office- und internet-pc: schnell, leise, langfristig

Pleitgengeier

offizielles GEZ-Haustier
Registriert
14 Juli 2013
Beiträge
6.506
Ort
127.0.0.1
Ich möchte für jemanden aus der Familie einen PC für Office und Internet zusammenstellen.
Dieser PC soll viele Jahre lang eingesetzt werden (>=10), möglichst nicht hörbar sein und sehr schnell laufen.
Als Betriebssystem soll Kubuntu 16 LTS eingesetzt werden.

Ich bin zugegeben nicht mehr am laufenden bezüglich Hardware (meinen letzten PC habe ich um 2012 gebaut)...
Ein alter Büro-PC ist vorhanden, darin steckt ein Intel Core 2 Duo - von dem werde ich Gehäuse und optisches Laufwerk wiederverwenden.

Ich habe mich grob an der Empfehlung für Office orientiert und zusätzlich an der Leistungsschraube gedreht:

  • Crucial BX100 250GB, SATA (CT250BX100SSD1)
  • Intel Pentium G3240, 2x 3.10GHz, boxed (BX80646G3240) (ersetzt durch i3)
  • Crucial Ballistix Sports DIMM 8GB, DDR3-1600, CL9-9-9-24 (BLS8G3D1609DS1S00) (ersetzt durch DDR4)
  • MSI B85-G41 PC Mate (7850-003R) *, (außerdem Sockel)
  • be quiet! Pure Power L8 300W ATX 2.4 (BN220)

Meine Ergänzungen bisher:
  • INTEL Core i3-6100, 2x 3.70GHz
  • Crucial DIMM Kit 8GB, DDR4-2133, CL15-15-15 (macht besserer Ram Sinn?)


*Welches Mainboard würde da gut passen?
Ich habe leider mit MSI und Gigabyte schlechte Erfahrungen:
Bei 2 Gigabyte-Mainboards in Folge war etwas beim RAM versaut: Jedes mal musste ich bei Standard-Takt die Ram-Spannung anheben damit das System stabil läuft, dafür halten beide schon recht lange durch, gekauft 2008 und 2012
Von MSI fiel mir ein Mainboard relativ schnell aus und MSI hatte damals auch keinen guten Ruf (ich wollte eigentlich Asus aber die bauten kein MB mit S939 und AGP8), allerdings war das MB von 2005...

Lohnt sich bei einer CPU mit nur 50W ein besonderer Kühler oder ist der boxed-Kühler schon nicht mehr hörbar?

Es soll keine Grafikkarte eingesetzt werden - das bisschen 3d-Beschleunigung für Desktop-Effekte und Youtube in HD sollte mit dem IGP des CPUs kein Problem sein, oder?
Wie gut laufen die aktuellen IGPs unter Linux?
Bisher hatte ich nur gute Erfahrungen mit nVidia und viel Ärger mit AMD/ATi - intel hatte ich noch nie.
 
Ich hab mit ASUS, Gigabyte oder ASRock Mainboards noch nie probleme gehabt.

Intels Boxed-Kühler ist nicht bekannt dafür leise zu sein. Bei einem i3 könnte ja so mancher Tower-Kühler passiv kühlen bei anständiger Gehäuselüftung.

Auf meinem Laptop und dem PC meiner Ma läuft Linux mit Intel IGP ohne Probleme. Die neusten Intel NUCs z.B. werden offiziell von Ubuntu unterstützt.
 
Die Skylake-IGP's sind wohl gut geeignet, da sie relativ viele Codecs in Hardware dekodieren können (u.A. h264, h265 und VP9). Was in den nächsten 10 Jahren an neuen Codecs usw. verbreitet sein wird, kann dir heute aber noch niemand sagen.

Wie hoch ist denn dein Budget? Evtl. könnte man etwas mehr in CPU-Leistung investieren, um zukünftige Codecs auch noch abspielen zu können (daran ist mein alter Q6600 letztendlich gescheitert - FullHD-Youtube war nicht mehr möglich).
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #4
Das Budget ist in diesem Fall nicht wirklich eine Konstante, somit könnte man eine stärkere CPU einbauen.

Aber wäre es nicht sinnvoller, in diesem Fall eine dann aktuelle (schwache) Grafikkarte nachzurüsten?
 
