[Politik und Gesellschaft] NSA-Untersuchungsausschuss beharrt auf Vernehmung Snowdens

Am gestrigen Freitag tagte zum ersten Mal der NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestages, der die Bespitzelung deutscher Bürger durch den US-Geheimdienst aufklären soll. Dieser beharrte auf einer Vernehmung des Kronzeugen Edward Snowden - obwohl dieser bereits eine Absage erteilt hatte und sich nur befragen lassen will, wenn er nach Deutschland einreisen darf und hier Asyl erhält.

Während sich Union und SPD können sich demnach auch eine Vernehmung an einem dritten Ort oder per Videoschaltung vorstellen. Die Opposition beharrt dagegen - wie der Whistleblower selbst - auf einer Aussage Snowdens in Deutschland. Linke und Grüne wollen dafür vor das Bundesverfassungsgericht ziehen.

Offenbar hoffen Union und SPD darauf, dass Snowden seine Meinung angesichts der jüngsten Entwicklungen ändert. Der SPD-Ausschussobmann Christian Flisek sagte nach den Beratungen des Ausschusses, durch die verlängerte Aufenthaltsgenehmigung Snowdens in Russland sei eine neue Situation entstanden. Snowden habe eine Aufenthaltsrecht von drei Jahren "ohne erkennbare Auflagen". Deshalb sei nunmehr eine Abkehr von seiner bisherigen Weigerung denkbar, dem Ausschuss in Russland Rede und Antwort zu stehen.

Grünen-Vertreter Konstantin von Notz konterte dies mit dem Argument, Snowden genieße nunmehr Reisefreiheit. Er könne daher in Deutschland vernommen werden, wie es das Gesetz vorschreibe.

Als problematisch für den Untersuchungsausschuss erwies sich die Tatsache, dass viele wichtige Unterlagen nur in stark redigierter Form vorliegen. Dies sorgte im Vorfeld für massive Kontroversen; der Streit soll nun durch eine Clearing-Stelle beigelegt werden.

Quelle:
 
Viele Menschen haben anscheinen einen falschen Eindruck von Deutschland. In Deutschland Asylantrag zu stellen ist ein dämlicher Fehler.
 
Akten schwärzen, alles kleinreden, vertuschen, blind sein und und und ...
Die Regierung ist eben ein Kollaborateur und Mittäter in Sachen flächendeckende Überwachung und Bespitzelung.
Von der Seite, haben wir nun echt keine Hilfe zu erwarten.

Ach ja, die EU hat auch überhaupt kein Interesse an Aufklärung.
Interne Ratsdokumente zeugen von massiven Bedenken Österreichs wegen des geringen Aufklärungswillens Europas: „Das könnte schädlich für das öffentliche Image der Union sein.“...

Welche EU-Länder das sind, steht nicht in dem Bericht. Es gibt aber Indizien. Auf schriftlichen Wunsch von US-Justizminister Eric Holder waren die Gespräche auf zwei Gruppen aufgeteilt worden: erstens die erwähnte Datenschutzgruppe der EU, zweitens einen Arbeitskreis aus Agenten der Partnerdienste, aus dem bisher nichts nach außen drang. Für eben diese Geheimgespräche nannte er für die Besetzung Wunschländer: Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, Polen, die Niederlande und Dänemark. Bis auf Polen handelt es sich ausnahmslos um Länder aus dem „Signal-Intelligence Seniors Europe“-Verbund (SSEUR). Innerhalb dieser


Verlaß dich auf die Politik und du bist in den Arsch gefi...
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben