[Technik] Neue Generation von Atomuhren

GPS-Satelliten.jpg
Forscher der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig haben ein Verfahren für eine deutlich präzisere Uhr gefunden. Es gelingt nun Thorium-229 so mit Laserlicht zu bestrahlen, dass dabei die im Inneren des Kerns befindlichen Protonen und Neutronen anregen werden.

Damit unterteilen Kernuhren eine Sekunde nochmals in kleinere Einheiten als gängige Atomuhren, die mit Mikrowellen arbeiten. Dazu kommt eine erheblich geringere Störanfälligkeit gegenüber äußeren Einflüssen.

 
Zuletzt bearbeitet:
Hi TRON2,
ich finde das ist ein Wahnsinnserfolg für unsere heutige Forschung. Abgesehen davon werden Laserstrahlen ja auch schon in der Medizin miteingesetzt, z. B. kann man sich bereits das Lippenbändchen weglasern lassen. Dass sowas auch in der Forschung früher oder später kommen musste, war abzusehen. Trotzdem bestaunenswert :T
 
@Ankeisst: Dir ist schon klar, dass die Forschung schon ne ganze Weile länger mit Laser arbeitet als die Medizin, oder? Oder wie glaubst du, hat man bislang die Atomuhren gebaut? Dass sich da jemand mit nem Taktstock ans Mikroskop gesetzt und Atomen beim Tanzen zugeschaut hat?

Atomuhren werden schon seit Ewigkeiten mit Lasern realisiert, zuerst nur für die Anregung, dann auch für die Messung. Nennt sich "optische Atomuhr" und existiert seit zehn Jahren. Das Einzige, was hier neu ist, ist das Element. Üblicherweise wird nämlich Cäsium, Ytterbium oder Strontium eingesetzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Anders ist ja wohl auch, daß es nicht um Kräfte zwischen Kern und auf den Schalen befindlichen Elektronen geht, sondern um Kräfte im Kern selbst.
 
w00t, ein optischer kernübergang!? :eek: nice!
damit lässt sich ne ganze menge hübscher kernphysik machen, allerdings nur an dem einen isotop, aber immerhin.. als frequenzstandard ist mir das aber noch etwas zu hoch gegriffen, vor allem ohne infos zur linienbreite und erreichbarem Q-faktor.. wenn der übergang tatsächlich eine lebensdauer im bereich von millisekunden (oder mehr) hat, wird es tatsächlich interessant, weil der Q-faktor auf einmal um 5 größenordnungen höher ist als bei hyperfeinübergängen im mikrowellenbereich (cesium & co.).. andererseits wurden bereits atomuhren bei optischen frequenzen demonstriert (mit "normalen" elektronischen übergängen) mit abartiger frequenzstabilität (10[sup]-19[/sup] oder so), aber die funktionieren nur mit hardcore-kryo, wenn mich nicht alles täuscht..
 
Zurück
Oben