Neue Commodore Hardware ab Weihnachten 2016


Der Entwickler Jens Schönfeld lizenzierte kürzlich die Rechte am Markennamen Commodore von der Polabe Holding N.V., um original C64-Gehäuse und später eigene Retro-Computer unter diesem Namen zu vertreiben. Seit den letzten ernsthaften Neuerscheinungen von Commodore ist hierzulande und anderswo viel Zeit vergangen.
ist seit vielen Jahren in den Retro-Kreisen sehr bekannt. Er entwickelte zahlreiche Zusatzkarten für den Amiga als auch eigene Retro-Computer. Nach zähen Verhandlungen, die sich weit über ein Jahr hingezogen haben, konnte er diese Woche für die den Lizenzvertrag mit dem Inhaber der Traditionsmarke Commodore unterzeichnen. Die Polabe Holding NV mit Sitz in Luxemburg bekommt diesbezüglich sehr häufig Anfragen.

Als erstes Produkt werden im Weihnachtsgeschäft 2016 von der iComp GmbH neu produzierte C64c-Gehäuse inklusive original Commodore-Label angeboten. Dafür wurde im Vorfeld die original Spritzgussform angeschafft, mit der der US-amerikanische Hersteller Commodore früher das Modell C64c produziert hat. Mit dem neuen Gehäuse kann man seinen Brotkasten von den Spuren der vielen Jahre befreien, die seit seiner Produktion vergangen sind. Der Vertrieb der Gehäuse soll exklusiv durch den erfolgen.

Der Polabe Holding N.V. ist die Wahrung hoher Qualitätsstandards sehr wichtig, nachdem dieser Markenname in den letzten Jahren aufgrund von minderwertigen Produkten (MP3-Player etc.) deutlich gelitten hat. So muss jedes neue Produkt zunächst von den Polabe-Technikern geprüft und abgesegnet werden.




neue Commodore-Hardware in Vorbereitung


Im Mai des Vorjahres erschien die neue Hauptplatine , das Platinendesign wurde ebenfalls von Jens Schönfeld entwickelt. Der nach kurzer Zeit ausverkaufte C64 Reloaded ist mit der original Hardware kompatibel und passt in alle original C64-Gehäuse. Der C64R musste streng limitiert vertrieben werden, um die Bedürfnisse möglichst vieler Interessenten zu befriedigen. Zwei neue Versionen vom C64R sollen diese Lücke in absehbarer Zeit schließen. Weitere Details dazu sollen so bald wie möglich bekannt gegeben werden.

Der Unternehmer Jens Schönfeld aus NRW ist seit Kindesbeinen ein begeisterter Anhänger von Retro-Computern, vor allem die Hardware von Jack Tramiels Unternehmen hat es ihm angetan. Schönfeld studierte technische Informatik an der RWTH Aachen. Seit 1994 entwickelt und vertreibt er Platinen und Zusatzgeräte für 8- und 16-Bit Computer, insbesondere für den C64 und Amiga.




Autor: Lars "Ghandy" Sobiraj
 
Nun ja, war/bin ja immer noch ein riesen Fan von den alten Kisten. Amiga 500 war meine Kindheit/Jugend. Leider ist das halt alles schon lange vergangen und ob es so dermaßen geil ist sich jetzt ein Teil davon in neu, dazu zu nem vermutlich üblen Preis ins Wohnzimmer zu stellen, ich weiß ja nicht. Leider ist das halt alles arg lang her und die Zeit kommt nicht wieder.

Die Idee so was nicht sterben zu lassen ist trotzdem klasse. Ob es aber bei anderen wie den "alten" Anklang findet - wohl eher nicht.
 
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