Neu aufsetzen mit SSD - Partitionen

HerrFugbaum

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Moin Leute,

ich habe einen Dell L502x mit Windows 7 Professional x64, in den ich mir jetzt eine SSD eingebaut habe (Crucial BX100 mit TRIM)

Alle Tipps rund um die SSD-Einstellungen und Pflege habe ich bereits umgesetzt, jetzt komm ich aber zu einem konzeptionellen Problem:

Der Dell dient sowohl als Arbeits- als auch als privates Laptop. Heißt ich surfe viel, brauche ihn aber auch für Musikproduktionsprogramme und andere Live-Audio-Bearbeitungen.

Auf dieser SSD (500GB) sehe ich jetzt mit dem Partition Manager 12 folgendes:

1 Partition mit 446 GB als Lokales Laufwerk C:
1 unpartitionierter Bereich (löschbar) mit Gesamtgröße 102 MB, davon 2kb belegt
1 unpartitionierter Bereich mit 19,5 GB, davon 0 Byte belegt und nicht löschbar


Für Optimale Performance daher folgende Fragen:
- Kann ich die 102 MB easy löschen?
- was ist mit dem nicht-löschbaren Teil?
- Was ist besser für die Performance: Eine einzelne Partition für System, Programme und private Dateien oder 2-3 verschiedene und wenn ja, wie groß?

Freue mich über schnelle Hilfe, am Mittwoch muss alles fertig für die Arbeit sein :)

LG
 
Bei Partitionsfragen empfiehlt es sich immer, einen Screenshot der Datenträgerverwaltung (im Ausführendialog ([Win]-[R]) [kw]diskmgmt.msc[/kw] eingeben) mit anzuhängen.

Dort hättest du direkt sehen können, dass die kleine 100 MB Partition eine Systempartition ist, was daran liegt, dass dort u.a. wichtige Dateien zum booten gespeichert sind. Löscht du diese jetzt also einfach, dürfte das im ersten Moment der Performance überhaupt nicht gut tun, weil dann nämlich gar nichts mehr startet.

Theoretisch konnte man es zwar bewerkstelligen, das diese Partition gelöscht werden kann, der Aufwand dafür lohnt sich aber nicht, denn gewinnen tust du leistungsmäßig nichts, und auch an Platz machen diese 100 MB den Kohl nun auch nicht fetter.

Woher die 19 GB können, kann ich die so ehrlich gesagt nicht sagen. Hat du Windows von selbst drauf installiert? Oder hast du eine frühere Platte geklont? Der Screenshot könnte vielleicht helfen.

- Was ist besser für die Performance: Eine einzelne Partition für System, Programme und private Dateien oder 2-3 verschiedene und wenn ja, wie groß?

Da eine SSD keine Leistungsunterschiede in unterschiedlichen Speicherbereichen wie eine Festplatte hat (schneller an Anfang, langsamer am Ende) ist es egal, ob Programme jetzt "vorne" oder "hinten" auf dem Datenträger liegen. Daher ist mMn eine Partitionseinteilung hier genauso wenig sinnvoll wie bei einer Festplatte. Den egal wie groß man anfangs eine Partition gewählt hat, irgendwann ist die immer zu klein, und man ärgert sich, dass man die nicht größer erstellt hatte.

Eigene Partition für private Dateien... Ich würde da eher mit unterschiedlichen Benutzeraccounts arbeiten einmal Arbeit und einmal Privat, schon sind private Daten von geschäftlichen getrennt in unterschiedlichen Benutzerverzeichnissen.

Zudem Partitionen ja nun kein Ersatz für eine Backup-Lösung sind.
 
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  • #3
Partitionen sind kein Ersatz, richtig. Daher habe ich ein Backup (mit MBR) bereits mit Paragon Partition Manager auf meiner Externen erstellt.
Die 100MB Partition ist eine OEM-Partition von Dell, daher werde ich diese aus Sicherheitsgründen gar nicht erst anrühren. Habe ich bei Paragon erst im Untermenü herausgefunden. Stimmt auch mit deiner Aussage überein.

Die 19GB habe ich wohl aus Versehen gesplittet, weil ich Win7 manuell installiert habe. Die habe ich jetzt schon in die vorhandene Haupt-Partition eingebunden.