Wäre natürlich auch eine Option - wenn die Treiber mitspielen. Zumindest meine HD7870 kann unter Linux keine Youtube-Videos dekodieren - das macht der Prozessor ganz alleine.
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #6
Liegt das daran, dass das generell Aufgabe der CPU und nicht der GPU ist, oder einfach an AMDs Linuxtreiber-Politik?
Ich würde mit Sicherheit etwas von nvidia nehmen.
 
Also meiner Erfahrung nach, ist die Treiberpolitik von AMD inzwischen wesentlich besser. Amüsanterweise hatte ich mit der Einführung der GTX970 damals mehr Probleme mit den NVidia treibern als mit AMD. Da musste ich über ein halbes Jahr mit Beta Treibern arbeiten, bis das irgendwann einmal stabil lief.
 
Liegt wohl am Treiber ("xserver-xorg-video-ati"), unter Windows funktioniert's. Der neue "GPUOPEN""AMDGPU"-Treiber soll wohl ganz gut sein - den gibt's allerdings (noch?) nicht für meine Karte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich fand als Fertig-PC den ganz gut. Die c't hat den letztens getestet, keine Ahnung in welchem Heft, sonst würde ich dir die Lautstärkewerte heraussuchen. Ist aber <1 Sone.

Windows dabei, aber das willst du ja nicht. Musst du mal schauen, wie es mit dem Preis aussieht.

Ich würde auch die Intel IGP empfehlen.

Als Mainboards vielleicht das . Leider µATX, aber sollten alle wichtigen Anschlüsse und Steckplätze vorhanden sein. Alternativ das für 20€ mehr, dafür aber mit DisplayPort (und DDR3...).

Mit Mainboards hatte ich eigentlich selten Probleme unter Linux, außer mit eventuellen "Killer"-Netzwerkkarten, für die es dann nur komische Treiber gab. Nach Möglichkeit also was ohne Blobs suchen.

Statt der BX100 würde ich im Hinblick auf die avisierte lange Laufzeit eine hochwertigere SSD einsetzen.
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #10
Nö, damit hatte ich erst kürzlich Ärger: https://ngb.to/threads/22962-Steam-Radeon-5650-Kubuntu?p=666079#post666079
Die haben jetzt schon die Unterstützung für alles <HD6000 eingestellt...

In dem Fertig-PC ist ja ziemlich genau drin was ich wollte - mal sehen was meine Zusammenstellung am Ende kostet.
Welche SSD würdest du empfehlen?

Was hältst du vom ASUS B150M-A?
 
Der Fertig PC sieht von den Speccs okay aus, aber überleg dir das noch mal. Billig Case mit Netzteil oben, dazu sehr grobes Mesh vorne (Staubfänger pur). Du brauchst Win nicht... also bau selbst zusammen.

Specc was alles bietet wie die fertig Kiste mit Low-Budget aber trotzdem nicht Scheisse Komponenten sind round about 400€, eher 380€.

Siehe Wunschliste:

Bzgl SSD - imho tut sich da in den 10 Jahren so viel das man da auch jetzt auf eine günstigere Lösung schielen kann. Aber so krass sind die Unterschiede da nicht mehr. Wenn du eine günstige 850 Evo geschossen kriegst, nimm sie ruhig.

Du sagst Lautstärke etc. - nimm ein Gehäuse mit Netzteil unten damit es die kalte Luft von unten zieht. Außer du hast so 'n fetten Flokatiteppich, dann eher doch nicht :D Das N300 von Cooler Master ist da schon sehr ordentlich. Auch mit ekligem Mesh, aber wenigstens wesentlich feiner.

Mainboard ... also mittlerweile sind die alle so Standardisiert das es gar keinen Unterschied mehr macht was du nimmst. Ob da jetzt MSI, Gigabyte, ASUS etc. drauf steht ist fast Peng, zumindest im Low/Mid Budget Bereich. Da ist das PCB etwas anders aufgebaut, die Kühler für SpaWa, NB etc. sehen anders aus, aber mehr oder weniger haben die alle das gleiche verbaut. Realtek für Audio/LAN, Intel für LAN, AsMedia für USB 3.1.

Ich würde da eher unabhängig vom Hersteller sondern nach Ausstattung auswählen.

