Raspis - die sollte etwas stabiler sein als Epiphany...
 
Naja, noch ist Vivaldi ja ne Beta, und das es sich langsamer Entwickelt mag vielleicht auch an der etwas kleineren Firma liegen.
 
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  • #5
@Hezu:

Also von den Leuten die ich kenne und die früher Opera genutzt haben, ist mir nur ein Fall bekannt, der bei Opera geblieben ist. Allerdings bei Version 12.x. Der wartet allerdings darauf, dass Vivaldi in einer ersten als stabil gekennzeichneten Version veröffentlicht wird. Der Rest ist hauptsächlich bei Vivaldi aber auch beim Otter-Browser hängen geblieben. Letzterer Entwickelt sich mangels Manpower halt recht langsam.

Was den Verkauf betrifft, bin ich mal gespannt ob bzw. Opera weitergereicht wird. Auch wenn Presto wartungstechnisch vermutlich wirklich die Hölle war, so war der Umstieg auf Chromium einfach ein Fehler. Vor allem im Ablauf. Wie lange gab es z. B. keine Lesezeichen? Oder Mausgesten (gibt es die aktuell überhaupt?)?

@Metal_Warrior:

Wenn man die Snapshots verfolgt, ist die Entwicklung von Vivaldi eigentlich gar nicht mal so langsam. Vor allem wenn man bedenkt, dass es die erste TP-Version erst vor einem Jahr gegeben hat. Klar, mir fehlen auch noch einige Sachen. Wie eben die leicht anpassbare Oberfläche. Aktuell kann man hier zwar in den CSS-Dateien basteln aber schön ist anders. Ebenfalls warte ich noch auf die anpassbaren Mausgesten (geht aktuell auch nur wenn man in einer bestimmten Datei bastelt) oder dass man neue Gesten hinzufügen kann. Aber ich denke derzeit liegt die Priorität einfach erst mal auf anderen Punkten. Aber das wird schon noch. Da bin ich mir ziemlich sicher. Das Vivaldi-Team hört, Gott sei dank, auf die Nutzer. Die Funktion, dass man Textlinks über das Kontextmenü öffnen kann, ist beispielsweise ab einem gewissen Snapshot weg gewesen. Dann gab es ein paar Bitten im Blog das wieder einzubauen. Nach ein paar Snapshots und mindestens einer Meldung im Bugtracker (meiner :) ) gab es die Funktion wieder.
 
Den Umstieg auf Chromium empfand sich jetzt nicht so sehr als Fehler. Was mich am meisten gestört hat, war die Userverarsche, in dem man dem 12er-Browser - der ja nunmal von Haus aus mit einem großen Funktionsumfang kam, der seinesgleichen suchte, aber dennoch flotter war als so manch moderner Browser ohne Erweiterungen - einen offiziell als fertig deklarierten Browser als Nachfolger hinterherschob, der als (grobe) einzige Funktion wirklich nur das Browsen, aber - wie du schon sagtest - nichts anderes machen konnte.

Sowas einem als fertigen Nachfolger vorzusetzen hat Opera das Genick gebrochen. Der Umstieg auf Chromium selbst nicht, der war sogar nötig. Nur hätte man den Funktionsumfang der 12er Version beibehalten müssen.
 
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  • #7
Das habe ich ja mit "Vor allem im Ablauf" gemeint.

Was mich allerdings bei der Meldung bezüglich der Übernahme erstaunt hat, war das Angebot. 1,2 Miliarden US-Dollar sind dann doch kein Pappenstiel.
 
Naja, die Chinesen werfen momentan mit Geld um sich... Sieht man in anderen Übernahmen ja auch, welche Preise die Chinesen da gezahlt haben.
 
Ich hab Opera vor längerem sogar gerne genutzt, mit diesen Mausgesten usw. aber mittlerweile dann doch nicht mehr, nachdem es sich verschlimmbessert hatte...
 
Nicht als Kritik verstehen, mir ist durchaus bewusst, dass die Jungs mehr Augenmerk auf Stabilität und Usability legen als auf Neuerungen um jeden Preis - und ja, ich bin hier auch mit Previews unterwegs (die auf Linux und Windows gleichermaßen äußerst stabil laufen).

Einzig mit den Zertifikaten werd ich wohl mal nen Bugreport schreiben - das Hinzufügen von eigenen CAs ist nämlich nicht so easy, vor Allem weil Vivaldi nicht den OS-Zertifikatsspeicher verwendet.
 
Naja, die Chinesen werfen momentan mit Geld um sich... Sieht man in anderen Übernahmen ja auch, welche Preise die Chinesen da gezahlt haben.


Vielleicht sind da auch noch ein paar Patente dabei. Allein für die Marke finde ich den Preis *leicht* überzogen.
 
Vielleicht wollen die noch was aus Presto herausholen, ohne Googlebeteiligung halt.

Und zu allgemeinen Übernahmen von Chinesen:

Herausragend in den letzten Tagen:


Und wie viele Fußballer in letzter Zeit extrem teuer nach China gegangen sind...

Fühlt sich irgendwie an, als ob (mehr oder weniger) materielle Werte geschaffen werden sollen, um unabhängiger vom eigenen Geld zu sein. Als ob da irgendeiner mehr wüsste...

Oder es ist nur Paranoia von mir...
 
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