Ich werde deinen Rat befolgen und eine einzelne Partition lassen und vielleicht mehrere Benutzer anlegen.
Haben verschiedene Benutzeraccounts denn SO einen großen Vorteil gegenüber einem Admin-Useraccount? Ausser paar Temp-Daten von Browsern u.Ä.
 
Es ging mir jetzt hauptsächlich um die Trennung von privaten und Firmendaten. Da ist das dann überschaubarer, wenn man konsequent zwischen beiden Arten trennt.

Es kommt aber natürlich auch drauf an, wie du damit umgehen willst/kannst. Wenn dir verschiedene Ordner (am Ende sind Ordner auch nichts anderes als Parts von Festplatten, nur ohne zusätzliche Größenbeschränkung) für privat und geschäftlich ausreichen, ist ein Konto natürlich ausreichend. Kommt halt auch drauf an, wie stark du zwischen privat und Arbeit trennen musst.
 
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  • #5
Wenn 2 Accounts einem Einzelnen geschwindigkeitstechnisch nicht nachstehen (Arbeitsaccount schlicht und im Win98 Look - und ein fancy Ding zum Surfen/Filme gucken etc) , dann werd ich das mal so umsetzen.

Als Freiberufler muss die Trennung nicht unbedingt stark erfolgen, denn bisher hatte ich auch keinerlei Trennung. Hatte aber auch am Ende mit der alten Platte den Eindruck, dass genau das es verlangsamt hatte...

Mir geht es immer in erster Linie um Performance und Workflow. Zur Not halt auch mit jenen Designeinbußen. Mag diesen Schnickschnack wie Aero sowieso nicht.


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edit: übrigens fetten Dank für's schnelle und kompetente Antworten! :)
 
Würde es genau so handhaben wie von Hezu vorgeschlagen. Wenn du Windows sowieso neu installieren willst am Besten gleich mal die Partitionen aufräumen. Die 100MB Partition kann man mit einem kleinen Trick auch weglassen, das geht aber nur beim Setup von Windows. Wenn das Setup mal begonnen hat geht es nichtmehr. Ansonsten eine große Partition für alles.

Mit zwei Benutzeraccounts hast du zwar keinen Vorteil bei der Performance, aber auch keinen Nachteil. Mir würde es wie Hezu nur darum gehen privates von geschäftlichem zu trennen. So hast du getrennte Favoriten im Browser, getrennte Desktops und getrennte Mailkonten. Ich persönlich trenne privat von geschäftlich sehr strikt, sowas wie BYOD würde für mich zB. nicht in frage kommen.
 
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  • #7
Resultat:
Ich habe alles auf einer Partition liegen (die 102 MB OEM-Partition ist unangerührt) und habe mich jetzt für einen einzelnen Admin-User entschieden. Das ist für mich am ÜBersichtlichsten.

Dafür werde ich meine alte Laptop-HDD in ein externes Gehäuse packen, sodass ich eine Externe HDD für Privates und eine für Projekte/Rechnungen etc habe.

Da ich sowohl eSATA als auch USB 3.0 Anschlüße habe, lautet meine letzte Frage:
Soll ich mir ein HDD_Gehäuse mit USB 3.0 oder mit eSATA holen?
 
Wenn du es nur als Dateiablage verwendest ist es egal. Ich würde mittlerweile eher zu USB 3.0 raten weil eSATA (obwohl eigentlich eine geile Erfindung) leider am Verschwinden ist. USB 4.0 (was zu 99,9% Abwärtskompatibel zu 3.0 sein wird) wird irgendwann kommen, eSATA wird es in drei vier Jahren meiner Einschätzung nach aber nichtmehr geben. Von einer fertigen externen Festplatte würde ich eher die Finger lassen, die Gefahr dass sich unter einem hübschen Gehäuse mit 50% mehr Swag eine billige Müll Festplatte befindet ist zu hoch. Siehe meine Empfehlung in diesem Thread: https://ngb.to/threads/12209-Toshiba-STOR-E-Canvio-3TB-ext-Festplatte-f-99-€?p=382431#post382431.
 
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