Boxed Kühler btw. weg. Ein Brocken ECO wäre da eine günstige aber gute Lösung. Läuft dann nicht passiv, aber bei Office Gedöhns wird der eh nicht so mega belastet.

Dedizierte Grafikkarte würde ich sein lassen. Lässt sich im zweifel später nachrüsten, ist aber - außer wenn passiv - ebenfalls ein Lärmmacher und Stromfresser und das aktuelle Zeug kriegt die integrierte Grafikeinheit der CPU locker hin. Bevor man sich also jetzt eine potentielle Fehlerquelle die nicht mal benötigt wird ins Haus holt -lass weg, mach später wenn nötig.

Lg
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #12
Der Fertig PC sieht von den Speccs okay aus, aber überleg dir das noch mal.

Billig Case mit Netzteil oben, dazu sehr grobes Mesh vorne (Staubfänger pur). Du brauchst Win nicht... also bau selbst zusammen.

Specc was alles bietet wie die fertig Kiste mit Low-Budget aber trotzdem nicht Scheisse Komponenten sind round about 400€, eher 380€.
Habe ich sowieso vor - wo bleibt sonst der Bastelspaß :)

Bzgl SSD - imho tut sich da in den 10 Jahren so viel das man da auch jetzt auf eine günstigere Lösung schielen kann. Aber so krass sind die Unterschiede da nicht mehr. Wenn du eine günstige 850 Evo geschossen kriegst, nimm sie ruhig.
Worin besteht der Unterschied da? Zuverlässigkeit ist schon wichtig, die Datenrate hat ja schon bei den ersten SSDs (zB Crucial m4) fast den Bus ausgelastet...

Du sagst Lautstärke etc. - nimm ein Gehäuse mit Netzteil unten damit es die kalte Luft von unten zieht. Außer du hast so 'n fetten Flokatiteppich, dann eher doch nicht :D Das N300 von Cooler Master ist da schon sehr ordentlich. Auch mit ekligem Mesh, aber wenigstens wesentlich feiner.
Macht das wirklich so viel Unterschied? Am Ende dominieren doch eh die Gehäuselüfter, oder?
Ich wollte ja eigentlich das alte Gehäuse verwenden, notfalls sollten die 40€ aber auch kein Problem sein.


Mainboard ... also mittlerweile sind die alle so Standardisiert das es gar keinen Unterschied mehr macht was du nimmst. Ob da jetzt MSI, Gigabyte, ASUS etc. drauf steht ist fast Peng, zumindest im Low/Mid Budget Bereich. Da ist das PCB etwas anders aufgebaut, die Kühler für SpaWa, NB etc. sehen anders aus, aber mehr oder weniger haben die alle das gleiche verbaut. Realtek für Audio/LAN, Intel für LAN, AsMedia für USB 3.1.

Ich würde da eher unabhängig vom Hersteller sondern nach Ausstattung auswählen.
Früher waren immer die Kondensatoren entscheidend bezüglich der Lebensdauer...
Außer eben der Sache mit der RAM-Stabilität, keine Ahnung was Gigabyte da versaut hat
 
Die haben mittlerweile alle All Solid Caps. Tut sich nicht mehr viel - da haben viele gleichgezogen. Das dir einer platzt ist nicht zu vermeiden, aber gerade im gut+günstig Bereich tut sich das eben nicht viel. Spekulatius: Die bestellen eh alle beim gleichen Chinesen ;)

Umso mehr externe Features das Board hat, umso höher die theoretische Ausfallwahrscheinlichkeit. Wenn du jetzt noch ein WLAN, ein BT Modul, ein externen Chip für mehr USB 3.1 hast - ist alles fehleranfällig. Aber gut, dir kann eben auch mal eben die komplette SATA Einheit wegknacken. Pauschalisieren lässt sich das eben nicht.

Bzgl. Gehäuse: Probier es aus. Das lauteste dürfte eh der Brenner sein wenn du eine CD/DVD rippen willst - und das mit Abstand. Wenn er alterstechnisch auf dem Niveau des erwähnten Core2Duo ist. Aber diese Geräuschkulisse hat man ja auch nicht jeden Tag bzw. kommt temporär damit klar.

Bei der SSD ist es halt eine Garantiefrage. Die 850 Evo bietet 5 Jahre Garantie, die BX100 nur 3 Jahre. Samsung ist also auch eher von seinem Produkt überzeugt :P - Geschwindigkeitstechnisch tun die sich nicht so viel bzw. es ist messbar, ja, aber als normaler Anwender, gerade im Office Bereich der ab und an mal ein Office Dokument oder ein kleines Foto von A nach B schiebt ist der Unterschied eh nicht spürbar. Wobei die Samsung halt auch schneller ist, aber wie gesagt ...

Lg,
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #14
Wenn der Brenner nicht vorhanden wäre, würde ich ihn weglassen. Der wird vermutlich nie gebraucht.

Dann nehme ich doch die Evo :)
 
Achtung, dass die Evo nicht auf ner Linux-Blacklist steht.

SSDs müsste ich selbst recherchieren, aber viele Hersteller haben eine Premium-Linie (Samsung Pro, Crucial Mx), bei der sie länger Garantie geben etc.

B150M-A — warum nicht. Was kann es denn, was die anderen nicht können? Wie schon erwähnt vielleicht echt besser DDR4... DP und viel USB3 wäre mir auch wichtig.
 


Würde ich auch so machen. Die AMD-Treiber sind zwar inzwischen besser geworden, aber die geschlossenen Treiber von Nvidia sind unterm Strich immer noch besser. Oder eben, wenn es reicht, die Grafikeinheit der CPU nutzen. In meinem Notebook ist eine Intel HD 4000 GPU verbaut. Vorteil bei Intel im Allgemeinen ist, dass die Treiber in der Regel schon im Kernel vorhanden sind.

Achtung, dass die Evo nicht auf ner Linux-Blacklist steht.

Alle SSD der 8xx Reihe stehen bezüglich Queued-TRIM weiterhin auf einer Blacklist unter Linux. Das dürfte seit Kernel 4.1.4 (Juli 2015) der Fall sein. "Normales" Trim ist weiterhin möglich und macht auch keine Probleme. Wenn man also nicht auf eine steinalte Distribution setzt oder auf eine die ältere Kernel nicht aktualisiert, würde ich mir heutzutage da absolut keine Gedanken machen (aktuelle Firmware der SSD vorausgesetzt). Meine Evo zumindest wird regelmäßig getrimt und die Daten sind auch noch alle da. Das eine Distribution SSD der Evo-Reihe wirklich komplett sperrt, kann ich mir nicht vorstellen.
 
Bisher hatte ich nur gute Erfahrungen mit nVidia und viel Ärger mit AMD/ATi - intel hatte ich noch nie.
  • Nvidia - Gute Treiber, aber Closed Source. Installationsaufwand reicht von leicht bis zu Krampf - je nach Kernelversion (musste schon einige patchen). Ältere Karten verfrachtet Nvidia dann in einen Legacy-Zweig. Für den 2D-Betrieb sollte auch der Nouveau-Treiber reichen. Den hab ich aber nie ausprobiert.
  • AMD - Früher beschissene Treiber. In den letzten Jahren hat sich AMD aber viel Mühe gegeben und beim Open-Source-Treiber mitgeholfen. Nichtsdestrotrotz werden erst die 400-er Karten (Polaris) brauchbar von profitieren. AMDGPU besteht aus einem Open-Source-Teil, der auch im Kernel enthalten ist und einem Binary-Blob für die 3D-Unterstützung, der im Userspace nachgeladen wird. Ist meiner Meinung nach der richtige Weg. Momentan sollen die Leistung und die Stabilität aber noch bescheiden sein.
  • Intel - Haben seit jeher eine ausgezeichnete Treiberunterstützung. Du musst Dich um nichts kümmern. Die Treiber sind im Kernel enthalten. Die Intel-Grakas haben mittlerweile Hardwarebeschleunigung für die meisten Videoformate. Für Spiele sind sie natürlich nicht die erste Wahl.

Für einen Office-Rechner wäre für mich Intel die einzige Wahl:
  • keine Treiberprobleme
  • keine Konfigurationsprobleme
  • stromsparend, da onboard
  • billiger und leiser, da onboard
 
Auch ältere Grafikkarten ab der GCN 1.0 aka Sea Islands bekommen AMDGPU und leistungsfähigere Treiber, aber wohl erst gegen Ende des Jahres.

Für einen Office-PC braucht man keine dedizierte Grafikkarte.
 
Zurück
Oben